Mit little Piggy

Warte mal kurz, ich google dich mal eben…

Halli Hallo ihr Lieben,

da meldet sich die verschollene Bloggerin doch nochmals zu Worte.

Hab zur Zeit ein anderes „Baby“, dem ich meine Aufmerksamkeit schenke.

Gitarre schraddeln. Dazu singen. Jede freie Minute geht dabei drauf. Und das hier kommt natürlich zu kurz.

Bald, wenn ich zufrieden mit dem Song bin, gibt es auch eine Kostprobe für Euch :)

Aaaaaaaaaber. Vorher muss ich mal wieder meine Abneigung gegen die Social-Network-eritis deutlich machen.

Ja, in der Tat. Ich bin nachwievor OFFLINE. No Facebook. No Instagram. No Twitter. No Flickr….They tried to make me go to Facebook but I said NOOO NOOO NOOO!

Und das ist auch gut so.

Mir ist nämlich etwas aufgefallen.

Für die einigen ist es ein Fremdwort, für die anderen ist es veraltet, ich finde es wunderschön: die Romantik. Die Spannung wenn man mit fiebrigen Wangen die anstehende Verabredung erwartet. Tausend Fragen schießen einem in den Kopf. Wie ist er denn so? Was macht er beruflich? Ist er spontan? Teilen wir den gleichen Musikgeschmack? und und und….Zu offline Tagen musste man sich wirklich die Zeit nehmen, jemanden zu treffen – im ECHTEN Leben- um sich einen Eindruck zu verschaffen.

Heute ist das anders. Erste Begegnung, dritte Frage nach „Wie heißt du und wo kommst du her?“ – Hast du Facebook?

Dann wird innerhalb kürzester Zeit eine Gesamtanalyse des Gegenübers gestartet. Man erstellt sich anhand der dämlichen Profilangaben ein eigenes Profil der Person, die einem vielleicht sogar gefallen könnte. Doch dann sieht man: Ach, der ist ja auch mit Karl Heinz Müller befreundet, ne, der kann nicht sympathisch sein!

Fußballverein: 1. FC. Köln?! Sorry, ich bin Fortune…das geht ja mal gar nicht.

Wie, der hört Metallica?! Ach du Sch….und warum liked der so viele Victoria’s Secret Engel? Der kriegt also keine ab…da muss ja ein Haken sein.

Oh nein…auf Bildverlinkung Nr. 357 läuft er in Gucci herum…ist zwar von 2008, aber ne…das geht gar nicht.

FAZIT: aussortiert. Anonym aussortiert.

Aber vielleicht wäre genau ER derjenige gewesen, der einen nach 3 Minuten eines ECHTEN Gesprächs so zum Lachen gebracht hätte, dass man ihm am liebsten weitere 3 Stunden lang nur zuhören würde. Und evt. ist es genau ER, dem der 1. FC. eigentlich total egal ist, weil er lieber mit DIR zu Hause auf dem Sofa sitzen und einen Film gucken würde, der Euch sogar beiden gefällt. Vielleicht findet er Karl Heinz Müller genau scheußlich, kennt ihn jedoch aus Kindheitstagen und ist zu einfühlsam um ihn aus seinem Netzwerk zu löschen (der KHM hat sonst keine Freunde). Demnach hat er ein großes Herz.

Hey, genau DAS würdet ihr jedoch niemals herausfinden. Denn ihr habt Eure Schublade längst geöffnet, gefüllt und bombensicher verriegelt. Schade drum. It could have been him….

Klar, das eigentliche Kennenlernen läuft über social Networks viel einfacher. Wer flirtet heutzutage denn schon noch in der Bahn? Oder an der Supermarktkasse? Oder wo auch immer…Und seien wir mal ganz ehrlich. Die meistens von uns glotzen doch ohnehin nur auf das Smartphone. Man stoplert zufällig über ein Profil oder sucht ganz gezielt, nachdem man ihn auf einem Bild gesehen hat, auf dem er verlinkt ist.

Dann ein kleiner Klick auf das nervige „anstupsen“ Feld oder (für die ganz mutigen) direkt eine Freundschaftsanfrage. Welcome to my network. Willst du mich kennenlernen?

Jedem das seine. Manchmal hilft die Mattscheibe, über die kommuniziert wird enorm. Sie schafft eine Distanz. Eine schützende Distanz. Denn nicht jeder ist so mutig, und spricht das Objekt der Begierde einfach an. In der echten Welt.

Aber diese Facebook-eritis setzt sich leider in den Beziehungen selbst dann fort. Linda ist im Bazzar Cafe – mit XYZ. Nun ist Linda am Rhein – mit XYZ. Nun ist Linda im Kino – mit XYZ. Ganz schön Transparent das ganze. Und dazu auch ganz schön anstrengend.

Ich erinnere mich an ein Dinner, in sehr schönem Ambiente. Ein edler Schluck Champagner auf dem Tisch, getrüffeltes Carpaccio auf dem Teller, dazu leise eine italienische Arie im Hintergrund…Romantik Pur. ABER: ich habe meinem Gegenüber den Vorschlag gemacht, sein Smartphone an meine Stirn zu kleben, damit ich wenigstens das Gefühl habe, er würde in meine Richtung schauen. Ich habe ein freches Mundwerk, den Spruch WOLLTE ICH MIR NICHT VERKNEIFEN.

Böse Zungen könnten behaupten, ich sei ein langweiliger Gesprächspartner, aber wer redet schon gerne gegen eine Fassade, deren Inhalt gerade virtuell unterwegs ist und mit Leuten in Kanada und co kommuniziert?

Langweilig? -Ja. Unhöflich? – Oh ja.

Danach gab es auch keine schönen und romantischen Dinner mehr. NOT MY CUP OF TEA.

Eins steht für mich fest: ich werde niemals eine Dreiecksbeziehung mit Mark Zuckerberg führen wollen. Auch nicht mit Black Berry Messenger. Und auch nicht mit Whatsapp.

In Maßen ist das alles OK. Nein, sogar cool. Es macht spaß so unangestrengt zu kommunizieren. Aber das ist ein Lückenbüßer. Wenn ich dann jemanden live und in Farbe vor mir sitzen habe, dann verschwindet das kleine überteuerte iPhone in meiner Jackentasche. Es braucht auch mal eine Pause. Dann hält es doch viel länger 😉

Also: Hello REAL WORLD.

Hab ein total süßes Glücksschweinchen geschenkt bekommen. Wenn es jetzt nicht mit der großen Lieben klappt, dann weiß ich’s auch nicht. 😉

Euch einen schönen Dienstag :)

 

Love hugs and kisses

 

Linni

 

Kleiner Nachtrag: Das hier gilt natürlich nicht nur für den Fall: Weiblein sucht Männlein. NEIN. Das gleicht gilt andersrum ganz genauso…oder so…

Linda

In Bielefeld geboren, in Hong Kong aufgewachsen und nun in Düsseldorf und Zürich zu Hause. Ich singe für mein Leben gerne, schreibe, weil es der Seele gut tut und möchte vom Leben vor allem eines: Glücklich sein.

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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