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Alle Jahre wieder…

…kommt ja eigentlich das Liebe Christkind. Aber in Betracht der Tatsache, dass ich in letzter Zeit leider nicht zum Schreiben gekommen bin, trifft es wohl auch auf meine Veröffentlichungsrate zu.

Das heißt jedoch nicht, dass ich in der „Sommerpause“ nicht aktiv war.

Nun habe ich endlich die Ruhe, mich hinzusetzen und wieder auf die Tasten zu hauen.

Nur wo fange ich an? Ganz chronologisch?

Ich hatte einen sehr…interessanten Sommer. Wunderschön an manchen Tagen, unwirklich an den anderen und fast tragisch an den übrigen.

Es fing an mit dem Verlust eines Menschen, der mich ein ganzes Stück meines jungen Lebens begleitet hat. Er wurde leider einem unumgänglichen Schicksal zum Opfer und schaut uns nun von Oben her zu. Oder von wo auch immer, ich hoffe nur, er fühlt sich dort wohl.

Mit diesem herben Beigeschmack wurde die Sommersaison eröffnet. Mein Fazit aus der Sache: Carpie diem. Love Life. Lebe! Be yourself. Live now.  – Ich denke die Botschaft ist klar.

Was bringt uns unser Hab und Gut, wenn wir seelisch verkümmern und verlernen zu genießen? Mitnehmen können wir nichts davon. Erstrebenswert also: der innerere Reichtum. Dazu gehört die Fähigkeit sich fallen zu lassen. Ich musste mir oft anhören, meine Leichtigkeit verloren zu haben. Mein Ziel also: genau diese wiederzubekommen. Dazu müssen jedoch bestimmte Faktoren erfüllt werden.

Dieser Sommer stand unter dem Motto: Entscheidungen, bzw. lernen sie zu fällen und stehen zu lassen. Klare Entscheidungen, dingfeste Tatsachen, sie können sehr erleichternd sein, da somit eine Stütze gegeben wird, die einem ermöglicht sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Und Entscheidungen habe ich einige getroffen. Manche schön, manche weniger schön, aber wenn ich mir die Gesamtsituation so ansehe, dann waren sie bishlang in jedem Fall richtig.

Die Frage nach dem wo? Da kommt ihr nicht drauf : Bielefeld. Ofiziell also: Ich wohne in Zürich, studiere in Bielefeld. Hier geboren finde ich es eigentlich echt schön ein wenig dem Motto „back to the roots“ nachzugehen. Ich sehe meine kleinen Geschwister aufwachsen. habe meine wunderbaren Großeltern (alle 4) in der Nähe und meinen lieben Papi kann ich ich sehen, so oft ich möchte. Ein stabilies familiäres Umfeld. Ein weiterer wichtiger Faktor im Streben nach der Leichtigkeit.

Jeden Tag zu spüren, dass man geliebt wird. Was gibt es denn schöneres?

Sehr gut getan hat mir demnach auch die Reorganisation meiner inneren Prioritätenliste. Ich bin im Ausland groß geworden. Reise andauernd durch die Weltgeschichte. Die große weite Welt läuft demnach nicht weg. Ich kenne sie gut genug, um mit beruhigtem Gewissen sagen zu können: du verpasst nichts, indem du in Ostwestfalen und nicht in London, Rio oder Tokio studierst. Im Gegenteil. Schritt für Schritt, sonst stolpert man. Schritt 1 also: ein Bachelor an der Uni Bielefeld. Schritt 2…den halte ich mir offen.

Ein weiteres „wo?“. Den Sommer habe ich in St Tropez verbracht. 6, oder waren es 7?, lange lange Wochen. Grundsätzlich ein traumhaftes Örtchen, aber leider verliert das ehemalige Fischerdörfchen Jahr für Jahr zusehens an Authentizität. Alle halten die Hand auf um auch noch den letzten Groschen aus den Taschen der „dummen Touristen“ zu ziehen. Man sucht: einen aufregenden Sommer mit Glitzer, Glamour und schönen Stränden? Man bekommt: Glitzer, sodass die Augen weh tun, Glamour, wenn man exorbitante Preise akzeptiert, schöne Strände, wenn man die unverschämten Preise erneut abnickt. Gratis dazu: frustrierte Kellner. Ich sag’s ehrlich: ich hatte Spaß, bin aber dennoch sehr enttäuscht, welch negativen Wandel St Tropez durchlaufen ist.

Aber die gesamte Gesellschaft dort nervt mich zur Zeit sehr. Der „Jetset“. Die Grundlage des „Jetset-denkens“ ist doch schon im Ansatz moralisch so bedenklich, dass man sich dieses nicht verinnerlichen sollte. Oder wie soll man das konstante Streben danach, anderen Menschen ein schlechtes Selbstwergefühl zu verpassen, indem man Ihnen durch Protz und Prunk zu zeigen versucht, sie seien einem haushoch unterlegen, sonst benennen?? Puh, ein langer Satz.

Naja, man muss ja nicht dort hin. Um ehrlich zu sein, man weiß es ja vorher. Wie gesagt, ich hatte im Kreise meiner Liebsten dennoch ein paar wunder wunder schöne Sommerabende.

Leider bin ich nicht dazu gekommen, ein paar weitere schöne Illustrationen zu kreieren. Der Wellengang war mit zu rau, ich hatte keinen Schreibtisch, ich hatte keinen Nerv.

Aber ich bin ein anderes Projekt angegangen. Alle unter Euch, die der kulinarischen Welt zugeneigt sind, werden sich evt freuen, denn ich habe fleißig Rezepte gesammelt und werde euch nun hin und wieder einen kleinen Einblick in mein privates Kochbuch erlauben :)

Nach St Tropez war ich eine Weile bei meinen geliebten Großeltern. Es war so wunderschön. Ich konnte mich so richtig fallen lassen. Es lebt sich dort so „unverdorben“. Eine Idylle, an der ich schon seit meinen Kindertagen hänge. Ich liebe den Wald. Jeden Tag mit Opa, Oma und den Hunden spazieren zu gehen war einfach so schön. Klingt zwar nicht besonders aufregend, aber das sollte es ja auch gar icht sein. Dinge, die mir gut tun – genau die habe ich gesucht und gefunden. Und nach einigen Partynächten in den Clubs der Cote ‚d Azur tat das Kontrastprogramm sehr sehr gut.

Mein schweizer Domizil werde ich so oft, wie nur möglich aufsuchen. Ich liebe Zürich. Sehr sogar. Toll, wenn man gleich zwei so schöne Orte „zu Hause“ nennen darf.

So, mein Schwesterchen wartet, dass ich sie zum Indianer umschminke. Der letzte Versuch endete, oder eher SCHEITERTE, indem nicht mehr als ein übergroßes, verzerrtes türkisches Auge ihre Stirn zierte. Aber alle guten Dinge sind….

Ich hab noch viel zu erzählen! Doch auf einen Schlag geht das nicht. Verliere sonst immer wieder den Faden. Den Anfang zu finden, fand ich persönlich alles andere, als einfach!

Doch jetzt ist es raus!

Bis morgen, oder übermorgen, oder… 😉

Love and kisses

Linda

 

 

 

Linda

In Bielefeld geboren, in Hong Kong aufgewachsen und nun in Düsseldorf und Zürich zu Hause. Ich singe für mein Leben gerne, schreibe, weil es der Seele gut tut und möchte vom Leben vor allem eines: Glücklich sein.

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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