Wachgeküsst…

Guten Morgen ihr lieben,

heute waren es nicht die zwitschernden Vögelchen, die mich aus meinen Träumen geholt haben! Nein…es war ein so zärtlich schöner Kuss auf meine Nasenspitze, der von einer feinen Duftnote der Marke „Caesar feine Rinderstreifen im Ragout“ veredelt wurde. Lola hatte es besonders eilig in den Tag zu starten. Normalerweise ist der Hund ein Morgenmuffel, heute strozt sie nur so vor Energie.

Schön anzusehen :) Sie rennt wie eine wilde durchs Wohnzimmer und tötet gerade eine Plüschmaus. Pure Lebensfreude. Ich wünschte nur, ich könnte das selbe von mir behaupten.

Ich bin nun seit Wochen ewig träge und kämpfe gegen etliche Grippe und Erkältungssymptome an. Es gibt bessere und schlechtere Tage. Meine hämmernden Kopfschmerzen versprechen leider nichts gutes. Und das an einem Tag, an dem gleich zwei Mathevorlesungen auf meinem Stundenplan stehen. Will denn wirklich keine für mich in „Analysis 1“ oder „Statistik“?

Ach, was nützt es zu jammern und zu klagen. Ich mache heute Nägel mit Köpfen, lasse mir ein wenig Blut abnehmen und dann sollen die lieben Ärzte schleunigst herausfinden, was mich so belastet und noch viel wichtiger: wie sie es wieder weg bekommen. Etwas schlimmes kann es nicht sein, dazu bin ich zu regelmäßig bei diversen Kontrolluntersuchungen. Bleiben also nur noch die klassischen Virusinfektionen oder eine Entzündung, die es sich irgendwo in meinem Körper gemütlich gemacht hat.

Schon faszinierend, wie sehr die physische Gesundheit die psychische Stabilität beeinflussen kann. Bin ich körperlich nicht fit, tendiere ich schnell dazu leicht melancholisch und schwermütig zu werden. Lustlosigkeit in jederlei Hinsicht. Nervt einfach. Ich will wieder vor Elan und Tatendrang sprudeln und nicht wissen wohin mit meiner ganzen Energie. Ich will keine Schlaftablette mehr sein. Heute ist also der Tag meines Befreiungsschlages aus dem Club der Ärztemuffel.

Ich weiß nicht woher meine Aversion gegen den Gang zum Arzt entspringt. Die Wartezeiten? Ne, geht eigentlich immer recht schnell. Die oft unfreundlichen Empfangsdamen? Hmm..ne so gravierend kann deren Eindruck auf mich nicht sein. Der sterile Geruch in der Praxis? Ne, eigentlich eher die Vorstellung, im Wartezimmer mit x-tausend Viren und Bakterien konfrontiert zu sein. Also ich fasse da nichts an. Bääääh. Ein Gang zum Arzt steht wohl immer in direktem Zusammenhang mit einer kleinen Offenbarung. Das Leidensbild muss schließlich erläutert werden. Es müssen demnach manchmal auch intime Details verraten werden, die man einfach nicht gerne bespricht. „Ja, der Fußpilz hat sich anscheinend über 4 Zehen verteilt…“ TOI TOI TOI – einen Fußpilz hatte ich noch nie. Liegt vermutlich auch daran, dass ich Freibäder und ähnliche Einrichtungen konsequent meide. Ekelhaft. Diese wahren Fußpilzsuppen namens „Fußbad“. Aber genug über Füße. Sonst kommt mein Quark gleich wieder hoch.

Nochmal zum Thema Ärztemuffel: ich finde das ganze hat auch einen großen Vorteil. Dadurch, dass man nicht bei jedem kleinen Schnupfen zum Arzt rennt, ist man dazu gezwungen, sich mit seinem eigenen Körper etwas intensiver auseinander zu setzen. Man möchte ja schließlich, dass die Symptome irgendwann abklingen. Man lernt also seine Gesundheit in die eigene Hand zu geben und gibt hoffentlich etwas mehr Acht auf Körper und Geist. Wichtig ist jedoch, rechtzeitig die Notbremse zu ziehen, wenn man merkt, dass man mit seinen Hobbydoktor Kenntnissen gegen eine Wand fährt. Also wichtig ist, dass man unterscheiden kann zwischen: Wann MUSS ich zum Arzt? und Wann kann ich mir selbst helfen?

Aber wer sich ein wenig mit sich selbst auseinander setzt und weiß, wie der eigene Körper tickt, der sollte diesen Zeitpunkt auch rasch erkennen.

Hobbyärztin Linda ist mit ihrem Latein am Ende. Ich bin schon so weit, dass ich meine Symptome brav bei google eingebe und in eine regelrechte Cyberhchrondrie verfalle. Not cool. Also auf gehts!

Ihr bleibt bitte alle gesund! Also warm anziehen, nicht mit nassen Haaren vor die Tür und immer brav Vitamine zu sich nehmen! Ihr habt nur diesen einen einzigen Körper und der soll euch doch noch eine ganze Weile lang begleiten. Also schont ihn und gönnt ihm auch mal eine Pause.

Love hugs and kisses

Linni

Linda

In Bielefeld geboren, in Hong Kong aufgewachsen und nun in Düsseldorf und Zürich zu Hause. Ich singe für mein Leben gerne, schreibe, weil es der Seele gut tut und möchte vom Leben vor allem eines: Glücklich sein.

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

Date?

Oktober 2011
M D M D F S S
« Sep   Nov »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  
  • IMG_1620_Fotor

  • cloud

Love