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Hallo ihr Lieben,

nun ist es soweit. Ich habe nahezu all mein Hab und Gut ins neue Heim verfrachtet. Zwar im Regen, aber ich bin ganz dankbar, dass die Pollen endlich aus der Luft gewachsen wurden.

Gestern durfte ich einen wahnsinnig inspirierenden Abend im Hause Julius Bär erleben. Fotokünstler – und jetzt auch fotographischer Maler- Hannes Schmid hat seine gesammelten Werke vorgestellt. Der WAHNSINN. Ein anderes Wort fällt mir dafür nicht ein.  Ich habe gemerkt, wie begrenzt mein Horizont doch eigentlich ist. Habe gehört und gesehen, wie viel MEHR da draußen in der Welt zu sehen ist. Und vor allem hat mir zu denken gegeben, wie böse unsere Gesellschaft tickt. Frösche, Delphine und co werden beschützt, eine gesamter Stamm Menschen, wie du und ich, sollen jedoch vernichtet werden. Der Bushmensch hat keine Zukunft – innerhalb der nächsten 30Jahre werden Alkohol und Prostitution seine Unschuld verderben. Sein Terrain wird vernichtet, damit dem Gebiet alle Rohstoffe entnommen werden können. Und das alles nur, weil wir ein neues iPad und co. haben wollen. Gemeint sind die Ureinwohner Papua Neuguineas. Die Lali Dalis. Aber das nur am Rande.

Einem so vielseitigen Menschen, wie Herrn Schmid, bin ich bisher noch nicht begegnet. ER hat den Marlboro Mann „erfunden“. ER hat Models der italienischen Vogue auf den Mount Everrest klettern lassen. ER hat Formel1 Autos in Designer Pools versunken. ER ist wochenlang gereist, um ein wohlbehütetes Orang Utan Reservat zu erreich, ER hat sich 4 Jahre lang dem Taoismus gewidmet, bis er endlich einen Blick hinter die Kulissen wagen durfte, ER war der Photograph der Rockbands dieser Welt, Er reiste nach Indien und co…..und das alles für das Perfekte Bild, das den Moment einfängt und ihn authentisch darstellt. Doch das ist nur ein Teil dessen, was er zu berichtet hat. Ich bin hin hellauf begeistert. Aber seht selbst:  http://www.hannesschmid.ch/Content.html

Mir wurde neuer Elan geschenkt. Elan, um etwas zu erreichen. Ich weiß nicht, wo ich in 10 Jahren stehe. Aber das macht es ja gerade so aufregend. Das wichtigste ist es, den Moment zu Leben und jede Chance zu nutzen. Die Menschen trauen sich heute viel zu wenig. Sie trauen sich nicht, weil sie schon im Vorfeld Angst haben zu versagen. Daher versuchen sie es gar nicht erst. Das wäre für mich das schlimmste. Irgendwann mit 70,80,90 festzustellen, das ich gekonnt HÄTTE, wenn ich es getan HÄTTE. Doch dann wäre es zu spät. Wer versucht und scheitert, der hat nicht verloren. Manchmal hat er sogar gewonnen – denn es sollte dann einfach nicht sein. Noch etwas, an das ich ganz fest glaube: Was soll, das wird. Solange man sich darauf einlässt.

Also Augen auf und einfach mal ausprobieren. Ich freue mich tierisch auf London, bin mir sicher, es wird eine geniale Zeit. Aber wenn nicht, dann sollte es nicht sein. Dann ist es kein Scheitern, es ist schlichthin nicht der richtige Weg. Dann heißt es weitersuchen. Denn man ist doch eigentlich ein Leben lang auf der Suche. Das Suchen liegt in unserer Natur. Wir suchen die große Liebe, den Weg gesund zu bleiben, den perfekten Job, den schönsten Urlaubsort, den schönsten Schuh…am Ende sogar den angenehmsten Weg, das irdische Leben zu verlassen. Jeder von uns ist dabei auf der Suche einer Erklärung dessen, was danach kommt. Dabei sind die Objekte der Begierde zu 100% individuell und subjektiv.Wer suchet der findet. Irgendwie, irgendwo, irgendwann.

Ich suche heute Abend nur noch die Fernbedienung zwischen den Kissen und dann ein einfaches Berieselungsprogramm für ein Home-Alone-TV-Erlebnis.  Schöööön :) Amy sucht unten noch nach Futter und Lola sucht sich einen Weg, unbemerkt aufs Sofa zu huschen. Das beweist doch ganz klar: der Mensch ist ein Tier.

Einen AHA-Moment habe ich heute Abend auch erlebt. Ich habe überlegt, welches Kriterium dafür sorgt, dass ich mich auf einmal so absolut zuhause fühle. Jetzt mal abgesehen von dem Kriterium Nr.1: die Anwesenheit meiner allerliebsten Menschen. Die ernüchternde Antwort: die Anwesenheit meines Computers. Der Verwaltungs- und Organisationsstelle meines Lebens. Bilder, Musik, Termine und Co. Alles vereint auf einer Festplatte. Vermutlich würden die meisten von Euch dasselbe empfinden. Na los, ehrlich sein!  Das ist wohl eine Krankheit unsere Generation. Der dekommunikative Kommunikator hat einen erschreckend hohen Stellenwert in unserem Leben. Nicht ohne mein iPhone. Nicht ohne meinen Computer. Ich kann es nicht verneinen. So ist es einfach. Angefixt und nie mehr davon losgekommmen. Härtetest: ein PC freier Sommerurlaub. Doch darauf freue ich mich sehr. Für mich immer der Beweis: ich weiß die schöne, cyberfreier Welt da draußen noch zu schätzen. Ich werde nicht von einem Drang der öffentlichen Selbstdarstellung gesteuert – denn genau so definiere ich Facebook. Ein Ort der absoluten und oftmals absolut peinlichen öffentlichen Selbstdarstellung. In jedem von uns steckt also ein kleiner Angeber. Das ist aber auch OK so. Man darf doch schließlich noch stolz auf sich selbst sein. Und dazu darf man doch auch stehen.

Also ich bekenne mich schuldig. Ich bin oft stolz auf mich. In den unterschiedlichsten Situationen. Meinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden – das ist für mich eines der schönsten Momente. Denn für gewöhnlich sind die Ansprüche, die ich an mich selbst stelle, immer die höchsten. Wer ein solches Gefühl des einfachen STOLZ seins nicht von der oftmals fälschlich hineininterpretierten Arroganz trennen kann, der sollte NICHT stolz auf sich sein. Nein, der muss lernen genauer hinzuschauen und vermutlich auch lernen zu GÖNNEN. Leben und Leben lassen…darüber könnte ich jetzt auch noch einiges schreiben. Geht aber nicht, denn Heidis Mädels kämpfen jetzt verbittert um den Sieg! Und ich schaue zu.

Rebecca – niemals! Amelie – süß mit Zahnfleischlächeln und Froschstimme, dennoch mein Favourit. Jana – wird vermutlich gewinnen. Eine arische Schönheit mit XXL Mund. Könnte jetzt etwas schweinisches dazu sagen. Mache ich aber nicht. Ich grinse nur in mich hinein. Wuhahaha.. Heidi sieht aus wie Thomas Gottschalk. Finde ich lustig.

Macht’s euch gemütlich, lasst euch berieseln und mit minimaler Gehirnaktivität unterhalten. Klingt doch fast zu schön, um wahr zu sein.Doch ganz genau das brauche ich heute. Ohne wenn und aber, und Ansprüche, die denen ich gerecht werden muss. Genießen! GROß GESCHRIEBEN!

Also dann bis ganz ganz  bald!

All my love and kisses!

Linda

Linda

In Bielefeld geboren, in Hong Kong aufgewachsen und nun in Düsseldorf und Zürich zu Hause. Ich singe für mein Leben gerne, schreibe, weil es der Seele gut tut und möchte vom Leben vor allem eines: Glücklich sein.

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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