Die Natur

Grüße aus dem Tiefdruckgebiet.

Na, schlägt Euch das liebe Teifdruckgebiet auch so richtig schön aufs Gemüt?

Raubt es Euch den Elan? Seid Ihr lustlos und kriegt irgendwie nichts voreinander?

Ja? Dann willkommen in Deutschland!

Doch da hilft kein jammern und kein klagen! AUFRAFFEN ist angesagt.

Wir leider vermutlich alle unter chronischem Vitamin D Mangel, die Sonne ist längst in Vergessenheit geraten. Aber „hängen lassen“ ist doch uncool. Ich habe meinem Dasein als Couchpotato heute Mittag ein Ende gemacht, indem ich trotz Regen, Mocke und Wind mit klein Lola eine Stunde durch die Gegend gelaufen bin. Power Walking. Schöne Musik auf die Ohren. Man achte bei der Songwahl darauf, dass Wörter wie „Sunshine“, „Summer“, „Hot Love“, „St. Topez“ und „Ibiza“ eine möglichst hohe Frequenz vorweisen. Finger weg von „The Fray“ oder „Evanescence“. Mein Power-Song „Domino“ von Jessie J. Die Frau ist sowieso genial.

Mein Abend hingegen – eher gemütlich. Papa hat gekocht. Feinstes Rinderfilet. Auf Rucola und angedünsteten Tomaten. Kochen kann er in der Tat.

Am Montag geht die Uni wieder los. Es wird aber auch Zeit. Bei dem Wetter ist es ja schon ohnehin gefährlich in eine grundliegende Trägheit zu verfallen – ist man des weiteren auch intelektuell nicht gefördert, so neigt man schnell dazu melancholische Züge zu entwickeln. Leicht depressiv werde ich gerne einmal, wenn mir schlicht die Decke auf den Kopf fällt und ich meine Zeit als „sinnloss veronnen“ einstufen muss. Ab Montag gibts wieder Nahrung für’s Köpfchen.

Könntet ihr ewig im Urlaub sein?

Ich genieße einen langen, sorgenfreien Sommer. Einen Skiurlaub, einen Städtetrip…Freizeit ist einfach toll, wenn man sie zu gesalten weiß. Doch irgendwann komme ich immer an den Punkt, an dem ich mich nach etwas Struktur im Alltag sehne. Ich bin kein Fan des klassischen „in den Tag hinein Lebens“. Zugegeben, manchmal kann das sehr angenehm sein, aber ab einem gewissen Punkt gehe ich mir selbst so furchtbar auf die Nerven, dass ich glatt mein ganzen Umfeld mit meiner Down-Laune verpesten könnte. Und das will ich wirklich niemandem zumuten.

Klagt also nicht, dass ab Montag die Arbeit wieder losgeht, sondern freut Euch eher, dass Ihr mit dem Zugang zu Bildung gesegnet seid. Denn auch im 21. Jahrhundert ist das leider nicht selbstverständlich.

Wichtig finde ich es immer, dass auch die Freizeit hin und wieder kreativ und vor allem produktiv genutzt wird. An Tagen, wie diesen desinfiziere ich meinen Kühlschrank (wusstet ihr, dass es bei den meisten Menschen in den Toiletten sauberer ist, als im Kühlschrank?) oder ich sortiere meinen Kleiderschrank um. Oder ich dusche die arme Lola. Sie duftet gerade ganz wunderbar nach Pantene Pro V Aqua-Light. Der arme Hund. Aber das Erledigen solcher scheinbar unwichtigen Kleinigkeiten gibts mir dennoch das Gefühl meine Zeit effizient genutzt zu haben.

Mein Papa hat auch noch bis Montag Urlaub. Er hatte sich am Anfang seinen Urlaubes vorgenommen den Tag mit jeweils „einer guten Tat“ zu verbringen. Das hat auch geklappt. Sein iPad ist nun eingerichtet. Apple TV läuft. Die Kinder haben neue Kindertische von IKEA. Die Garage wurde entrümpelt. Sowas eben.

Es mag zwar furchtbar spießig klingen. Vielleicht auch nicht altersgemäß, denn die Jugend soll doch noch ein „Trashy Dasein“ genießen dürfen, aber das ist mir egal. Ich freue mich über eine wohl-riechende, schön sortierte Wohnung. Ein ordentlicher Kühlschrank macht mir mehr Hunger. Es schmeckt dann auch besser.

Ich gehe noch einen Schritt weiter und behaupte, dass sich mein Geist einfach freier entfalten kann, wenn um mich herum mehr oder weniger die Ordnung herrscht. Ich klinge schon wie Nena. Die alte geht mir leider tierisch auf die Nerven. Ja sicher, sie sieht für ihr alter bombastisch gut aus und ich kann mir nur wünschen, mit über 50 auch noch in IRO Jacken eine so tolle Figur zu machen, aber wer braucht denn bitte diesen ganzen „Nena-Schulen-Ooooohmmmm-Buddha-Peace-on-Earth“ Trip? Der darf sich mit den 99 Luftballons verziehen.

Ich habe im Netzt recherchiert um für Euch die Top 10 der „Beschäftigungsideen bei schlechtem Wetter“ zusammen zu stellen. Hier nun die Ergebnisse:

  1. Sex
  2. Lesen
  3. Film gucken
  4. Musik hören
  5. endlich mal aufräumen
  6. stundenlang die Freunde am Telefon nerven
  7. einfach im Bett besseres Wetter abwarten
  8. natürlich Sex
  9. Stricken
  10. Bloggen

So, nun wisst ihr Bescheid. Ist wohl für jeden was dabei. Man beachte, dass die Reihenfolge der Auflistung rein zufälliger Natur ist und keinerlei Wertung darstellen soll 😉 Außerdem sind das nich meine Ideen, ich übernehme demnach keine Verantwortung.

Die letzte Tätigkeit, der ich heute Abend noch nachgehen werde, ist „Das Ding“ von John Carpenter zu gucken. Richtig schöner High-End Trash.

Ach ich war gestern im Kino, das gehört meiner Meinung nach auch in die Liste, und habe mir den Justin Timberlake Film „In Time“ angeguckt. Nun frage ich mich jedoch: Wer erstattet mir meine Zeit zurück? Ich fand ihn durch und durch schlecht. Eine Amanda Seyfried, die mit ihren Glupschaugen und der Schnute, die sie stets zu ziehen pflegt, schlichtin einem XXL-Fisch ähnelt. Ein Justin Timberlake, der sich selbst zum Sterben zu schön findet. Gruselige Uhren, die grün durch die Haut der Menschen leuchtet und ihnen immer wieder vor Augen führt, wie viel, bzw. wie wenig Zeit ihnen noch zu leben bleibt. Es ist Hollywood, also natürlich ein super-cheesy Happy End. Neeeee. Der Film ist Sch***e. Mein nächstes Kinoerlebnis wird die Stieg Larsson Neuverfilmung von „Verblendung“. Wenn der nicht gut ist, dann verklage ich Cinemaxx auf Schmerzensgeld.

Ich habe mir leider den Nacken gezerrt. Mal wieder. Mache mich nun auf dem Sofa lang und werde keinen Finger mehr rühren.

Sweet Dreams, Happy Saturday, Great Parties, love hugs and kisses

Linni

Linda

In Bielefeld geboren, in Hong Kong aufgewachsen und nun in Düsseldorf und Zürich zu Hause. Ich singe für mein Leben gerne, schreibe, weil es der Seele gut tut und möchte vom Leben vor allem eines: Glücklich sein.

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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