Little Liza (R.I.P) and Linda in Hong Kong 1996

World series attitude, champagne bottle life.

Hallo ihr Lieben,

heute mal wieder aus Düsseldorf.

Habe gestern Abend mit Mama, Louis und dem lieben Lucas die Neuverfilmung eines der besten Filme aller Zeiten gesehen.

Arthur – mit Russel Brand in der Hauptrolle.

Wir haben gelacht, geweint und nachgedacht. Die Bilanz: die Liste meine „Top Ten Favourite Movies“ hat eine neue Spitze bekommen und wir haben uns darauf geinigt ab jetzt ein bisschen mehr Arthur in unser Leben zu lassen. Aber ich nehme euch nichts vorweg, das wäre unfair. Also, die 7.50€ lohnen sich voll und ganz! Ab ins Kinooooooooo!

Einen gehörigen Denkanstoß hat uns der Film verpasst. WAS genau macht uns eigentlich glücklich?

Messen wir Glück an materiellem Reichtum? An der Anzahl der Facebook Freunde? An der nächtlichen Flaschenschlacht im Club? Was brauchen wir, um glücklich zu sein?

Am Sonntag war bekanntlich Muttertag. Ich habe Mama gestern meinen selbstgebastelten Gutschein geschenkt. Heute wird er eingelöst. Es hat mich unglaublich glücklich gemacht zu sehen, wie sie sich freut. Ich besuche diese Woche Oma und Opa. Mir kribbelts in den Füßen, ich würde am liebsten gleich losfahren. Das macht mich glücklich.

Lola denkt jedes mal, wenn ich mir meine Schuhe anziehe, dass wir gleich an den Rhein oder in den Wald gehen und sie fängt an zärtlich an meinen Füßen zu knabbern. Dann überschlägt sie sich vor Freude, wenn ich ihr tatsächlich das Halsband anziehe. Die kleine zufrieden zu stellen, das macht glücklich. Sie schenkt mir jeden Tag so viel Liebe und Wärme und fordert selbst so wenig. Dann gibt man doch umso lieber. Genauso ist es mit der lieben Amy. Doch, als gestandener Labrador, fordert sie ein wenig mehr als NUR Aufmerksamkeit. Ohne Futter, ohne Amy.


Die Sonne scheint, die Botanik ist so grün, es sticht fast in den Augen. Der Anblick macht ein wenig glücklicher. Die Erdbeeren heute Morgen, die ersten aus Deutschland, haben entgegen meiner Erwartungen sogar ganz gut geschmeckt. Darüber habe ich mich gefreut. Es macht wiederum ein wenig glücklicher.

Aber denkt nicht, dass in meinem Kopf nur „Peace Love and Rainbow“ Stimmung herrscht. Wenn jemand weiß, wie ich das erzielen kann, dann bitte raus mit der Sprache. Aber lieber in Pillenform – ich steh nicht so auf Nadeln. Ich denke allerdings, dass man, um den Berg namens „Leben“ zu erklimmen, öfter einmal in sich gehen und sich an den kleinen Dingen erfreuen sollte. Und sei es nur ein besondern sattes Frühlingsgrün. Babysteps. Wie in der Schule. Jeden Tag ein BISSCHEN lernen, anstatt am Vorabend in Panik alles mit dem Holzhammer in den Kopf zu prügeln (allein die Metapher dazu verspricht doch schon Kopfschmerzen).

Jeder von uns sucht doch nach dem ewig andauerndem Glück. Wären wir jedoch immer Glücklich, dann könnten wir doch irgendwann das Glück nicht mehr als solches erkennen.  Demnach darf Glück doch gar kein permanenter Zustand sein. Glück ist für mich stets an ein bestimmtes Ereignis oder an einen ganz besonderen Moment gebunden.  Geht der Moment vorbei, so verschwindet auch das Glück und macht Platz für einen neuen Moment des Glückes. Es bleibt dabei jedoch stets in positiver Erinnerung.

Ich habe das Gefühl, dass mein Gehirn (ich kann nicht in euch reinschauen um festzustellen,  ob es bei euch genauso ist) negative Ereignisse mit der Zeit aus meinem Gedächtnis verdrängt. All die einsamen Stunden in Hong Kong, in denen ich mich hundselend gefühlt habe, scheinen nahezu vergessen zu sein. Ich bin auch nicht nachtragend, ich tendiere dazu Dinge zu vergessen, die mir in den Vergangenheit nicht gut getan haben. Teilweise weiß ich kaum noch, warum eine Freundschaft in die Brüche gegangen ist. Oft Frage ich Mama „Warum bin ich nochmal auf XYZ sauer?“. Lieber Kopf, das machst du gut. Altlast trägt  man doch nicht gerne mit sich herum.

Das Erleben von Glück ist demnach wie eine Achterbahnfahrt. Ein Wechselspiel von positiven und negativen Gefühlen. Beide müssen erlebt werden, sonst können wir das andere nicht erkennen.

„Es gibt kein Glück im Wohlstand, durch Leiden wird das Glück erkauft.“ – Fjodor Dostojewski

Es liegt jedoch in unserer Hand, wie oft und wie intensiv wir das Glück im Alltag erleben. Make yourself happy.

Wir können unseren „Blick für das Glück“ schulen. Wer dazu neigt, den positiven Moment zu vergessen, der sollte ich einfach aufschreiben. Bei mir steht da gerade: „Das Geld für die neue Tastatur hat sich absolut gelohnt, ich kann in Rekordgeschwindigkeit tippen. ICH FREU MICH“. Gleich kommt sicherlich mehr dazu. Ich freue mich, dass die Pollen mich heute bislang in Ruhe lassen und ich freue mich darauf später am Rhein zu spazieren. Ach ja, SPORT macht extrem glücklich. Lauter kleiner lustiger Endoprhine, die dabei ausgeschüttet werden. Für Gipfelstürmer – ist es nicht ein wahnsinns Gefühl,  oben am Berg angekommen zu sein?! Das macht stolz, das macht glücklich. Ein Ziel zu erreichen, und sei es nur die Tatsache, dass ich heute Morgen schon wieder daran gedacht habe, meine Omega-3-Kapseln zu nehmen, das macht glücklicher. Scheibar schlechte Ereignisse können sich im Nachhinein als „gar nicht schlimm“ herausstellen. Das nennt man dann „Glück im Unglück“.

Der Guru Linda hat gesprochen. Es liegt letztendlich in eurer Hand. Arthur schafft es, wir schaffen es auch. Ob mit oder ohne 950Millionen Dollar.

Um meinen Zettel zu füllen, freue ich mich jetzt auf einen Stadtbummel mit Mama.

Get Happy now!!!!

All my love and kisses

Linda

Linda

In Bielefeld geboren, in Hong Kong aufgewachsen und nun in Düsseldorf und Zürich zu Hause. Ich singe für mein Leben gerne, schreibe, weil es der Seele gut tut und möchte vom Leben vor allem eines: Glücklich sein.

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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