Tuesdays with Linda

Einen wunderschönen guten Abend ihr Lieben!

Na? Produktiv gewesen? Mein Unitag war ja leider nicht besondern lehrreich. Egal. Dafür dann die nächste Woche!

Ich bin heute mal wieder auf ein Phänomen gestoßen, das mir schon früher öfters einmal aufgefallen ist.

Es geht um Namen. Bin ich eine typische Linda? Bist du ein typischer Tim, Tom, Luke, Ben, Christopher? Und du da, bist du eine echte Lisa? Und was macht einen echten XYZ eigentlich aus?

Namen sind sehr mit Klischees behaftet. Das beweist ein ganz einfaches Spiel, das ich einmal in einer Automatenspielhalle gespielt habe. Dabei ging es darum Steckbriefe fremder Menschen auszufüllen, dessen Bild man gezeigt bekommt. Unter anderen muss das Feld „Vorname“ aufgefüllt werden. Es gibt jeweils 3 Lösungsvorschläge. Meiner Trefferquote lag bei 98%. Die durchschnittlicher Trefferquote bei 74%. Zieht man die Betrunkenen ab, die den Automaten hin und wieder verwenden (stand in einer Spielhalle mit angrezender Kneipe, ja sehr asozial), dann liegt sie mit Sicherheit höher. Es hat also lediglich ein Foto gereicht um den Namen richtig zu bestimmen. Aber wie genau mir das gelungen ist…ich weiß es nicht. Ich denke dass ich automatisch den genannten Namen mit Gewissen Kriterien verbunden habe. Eine Veronika ist für mich immerzu verrucht, Mittelblond, lange Haare. Ein Blickfang für die Männer. Ein Sven hat hellbraune oder dunkel gefärbte Haare, ist groß, nicht unbedingt schlacksig, und in der Regel ein ruhiger Typ. Ein Dirk ist tiefgründig, erzählt aber nichts, wenn man es ihm nicht aus der Nase zieht. Eine Linda, der Übersetzung nach „die Schöne“…ihr dürft es beurteilen, aber seid lieb zu mir 😉

Aber das können unsere Eltern doch nicht vorher wissen? Als XXS Würmchen direkt nach der Geburt kann man solche Züge doch kaum beurteilen? Da sind wir doch auch noch neutral, oder nicht? Erziehen uns unserer Eltern also so, dass wir die Stigmata erfüllen, die sie bereits den gegebenen Namen zuordnen? Oder werden wir erst in der Pubertät zu „unseren Namen“?

Die kleinen Strolche sehen doch schon nach Ärger aus. Ein typischer Alfalfa. So Süß!

Eine lustige Szene aus Desperate Housewives: Susan Meyer spricht einen Mann namens „Dick“ an. – „You know, Dick, some people tell me that I’m not really a typical Susan…well, in your case….“.

Wer der Englischen Sprache nicht mächtig ist und den gerne erklärt haben würde, der darf sich natürlich melden. Aber strengt euch an und seid keine blonde Uschi 😉

Aber probiert das mal bewusst. Überlegt euch mal, wie eure typische Steffi aussieht, bzw wie sie sich verhält. Dann guckt euch bei Youtube einen Blog von einer x-beliebigen Steffi an. Wetten, dass es das eine oder andere Mal zu einem „genau so hab ich sie mir vorgestellt Erlebnis“ kommt?

Und wenn ich den Gedanken dann mal weiterverfolge: Können uns Namen schon unsympathisch sein? Ich habe einen Namen, den ich leider sehr negativ belegt habe. Nein, zwei sogar. Ich sage nicht welchen, will niemanden verletzten. Ich nenne sie einfach mal Annika, da ich ganz sicher keine Annika kenne. Jedes mal wenn ich den Namen „Annika“ höre, muss ich an diese bestimmte Person denken und bin der neuen „Annika“ gegenüber direkt etwas skeptisch. Auf jeden Fall bewahre ich zunächst etwas mehr Distance, als es bei einer anderen neuen Bekanntschaft wäre.

Ingrids sind mir zum Beispiel super sympathisch. Vielleicht, weil ich direkt die Wesenszüge meiner geliebten Oma in den Menschen hineinprojeziere. Giselas sind auch toll, super herzlich und sehr elegant. Ich projeziere also das positive Bild meiner Großmütter auf die anderen Menschen, die ihren Namen tragen. So geht es mir super oft.

Der Klang eines Namens ist wohl auch sehr wichtig. Ich mag melodische Namen bei Frauen. Daniela. Giulia. Bettina. Pia. Sehr italienisch geprägt. Meine Tochter könnte gut eine Georgina werden. Oder Paola oder eine Nina. Niemals jedoch eine Sarah oder Kira. Nicht, weil ich die Namen potenziell nicht attraktiv finde, ihnen fehlt einfach der Funke.

Aber nachwievor beschäftigt mich nun die Frage, wann wir anfangen „unserem Namen gerecht zu werden“.  Habe ich, als Linda, gar keine andere Chance, als die, eine typische Linda zu werden, weil mein Umfeld mich automatisch wie eine Linda aufnimmt? Und wie ist denn nun eine typische Linda? Woher kommen denn die Kriterien, die einer Linda zugeordnet werden? Irgendwo muss das ja mal angefangen haben? Kann man eine Linda der 50ger Jahre mit einer Linda unserer Zeit vergleichen? Hmmmm….Schwierig.

Mein vollständiger Name: Linda Daniela Rebecca. Es gibt Tage, da sei ich eine Rebecca. Das hat meine Mutter mir schon oft gesagt. Da sei ich besonders…brav und adrett. Eine Daniela bin ich vor allem dann, wenn ich gerade Spaß habe. Und eine Linda immer mal wieder 😉

Ist es demnach also besser, man lernt sich zunächst unter Falschem Namen, nein besser Nummern,  kennen? Ist man nur dann wirklich neutral? Oder mit Namen, dafür aber maskiert? Hmmm…Also ich weiß, dass ich von Anfang an von einem „Günther“ nicht wirklich angetan wäre. Klingt auch nicht so erotisch. Andererseits…wo die Liebe hinfällt. Hat wohl auch was mit der Generation zu tun. Es gibt also auch Verfallsdaten für Namen. „OldSchool“, ja das ist der Gunni wohl.

Ich würde mich freuen, zu hören, was ihr darüber denkt! Postet mir was oder schickt mir eine Nachricht :)

Wichtig ist nachwievor eins: Und zwar, dass ihr euch treu bleibt und mit euch selbst im Reinen seid. Wichtig ist weiterhin, dass ihr und vor allem IHR SELBST eurer handeln vertreten könnt. Eifert vor allem der Person nach, die IHR gerne sein wollt. Sei es eine Linda, ein Luke oder eine…Annika….

Hoffentlich habe ich euch etwas Gedankenfutter geliefert. Mich werden „Namen“ noch eine Weile faszinieren. Sowas lässt mir das erstmal keine Ruhe.

Love, hugs, kisses and a very good night!

Eure „echte“ Linda

 

Linda

In Bielefeld geboren, in Hong Kong aufgewachsen und nun in Düsseldorf und Zürich zu Hause. Ich singe für mein Leben gerne, schreibe, weil es der Seele gut tut und möchte vom Leben vor allem eines: Glücklich sein.

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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