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Grüner wird’s nicht.

Guten Abend Ihr Lieben!

Ich sitze in meinem Wohnzimmer, schaue aus dem Fenster und bin überwältigt von der Farbpracht da draußen. Ein Grün, so satt, dass es nahezu in den Augen sticht. Der Fuchsiafarbene Rhododendronstrauch, die Maiglöckchen….und dazu eine Weide voller kleiner Lämmchen. Eine wirklich schöne Frühlingsidylle.

Wirkllich, ich schwebe nahezu in einem Rausch der wonnigen Frühlings-, darf ich schon SOMMER-Gefühle sagen???

Aufgestanden (Endlich mal lange geschlafen), mit dem Fahrrad in die Stadt – lernen im Café – in der Sonne.

Dann mit dem Fahrrad wieder Heim – natürlich dabei Sonne.

Ab auf die Terrasse – neue Sitzgarnitur – lernen in der (jetzt kommt’s) SONNE!

Auch Lola hat das total genossen. Lag platt, wie ’ne Flunder auf ihrem Lammfell und hat sich aufwärmen lassen.

Wie viel schöner die Welt doch gleich aussieht, wenn es überall so schön grünt und das Licht alles so schön beleuchtet :)

Ich habe diese Woche empirische Erfahrungswerte zum Thema „Offene Kommunikation“ sammeln können.

Und ich habe – mal wieder – herausgefunden, dass es sich lohnt den Mund aufzumachen. Vorausgesetzt natürlich, das, was man sagt ist a) die Wahrheit und b) authentisch und c) nachhaltig.

Es lohnt sich nicht einen riesigen Kloß im Bauch herumzutragen, der immer wieder auf Leber, Niere und andere Organe drückt. Ich denke, Ihr wisst was ich meine, wenn ich sage, dass Menschen dazu neigen unangenehme Dinge von sich fern zu halten und am liebsten ganz unter den Tisch fallen zu lassen? Damit geholfen ist jedoch absolut niemandem.  Ist einmal der berühmt Wurm drinne, so wird jede weitere Aussage nahezu totinterpretiert. Man will alles falsch verstehen, man sucht die Fehler, ja mal will sich einfach aufregen. Daraus resultiert dann meistens eine Grundstimmung, die dem Gefrierpunkt gleicht. Nein. Das ist wirklich nicht schön.

Tapfer und mutig bin ich also an die Front geschritten, habe mein Herz ausgeschüttet, ALLES angesprochen und…..pufff….vergeben und vergessen. Vor allem aber VERSTANDEN. Denn das ist immer das aller aller wichtigste. Das man sich VERSTEHT. Nicht nur im Sinne von „Ja, wir sind Freunde“, sondern von JA, ich WEIß WAS DU MEINST UND ICH KANN DAS AUCH NACHVOLLZIEHEN.

Dann kann man sich ggf. entschuldigen/vertragen und einfach wieder lieb haben.

Denn die meisten Streitereien führen doch dazu, dass man erkennt, wie sehr man einander doch eigentlich am Herzen liegt. Streit kann also auch gesund sein.

Ich behaupte immerzu, dass eine Beziehung, in der nicht gestritten wird, auch gleichzeitig eine Beziehung ist, in der nicht richtig kommuniziert wird. Und das ist verdammt ungesund. Man MUSS hin und wieder mal streiten. Oder einfach mal Zicken. Denn – das lerne ich auch gerade im schönen Fach der Medientheorie – zwei Menschen können niemals ein 100%ig identisches Verständnis eines Sachverhaltes haben. Jeder interpretiert eine Aussage/Situation anders. Manche Meinungen gleichen sich dann mehr, als andere. Die findet man dann natürlich sympathischer. Wir Menschen neigen ja auch dazu, Meinungen, die mit unseren eigenen korrelieren, besonders positiv zu empfinden. Meinungen, die den unseren am ähnlichsten sind, nehmen wir natürlich auch eher an.

Aber man ist auch nur Mensch. Man MISSVERSTEHT sich. Man VERSTEHT sich. Man meint mehr oder minder dasselbe oder etwas ganz anderes. Doch das magische Wort zu einem gesunden Nebeneinanderliegen heißt: Kommunikation.

Geht man nach Niklas Luhmann, so funktioniert unsere Welt ohne Kommunikation nicht.

Jetzt wird’s (Medien-)theoretisch.

Wir alle sind in Systeme verpackt bzw. stellen diese Systeme dar. Das jeweilige System befindet sich in seiner individuellen Umwelt. Innerhalb des Systems wird kommuniziert. Es MUSS kommuniziert werden. Dadurch das einmal kommuniziert wird, wird weitere Kommunikation stattfinden (z.B. über die gerade kommunizierten Inhalte), diese Anschlusskommunikation provoziert dann wiederum Kommunikation (Nach dem Motto: „du, nach der letzten Vorlesung habe ich das ganze nochmal mit XYZ besprochen und wir sind beide der Meinung, dass die Klausur morgen total überflüssig ist und Linda schon dazu treibt, komische Sachverhalte in ihrem Blog möglichst mit Klugscheißer Attitüde auszudrücken). Hören wir auf zu kommunizieren, so zerfällt das System.

Back to real life: Kommunizieren wir in einer Beziehung nicht (platonisch, sexuell – JEDE Art der Beziehung) so wird sie ganz sicher in die Brüche gehen.

Denn dann schließt sich der Teufelskreis wieder. Man beginnt zu interpretieren. Wer keine Auskunft bzw. eine klare Meinung geliefert bekommt, der denkt sich seinen Teil. Und dass eine Interpretation sehr subjektiv ist und gerne mal nach „hinten“ losgehen kann, das brauche ich Euch nicht zu erklären. Bei meinem Artige über das berüchtigte „Kopfkino“ bin ich da bereits im Detail drauf eingegangen.

Deshalb kann ich Euch nur raten: Learn from my mistakes. Macht den Mund auf.

Schafft die Spannungen aus der Welt. Sonst könnte sich die Spannung schlagartig in besonders aggressiven Verhalten abbauen. Doch das wird dann sicherlich unschön.

Nochmal zur Klausur: Morgen steht Medientheorie an.

Da geht’s dann um Werbung und ihre Wirkung. Um die Medien im Allgemeinen und deren Wirkung. Um Theorien rund um unser Verhalten im Bezug auf Medien und Kommunikation. Alles sehr interessante Themen. Vor allem alles sehr sehr aktuell. Leider jedoch auch sehr sehr umfangreich. Ich habe mich wirklich vorbereitet, bin dennoch sehr aufgeregt. Ich weiß einfach nicht genau, was mich erwartet. Aber so geht’s wohl allem im MW08 Kurs. Gemeinsam sind wir stark.

Die Deutschen schauen im Schnitt 220Minuten am Tag fern. Das sind in etwa 1.5 Spielfilme. Ganz schön viel. Wo nehmt ihr denn Eure Bildung her??

Ich kann gewiss nicht mehr ohne das Internet. Ihr vermutlich auch nicht, sonst würdet Ihr Euch nicht die Zeit nehmen, diesen Artikel zu lesen.

Aber mich nervt gleichzeitig dieses ständige „online“ dasein. Manchmal bin ich auch ein Technik-Muffel und bekommen dann gerne mal ärger, wenn ich nicht nach 1,453 Sekunden auf eine Whatsapp! Nachricht antworte.

Medien erweitern unsere Kommunikationsmöglichkeiten. Ich könnte niemals laut genug schreien, sodass mich Mama in Zürich hören könnte. Nein, ich greife zu Telefon. Ich könnte auch niemals groß Genug schreiben, dass die Nachricht in Düsseldorf lesbar wäre. Ich tippe meine Gedanken ins Handy oder haue sie in mein MacBook. Alles schön und gut. Gleichzeitig jedoch, führt das ganze zur Amputation. Amputation in dem Sinne, dass ich meinen Telefonpartner weder sehen, noch riechen, noch fühlen kann. Jegliche Information muss ich seiner Stimme entnehmen. Das finde ich nicht wirklich authentisch, denn eine Stimme kann man leicht verstellen. Ein Lachen kann – vor allem so monophon über’s Telefon – sehr echt klingen. Face to Face communication. Ehrlich. Ursprünglich. Primär-medial. Sympathisch.

Mein Motto: lieber einmal weniger reden, dafür aber vis a vie. In einem gemütlichen Café. Zu Hause. In einer Bar. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

So, muss mich nun zur Ruhe zwingen. Mein Kopf rattert und rattert, so viele Informationen müssen verarbeitet werden.

Glotze an – die Tagesration an Fernsehen konsumieren, dazu ne leckere Wassermelone verputzen und dann mit XXL Wasserbauch ins Bett fallen. Ja, das habe ich nun vor.

Mal sehen ob ich es tatsächlich schaffe, mich auf’s Sofa zu kuscheln. Ich bin irgendwie rastlos. Nein. Voller Tatendrang. Voller Ideen. Ok, muss die Energie nutzen. :)

Ich wünsche mich nun an den Strand von La Jolla…so wie früher immer…ein BBQ am Strand…to good to be true…nun stellt sich Fernweh ein. Aber das ist irgendwie ein schönes Fernweh…Hach…Vorfreude kann so großartig sein.

Euch wünsche ich auch ganz viele Sommergefühle, schöne Gespräche und vor allem einen schönen Abend mit darauf folgender ruhiger Nacht!!

 

Love hugs and Kisses

 

Eure Linda

Linda

In Bielefeld geboren, in Hong Kong aufgewachsen und nun in Düsseldorf und Zürich zu Hause. Ich singe für mein Leben gerne, schreibe, weil es der Seele gut tut und möchte vom Leben vor allem eines: Glücklich sein.

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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