Keep on walking into a new future

Züricher Luft schmeckt mir gut

Hallo ihr Lieben,

lange lange ist mein letzter Post her. Sorry dafür.

Es ist viel passiert. Sehr viel sogar. Aber das ist sehr schön und positiv.

Mittlerweile bin ich natürlich aus Hong Kong zurück und auch gleich eine Station weiter gereist. Zürich ist wunderbar. Der See. Die Berge. Die Luft. Der Wald. Das Stadtbild und die Bürlis. SUPER.

Ach ja, mein Geburtstag war ja auch noch irgendwann im März. Schön wars! Mit viel Kuchen und meinen aller liebsten Menschen um mich herum. Das größte Geschenk ist und bleibt für mich jedoch die Wärme und Liebe, die nur meine Familie – die beste der Welt – mir geben kann. Nach dem chronischen Liebesentzug in Hong Kong habe ich ganz intensiv jede Sekunde des „Nicht-allein-seins“ genossen. Ich meine, ich bin seitdem ein Stück gewachsen. Meine Lachfalten sind mit Sicherheit ein wenig tiefer geworden.GRINS.

Mein Résumé: Jeder sollte einmal ALLEINE in die Ferne. Neue Wurzeln schlagen, weinen, lachen, nachdenken, viel zu viel Zeit haben, einsam sein. Denn das darauf folgende Homecoming ist so intensiv und schön, all‘ die einsamen Stunden, in denen ich am liebsten in den nächsten Jet nach Hause gesprungen wäre, sind nahezu vergessen. Die schlechten Erinerrungen verblassen, so stark ist die neue Lebenslust, die auf einen einströmt. Scheinbar unwichtige Kleinigkeiten des Alltages, die man stets als gegeben betrachet hat, gewinnen auf einmal so sehr an Bedeutung. Ich hätte es nie erwartet. Wie befreiend ein Spaziergang mit meinen Hunden sein kann, wie schön ist es doch, der Volksverblödung namens RTL, PRO7 und Co. einen ganzen Abend lang meine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Auf der anderen Seite verlieren Dinge, die früher scheinbar so unfassbar wichtig waren, ihren Stellenwert. Ich bin ruhiger geworden. Nicht langweilig. Aber ich habe nicht mehr ständig das Gefühl, etwas zu verpassen, wenn ich nicht jedes Wochenende auf Achse bin und meinen Tag stets zu 1000% verplant habe. Ich habe das Genießen gelernt. Ok, jetzt wird das ganze ein wenig zu esoterisch.

But the world around us won’t stop turning. Es geht immer weiter. Zur Zeit ist die Schweiz dieser „nächste Schritt“. Die Halskrankheit namens „Schweizerdeutsch“ habe ich gelernt zu verstehen und empfinde sie längst nicht mehr als Krankheit. Hemisch ist zwar noch etwas anderes aber familiär, das passt ganz gut. Es gehört dazu. Aber ich verspreche hier und jetzt: ICH WERDE NIEMALS VERSUCHEN SCHWEIZERDEUTSCH ZU SPRECHEN. Diese Belustigung der allgemeinen Öffentlichkeit gönne ich niemandem. Ich kann die „rrrrrrrrrrrr“s nicht super rrrrrrrrr-ollen und ich hänge nicht gerne ein -li an meine Worte. Aber ich höre gerne zu. :)

Neben dem tollen – aber teurem- Angebot in den Supermärkten liebe ich die Qualität der Luft und des Wassers. So rein und so gesund. Ich glaube wirklich, hier lebt man länger. Zwischen Käse und Edelweiß, zwischen See und Bergen, da ist eine kleine, feine Oase namens Zürich.

Ob der Lifestyle zu mir passt, das wird sich zeigen. Sicher wird es auch hier mal langweilig, sicher habe ich auch hier mal Fernweh, doch solange ich dann wieder HEIMWEH habe, muss eine gewisse Chemie stimmen. Enjoy the moment. Mal sehen, was morgen kommt.

Und eine weitere Ankündigung: Ich werde mich ganz offiziell weigern jegliche Käsespezialitäten zu konsumieren. Ein „einfaches“ Käsefondue macht in der Regel 89% meines Körpergewichtes an Käsemasse aus. Logisch daher, dass ich mich auch noch nach 3 Wochen mit den letzten Edamer und Gruyere Resten unterhalten werde. Ich respektiere sowohl die Speisen, als auch die Sprache – beide sind mir dennoch gänzlich unzugänglich.

Stellt man Düsseldorf und Zürich gegenüber, so muss ich fairerweise sagen, dass beide Städte ihre Vorzüge haben. Mein Favourit ist jedoch auf schweizerischem Grund und Boden.

Düsseldorf bietet den Rhein, eine tolle Altstadt, Spaghetti and Stars und Alfredo, ein wahnsinns Shoppingangebot, einen internationalen Flughafen, einen großen Bahnhof.

Zürich bietet einen ganzen großen See, eine Stadt, die aus Gebäuden besteht, bei denen jedes einzelne Haus schöner ist, als das schönste der Düsseldorfer Altstadt, L’Ulivo und Cantinetta Antinori und Bindella und Casa Ferlin und Antiquario und und und und und….so viele WAHNSINNS Italiener, ein gutes Shoppingangebot (Punkt an Düsseldorf), einen internationalen Flughafen und einen Bahnhof bei dem die Züge auf die Sekunde pünkltich fahren.

Lady Lola und Madame Amy haben sich außerdem wunderbar in ihrer neuen Heimat eingelebt. Schwimmen im nahegelegenem Waldbächlein, Enten jagen am Schipperweiher und Lola frisst tatsächlich ganz normales Hundefutter aus dem Supermarkt namens „Diva“. Danach wird sich entweder im Atrium gesonnt oder auf dem lieblings Lammfell gekuschelt. Die Stadt ist auch nicht so überlaufen, also kann die kleine Dame auch mit auf einen Stadtbummel ohne, dass man sie nachher von dem Gehsteig kratzen muss.

Lediglich den Straßenverkehr finde ich absolut doof. Die Straßenführung : absolut unübersichtlich. Die Bußen HORREND hoch. Die Autobahnen – Maximal 120km/h…schnarch…Naja, ich werde mich wohl daran gewöhnen müssen. Das Parkplatzproblem in der Stadt wird wohl hoffentlich durch eine neue Tiefgarage am Bellevue geregelt. Alles gut. Ich integriere mich ganz fleißig.

Ein wenig Herzschmerz bereitet mir jedoch die Entfernung zu Papa, Oma, Opa, Omi, Opi und dem Rest meiner traumhaften Familie. Es sind nun nicht mehr 45 Minuten nach Hennef, sondern eher 4.5Std – wishful thinking – und es sind auch nicht mehr 1.45 Std nach Bielefeld, sondern am einfachsten eine 4 stündige Reise inclusive 50Minuten Flug. Aber was tut man nicht alles für die liebe Verwandschaft. Sogar in Hong Kong war ich nie wirklich weg. Zürich ist also eine minimale Entfernung, die quasi nicht vorhanden ist. Ich werde wirklich den BEAMER erfinden. Mein liebster Vorfahre Wilhelm Konrad Röntgen hat die Röntgen strahlen erfunden (Mamas Mädchenname: Röntgen), das Erfinderblut fließt in mir. REVOLUTIONÄR wird das ganze. Ich freu mich drauf.

Das nächste Weihnachtsfest feiern wir bei uns – so wunderbar und hoffentlich Schneesicher. Dann kommen alle hier zusammen. Hamburg, Düsseldorf, Hennef und Wir. All united in Zürich. So toll :)

Nun kommt aber erstmal der Sommer. Wir werden Wasserski auf dem See fahren, ewig lange spazieren gehen, mit Blick auf den See grillen und auf einen Drink am See in die Stadt gehen. Sehr See-lastig. See-hr schön. Switzerland, I am really starting to like you.

Bis ganz bald und nun wieder öfter!

 

All my love!!!!

 

Linda

 

Linda

In Bielefeld geboren, in Hong Kong aufgewachsen und nun in Düsseldorf und Zürich zu Hause. Ich singe für mein Leben gerne, schreibe, weil es der Seele gut tut und möchte vom Leben vor allem eines: Glücklich sein.

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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