Die listigen Listen des Alltages

Guten Abend ihr Lieben!

Kennt ihr das auch? Angebliche Chaosbewältigung und Schaffung der totalen Übersicht durch das Schreiben ellenlanger To-Do Listen?

Ich bin definitiv Meister dieser Disziplin. Wobei Nein, der Meister ist die Dame, die mir das Listenschreiben in die Gene gelegt hat…stimmts Mama?

Für mich stellen sie auf jeden Fall ein absolutes Phänomen dar, da sie binnen kürzester Zeit rapide wachsen, dann ein zwei Dinge tatsächlich gestrichen werden bevor sie letztendlich in den Untiefen meiner Handtasche verschwinden und Wochen später wieder ans Tageslicht gelangen. In der Zwischenzeit wurden eifrig neue Listen geschrieben, denen jedoch das selbe Schicksal blüht. So wandern die unbeliebten Aufgaben von Liste zu Liste, bis sie letztendlich dann erledigt werden.

Doch muss ich mir die Frage stellen: Hilfe oder eher Belastung?

Hilfe in sofern, dass ich tatsächlich an die eine oder andere Sache denke, die ich sonst vergessen hätte. Belastung, weil ich zur Erfüllung aller Aufgaben definitiv einen Tag mit 48Std bräuchte. Denn ich neige grundsätzlich dazu 25 Aufgaben zu viel darauf zu schreiben und setze mich somit selbst unter Druck. Denn schließlich will man die Liste ja auch abarbeiten. Ich neige zur Panik, wenn ich dann irgendwann merke, dass das so gar nicht geht. Oder ich werde frustriert.

Dennoch gilt: To-Do-Listen abhaken macht glücklich. Man ist produktiv. Oft sind es nur Kleinigkeiten „Lola bürsten“.  – „Päckchen bei DHL abholen“ . „XYZ anrufen“. Und doch machen diese kleinen Dinge auch glücklich. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. So ist es auch beim Aufladen des individuellen Glückpensums. Die Motivation, die mich nach dem Gefühl etwas abgeschlossen und erledigt zu haben durchströmt nutze ich für die noch ausstehenden Punkte. Natürlich herrscht hier auch der allseits bekannte Placebo-Effekt.  Alleine das Schreiben einer Liste mach mich ein wenig glücklicher. Wenn sie dann auch noch besonders schön und ordentlich geworden sind, mit kleinen Blümchen und Schmetterlingen verziert wurden oder in meinem Lieblingsnotizbuch stehen, dann scheint mein Hirn das Glücksgefühl des Abhakens schon vorzeitig zu erzeugen. Das ist vergleichbar mit dem Gefühl neue Stifte, Collegeblöcke und Ordner gekauft zu haben. Man hat zwar noch nichts geleistet, aber alleine durch die neuen Lerntensilien, fühlt man sich klüger.

Manchmal schreibe ich Listen aus reiner Langeweile. Machnmal, weil ich tatsächlich etwas erledigen möchte. Manche sind gefüllt von Belanglosigkeiten, manche sind wirklich Wichtig.

Innerlich habe ich eine lange Liste, auf der die Dinge geschrieben sind, die ich in absehbarer Zeit in meinem Leben erreichen möchte. Vergleichbar mit den klassischen Neujahresvorsätzen. Aber die Dinge auf dieser Liste sind mir wirklich wichtig. Ich weiß, dass ich sie erfüllen kann, wenn ich sie denn mit Herzblut verfolge. Für die Zukunft möchte ich noch mehr vom Leben wollen. Ich möchte noch mehr Dinge finden, die mich motivieren, die mich antreiben und die mir immerzu vor Augen halten, wir schön es ist zu Leben.

Müsste ich nun diese Liste schreiben, dann stünde da zum Beispiel folgendes:

 

#1 Leben. Lieben. Lachen.

Denn Ohne Liebe und Freude an den Dingen, die du tust, wirst du nie Erfüllung erfahren.

Ohne zu lieben, wirst du nicht zurückgeliebt.

Ohne zu lachen, verlierst du an Glanz. Die Leichtigkeit geht verloren.

Ohne zu leben…läuft eigentlich gar nichts.

 

#2 Gesund werden, gesund sein, gesund bleiben.

Was nützt uns unser Hab und Gut, wenn wir in einem kranken Körper nicht am Leben teilnehmen können?

Ich muss also stets gut auf mich aufpassen.

 

#3 Musik machen. So richtig befreit singen.

Wenn ich singe, dann bin ich glücklich. Für Mama war es schon immer ein Indiz dafür, dass ich wirklich glücklich war/bin, wenn ich ihr die Ohren vollgeträllert habe.

Ich hoffe meine Musik zeigen zu können. Ich will neue Projekte angehen, auf die ich stolz sein kann. Die ich auch gerne zeige.

 

#4 Mein Studium durchziehen.

Was ich anfange, ziehe ich durch. Ich will endlich etwas in der Hand haben.

 

…das sind nur ein paar Dinge, die auf dieser Liste stehen. Einige sind zu intim, um sie zu veröffentlichen. Einige will ich einfach nicht verraten. Einige würde euch nicht interssieren. Aber das ist auch egal. Sie als Ziel vor Augen zu haben, macht mich glücklich. Diese Liste macht mich zu dem, was ich bin.

Schreibt auch mal eine Liste. Ich bin gespannt, was dabei alles zustande kommt.

Aber denkt an das Zeitmanagement 😉

Manches, verschiebt man doch besser auf morgen 😉

In dem Sinne eine wunderbare Nachtruhe!

Love hugs and kisses

Linni

 

Linda

In Bielefeld geboren, in Hong Kong aufgewachsen und nun in Düsseldorf und Zürich zu Hause. Ich singe für mein Leben gerne, schreibe, weil es der Seele gut tut und möchte vom Leben vor allem eines: Glücklich sein.

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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