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5 mal gerade sein lassen….

Guten Abend ihr Lieben,

ja, in der Tat: Ich lebe noch und erfreue mich *toi toi toi* allerbester Gesundheit.

Und nun melde ich mich aus einem – zugegeben- sehr langem Sommerloch zurück. Ich hab’s einfach nicht geschafft, mir die Muße zu nehmen und meine Aufmerksamkeit einem netten neuen Artikeln zu widmen.

Die letzten Wochen waren ereignisreich, aufregend, sehr turbulent, auch mal kurz traurig aber vor allem toll! Und produktiv. Und sehr wertvoll.

Ich habe gelernt.

Was ich gelernt habe? – Zum Beispiel übe ich mich in GELASSENHEIT. Einfach etwas zurück zu schrauben. Die Dinge geschehen zu lassen. Sie zu genießen. Klar, ich werde vermutlich ein Leben lang damit zu kämpfen haben, mir immer einen Hauch ZU viele Sorgen um alle zu machen. Ich werde stets ein wenig ZU sehr versuchen alles perfekt zu organisieren und werde sehr ehrgeizig sein um auch ja das bestmögliche Ergebnis zu erreichen.

Aber das sind alles Attribute, die mich ausmachen. Die will ich auch gar nicht loswerden (seit wann sind denn Ehrgeiz und Einsatz schlecht??), ich will nur lernen sie richtig einzusetzen und auch mal im Richtigen Moment auszuschalten. So lebt es sich nämlich leichter.

Nicht falsch verstehen, ich bin immer noch fest der Meinung, dass man sein Ziel nie aus den Augen verlieren sollte und auch ganz ganz hoch nach den Sternen greifen sollte. Aber hin und wieder mal kurz die Augen zu machen. Oder mal nach links und rechts schauen. Dann später wieder geradeaus. Man ist nur ein einziges Mal jung. Erwachsen ist man dann lange genug.

Mein Sommer war wunder wunder schön. Anders, als die letzten. Aber das ist etwas gutes. Mein Sommer war genau so, wie ich ihn gebraucht habe.

Familie und beste Freunde an meiner Seite. Sand, Strand, Meer, Boot, Sonne, gutes Essen, meine Hunde, Inliner, viel frische Luft, bummeln durch’s traumhafte Palma, unfassbar tolle Sonnenuntergänge…alles da.

Mein Posh-Party-Pensum (PPP) war von den letzten Jahren so erschöpft, ich hatte keine Lust auf einen Urlaub, von dem ich mich zu Hause erst wieder erholen musste. Nein. Einmal Power-Party-Pause (PPP2). Im nächsten Jahr wieder. Dann aber richtig 😀

Nun stehen auch noch so wunderbar schöne Tage und Wochen an. Dann ist auch schon wieder Weihnachten. Wo ist die Zeit geblieben? Ich werde wohl niemals aufhören, mir diese Frage zu stellen. Und wenn es tatsächlich stimmt, dass sie im Alter immerzu schneller und schneller vergeht, ja dann muss ich doch erst recht JETZT leben.

Leider habe ich auch mal wieder eine traurige Beobachtung machen müssen. „Meine“ Generation ist „gebrainwashed“. Ständig wird kommuniziert. Klingt zunächst doch super. Man tauscht sich aus, man unterhält sich. Grundsätzlich super. Nur leider ist die Plattform bzw. die Distanz über die diese Kommunikation stattfindet das traurige. Denn diese findet fernab des wirklichen Lebens nur im Dunstkreis diverse Smartphones statt. Man trifft sich zu Blackberryparties. IPhone-Dinners. Diese ätzenden kleinen Dinger gehen mir so furchtbar auf die Nerven. Schreibt man Anja Mustermann via Whatsapp, so erfolgt weniger Sekunden später eine Floskelhafte Antwort die verziert von diversen Emoticons doch recht niedlich aussieht. Ruft man ebendiese an, so geht natürlich niemand ans Telefon. Denn das würde die Kommunikation ja auf eine ganz andere Ebene heben. Das wäre doch zu persönlich. Denn man muss spontan antworten. Sich LIVE und OHNE VERZÖGERUNG austauschen. Das gelogene „Oh, sorry, hab deine Nachricht gerade erst bekommen…“ Geschwafel ist hier nicht möglich. Man muss reagieren ohne ewig darüber nachzudenken. Ich habe das Gefühl, dass die meisten genau das verlernt haben. Oder sich davor fürchten. Oder einfach zu faul sind. Ich finde es jedenfalls furchtbar.

Zugegeben; auch ich kann nicht mehr ohne mein iPhone und warte schon gespannt auf den Tag an dem der Briefträger ENDLICH mein neues Schätzchen an meine Haustür trägt.

Aber ich würde ein ehrliches Face-to-Face Gespräch jedem noch so multitaskingfähigen Gerät bevorzugen. Außerdem finde ich es einfach nur unhöflich, wenn mein Gegenüber sich mehr für seinen Instagramm Account interessiert, als an mir. Dann doch lieber ganz zu Hause bleiben.

Am Rande sei jedoch gesagt, dass ich Instagramm in der tat sehr gerne habe :)

Heute ist so ein herrlicher Couchabend.

Die Asi-Popstars Kandidaten kämpfen um den Einzug in eine Band, in der sich der Grad des asozialen gipfelt. Es ist sogar – noch – eine Schweizerin dabei. In Zürich findet das Filmfest statt und alle geiern einen Scientology – gesteuerten John Travolta an. Suuuuper…Rutscht nicht auf seiner „Grease“-Spur aus…wahnsinnig witzig bin ich heute Abend.

Lola liegt auf meinem Bauch, Amy zu meinen Füßen. Ich habe den Grill anwerfen können, denn das Wetter hat sich spontan dazu entschieden heute doch wunderschön zu werden.

Nun koche ich mir einen riesen Pott Ingwer-Tee und freue mich einfach sehr darüber absolut GAR NICHTS tun zu müssen. Herrlich.

 

Ich wünsche Euch einen ebenso herrlich faulen Abend.

Love hugs and kisses

 

Linni

 

Linda

In Bielefeld geboren, in Hong Kong aufgewachsen und nun in Düsseldorf und Zürich zu Hause. Ich singe für mein Leben gerne, schreibe, weil es der Seele gut tut und möchte vom Leben vor allem eines: Glücklich sein.

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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