iphone Linda after berlin. Bertelsmann 2732

Berliner Mauer, Apple Crumble, Bertelsmann und die türkische Hochzeitskolonne. Und Essen.

Hallo ihr lieben.

Eine wunder wunder wunder schöne aber auch sehr sehr sehr anstrengende Woche ist nun wieder vorbei.

Angefangen in Dambroich, next stop Düsseldorf, dann Brunstorf, dann Hamburg, dann Bielefeld, dann Berlin, dann Bielefeld, dann Düsseldorf. Ich weiß  nicht genau wie viele Kilometer das sind, aber ich bin froh, dass klein Lola mir im Auto Gesellschaft geleistet hat. Die treuste aller Seelen. Der perfekte Hund. Ich dachte, so etwas gibt es gar nicht. Also ein HOOOOOCH an den kleinen Bolonka.

Dambroich: eines der wichtigsten Orte meiner Kindheit. Was hatten wir für traumhaft schöne Sommerferien. Mit Buden im Wald, ewigen Ausritten Omas Essen und Opas Geschichten der Hexe Kaukau. Unbeschwerter kann man wirklich nicht aufwachsen. Jedes mal, wenn ich Oma und Opa besuche, sprudeln tausend Erinerrungen in mir hoch. Ich liebe es :) Vor allem liebe ich Oma und Opa.

Endlich konnte ich mal wieder Luft der lieben Hauptstadt schnuppern. Es waren zwar nur ein paar Stunden, aber für ein paar Sonnenstrahlend und ein V.I.Schnitzel im Restaurant Borchardts hats gereicht.

Aber die Menschen dort sind schon…anders. Mit Markenhandtäschen und schlichter Aviator Brille wird man schräg angeguckt. Sorry, ich finde selbstgefilzte Sandalen und Strickpullis aus extra Langhaarangora weder sexy noch bequem. So viele Ökos auf den Straßen. Oder so ANARCHY und FACK SE POHLIS Typen. Hauptsache die Hose ist so richtig schön zerfetzt. Für eine Stippvisite – gerne auch ein paar Tage lang – liebe ich Berlin. Aber ich denke ich könnte dort nicht wohnen. Ich stell‘ mich doch nicht an, nur um endlich am Brandenburger Tor vorbeigehen zu können. Die Touristen sind ja mega nervig. Aber sie bringen Geld. Ja, das kann die regionale Wirtschaft sehr wohl gebrauchen, also dürfen sie auch bleiben. Ach, Berlin ist schon cool…aber wie so oft: die Menge machts. Ich wäre gerne noch etwas gelieben. Das Nachtleben ist toll. Man kann super essen gehen. Es gibt natürlich auch viele Leute, die man gerne anschaut -ohne, dass sich ein imaginärer Anti-Angora Ausschlag auf der Haut breit macht. Eigentlich darf ich mein Urteil noch gar nicht fällen. Ich war noch nie länger als 3 Tage vorort. Dennoch; jedes mal hatte ich das Gefühl, besonders exotisch zu wirken und einfach nicht so ganz dort hin zu passen.

Mit Papa hatte ich einen wunder schönen Tag. Ein bisschen schöne Mode gabs noch dazu. Dann ein lecker Dinner und zum krönenden Abschied die Oldies Disco, in die wir das Auto auf der Rückfahrt verwandelt haben. Rundum gut :)

Aber ich presche schon wieder voraus, denn vorher war ich auch noch im super schönen Brunstorf nahe Hamburg und habe die liebe Verwandschaft dort besucht. In Brunstorf ist die Welt noch in Ordnung. So grün, so friedlich und einfach so einladend. Ich wäre so gerne noch länger gelblieben. Meine drei kleinen Rockstar Cousins sind einfach der Brüller. Der eine wird Schauspieler und CIA Angent zusammen, der andere gründet das nächste, bessere Facebook und der kleinste ist einfach nur zum anbeißen niedlich. Sie dürfen eine alte Schule „zuhause“ nennen. Tante Betti und Onkel Axel stecken so viel Liebe in Haus und Familie, ein Besuch dort ist einfach eine Rundum-Wohl Kur. Den Liebestank einmal auffüllen. DANKE, ihr Lieben. Ich habe es sehr genossen!!!!

Die tollsten Pfingsrosen blühen überall. Vor allem auf dem Lande. I just can’t get enough!!

Omi liebt meinen Kuchen. Ich liebe es zu backen. Die Chemie stimmt! Dieses mal habe ich meine grauen Zellen ein wenig experimentieren lassen und habe einen Apple Crumble (eine Art Apfel-Streusel-Kuchen) gebacken. Mit Boskoop Äpfeln, die ich extra aus Hamburg mitgebracht habe. Ich kann es euch nur ans Herz legen das ganze einmal nachzubacken! Eigenlob stink zwar gewaltig, aber es wäre unfair, das nicht mit euch zu teilen. Also hier das Rezept (Es funktioniert mit nahezu JEDER Frucht, seid also kreativ)

Lindas Homemade (Apple-) Crumble:

300g Mehl

250g Butter

250g Brauner Zucker

2Pck. Vanillezucker

2Prisen Zimt

5 Boskoop Äpfel, geschält und in Spalten geschnitten

Mehl, Zucke, Butter, V-Zucker und Zimt zu einem bröseligem Teig vermengen. Die Hälfte des Teiges als Kuchenboden in eine gefettete Kuchenform drücken.Die Früchte darauf gleichmäßig verteilen. Den Rest des Teiges über den Kuchen streuen. Bei 180°C Unter und Oberhitze circa 40 Minuten backen (bis die Streusel anfangen braun zu werden).

WICHTIG: für den maximalen Genuss! Am besten WARM und mit einer Kugel Vanilleeis oder Sahne servieren.

Samstag Abend haben wir in Gütersloh, genauer im dortigen Parkhotel verbracht. Die erste Sommerparty des Jahres. Und das im Mai! So richtig mit draußensitzen, angestrahlten Bäumen und leichten Jäckchen. Dazu leckere gegrillte Garnelen, mediterranes Gemüse und dem gesamten wirtschafts who-is-who. Erstaunlich locker, wie das Bertelsmann Event team das ganze aufgezogen hat. Sehr sympathisch. Daumen hoch!

Lieblingsthema Integration: ich weiß zwar nicht, wer sich da wo und wie integriert, aber ich habe heute laut mitgehupt, als ich, zugegeben nicht freiwillig, in einem türkischen Hochzeitskorso gefangen war. Mitgehangen mitgefangen, das dachte ich mir. Also…mööööööööööööööööööp. Süß. Viel Erfolg Glück an das Brautpaar. Ein wenig Liebe in der Sonntagsluft ist doch etwas wunderschönes.

Sicher hattet ihr heute auch dieses wunderbar nicht-Fisch-nicht-Fleisch-Wetter?! Sonne und Regen, am besten gleichzeitig. So viele angespannte Gesichter im Restaurant. Jedes zweite Pärchen im Zickenkrieg. Streitluft. Es ist einer diese Tage…an dem so mancher seine/ihre Tage hat. Aber habt Euch doch einfach lieb. Ich glaube, ich muss meine Lola verleihen. Aber natürlich gegen eine Gebühr. Der Hund macht mich reich. Wie kann von einem so kleinen Wesen nur so viel positive Energie ausgestrahlt werden? Manchmal wäre ich schon gerne Lola. Sie wird mit „Awwwwww’s“ und „Wie süüüüüüüß“ überhäuft, wenn sie beim „Pipimachen“ ein besonders aufgewecktes Gesicht macht oder sich in einer extrem bequemen Position aufs Sofa kuschelt. Wäre sie ein Mensch, so müsste sich geradezu vor Selbstbewusstsein strotzen. Vermutlich ist es gut, dass genau das nicht der Fall ist.

Fazit: Hätte jeder eine Lola, dann gäbe es vermutlich keine Kriege mehr. Das behaupte ich jetzt einfach mal. Damit ich gut schlafen kann und den Glaube an die Menscheit nicht verliere.

Überall, wo man hinguckt nur Elend. Ägypten…Lybien…oder einfach im Bahnhofsviertel. Da „stehn‘ die Nutten sich die Füße platt“. Also zankt euch nicht, weil der Rasen schief wächst.

Ein Blick in solche Kinderaugen. Der ist vermutlich genauso versöhnlich, wie eine Lola. Sie hat sich so schickt gemacht, um Omi und Opi zu gefallen. Im feinsten Sonntagskleidchen. Wer kann denn da „Nein“ sagen, wenn sie doch so so so gerne die Gummibärchen hätte??

Ich liebe Kinder. Freue mich so sehr auf meine eigenen. Hoffentlich noch nicht morgen. Auch nicht nächstes Jahr. Auch nicht in 2 Jahren. Aber früher oder später, da werden sie dann schon kommen. Vor allem liebe ich die Ehrlichkeit des Kindermundes. Oft ist ihr Denken so viel praktischer. „Linda, ich will mit nach Düsseldorf. Mama und Papa sind nicht traurig, sie haben ja noch Bruder Felix“. Recht hat sie wohl. Ich habe mit 5 Jahren vorgeschlagen, dass man Geld abschaffen sollte, es sei eine doofe Erfindung. Waren werden dann je nach Bedarf produziert und schlichtweg getauscht. Die ewigen Autofahrten von Hinz nach Kunz kann man sich auch ganz einfach sparen. Alle wohnen in einem großen Haus zusammen. Dann ist doch einfach alles in Ordnung. Und wenn ich dann auch noch ein „Schweincheneis“ essen darf. Dann gehe ich sogar brav in Bett. Hach…ich wäre auch so gerne so naiv. So naiv doch so sicher, weil Mama und Papa behütend die Hände über einen halten.

Die inzwischen nicht mehr so ganz naive Linda ist nun wunderbar müde und freut sich auf eine neue ereignisreiche Woche.

All my love and kisses

Sweet dreams

Linda

Linda

In Bielefeld geboren, in Hong Kong aufgewachsen und nun in Düsseldorf und Zürich zu Hause. Ich singe für mein Leben gerne, schreibe, weil es der Seele gut tut und möchte vom Leben vor allem eines: Glücklich sein.

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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