My tired Birkin...

So ein bisschen „Carpe Diem“ hier und da…

Hallo und Happy Monday ihr Lieben.

Mal wieder fängt der „Days until Friday“ Countdown von Vorne an. Is nicht mehr lang. Nur noch 4 mal Schlafen.

Thema des Wochenendes war eindeutig: Carpe Diem. Lebe den Tag.

Nicht nur den Tag, sondern den MOMENT.

Donnerstag saß ich am Frühstückstisch und hatte einen kleinen „alles ist SCH….“ – Anfall.

Dabei war gar nichts Sch. Im Gegenteil. Ich hab nur kurzzeitig verlernt das zu erkennen.

Eine Kleinigkeit. Eine Banalität. Sie läuft schief. Dann der Butterfly-Effekt. OH MEIN GOTT, ES LÄUFT IN MEINEM LEBEN EINFACH ALLES SCHIEF.

Ich weiß nicht einmal mehr, ob es die leere Salzmühle, oder die verstimmte Gitarre war. Irgendetwas passte mir einfach nicht. Ich glaube ICH passte mir gerade nicht. Und schon fing sie wieder an. Diese wunderbare Schwarzmalerei, die ich so toll beherrsche, wenn ich vergesse rechtzeitig den kleinen Hebel zu bedienen, der sie lahm legt.

Um mich vor mir selbst zu schützen hab ich mich in mein Auto gesetzt und bin zu Oma gefahren.

Denn da ist immer alles schön. Alles gut. Alles friedlich. Man wird geliebt. Das spüre ich kaum woanders so sehr wie dort. Der morgendliche Wutanfall war natürlich im Nu vergessen.

Wenn ich mir die Situation nun wieder in Erinnerung rufe, so muss ich verblüfft feststellen, wie einfach man doch ins Wanken geraten kann, wenn man sich nicht bemüht, sich kräftig an den Fugen festzukrallen.

Vielleicht ist das ein Problem der „jungen Generation“, die noch nicht so wirklich weiß, wohin das Leben noch führt und manchmal, wenn sie ganz ehrlich ist, auch ein wenig Ehrfurcht vor der Zukunft zeigt.

Oder es ist das Phänomen der Langeweile. Bekommt der Kopf nicht genügend Nährstoff, so füllt er die Lücken selbst und manchmal artet das dann in die falsche Richtung aus.

Täglich verbringen wir Zeit damit, unproduktiv zu sein. Das ist auch insofern gut ,wenn es eine PAUSE, eine GUTE PAUSE, ist. Weniger gut ist es allerdings, wenn wir diese unproduktive Zeit darin investieren, Dinge zu tun, die uns einfach nicht gut tun.

Diese „unguten Dinge“ können ebenfalls banal und nebensächlich sein. Zum Beispiel: Planlos im Internet surfen, umher plempern, Dinge aufschieben, unproduktiv arbeiten oder einfach generell Zeit verschwenden.

Denn mein häufigster Aufhänger für einen tollen Wutanfall ist das Gefühl, etwas zu verpassen, die Zeit verstreichen zu lassen. Druck, der mal mehr – mal weniger nachvollziehbar bzw. angebracht ist. Aber ein Druck, der für mich und die Ansprüche, die ich an mich selbst stelle, leider omnipräsent ist.

Wenn ich mal rechne:

Sagen wir mal, ich surfe täglich 30 Minuten lang komplett sinnlos im Internet.

In einer Arbeitswoche (5 Tage 😉 ) sind das dann 2.5 Stunden.

In einem Jahr sind das gut und gerne 8 Tage.

ACHT TAGE! SINNLOS.

Würde ich 8 Tage lange Fachbücher über die Börse lesen, würde ich mein Geld definitiv anders anlegen.

8 Tage lang Urlaub. Auch nicht schlecht.

8 Tage lang Gitarre üben.

8….8….8….8….8……..So viel Zeit, die ich verschenke.

„Manchmal braucht das Hirn aber auch eine Auszeit“ – logisch. Die sei ihm auch gegönnt. Aber die kann man doch auch qualitativ gestalten :)

Aber back to CARPE DIEM.

Samstag war super. Tolle Live Musik von Fresh Music Live. Liebe Menschen um mich herum. Gute Gespräche.

Am Samstag hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl irgendetwas zu verpassen. Ich hatte keine Angst, Zeit zu verlieren, ich hatte keine Angst, unproduktiv zu sein – obwohl ich nicht produktiv war, ich habe es einfach genossen. Ich habe den Moment geliebt.

Den Moment, an dem meine kleine Lola mit verschneitem Bart ins Wohnzimmer getapst kam, den Moment an dem ich mein Outfit für den Abend gefunden und geliebt habe, den Moment an dem die Band angefangen hat zu spielen, den Moment, an dem ich alte Bekannte fest in den Arm nehmen konnte. …UND SO WEITER. Ich habe jeden davon genossen.

Was kann man denn schöneres Sammeln, als tolle Momente, an die man sich immer wieder mal gerne erinnert?

Und da habe ich wieder gemerkt, wie sehr ich sie liebe. Menschen. Menschen aller Art. Vorzugsweise interessante Menschen, liebevolle Menschen. Aber manchmal auch Menschen, mit denen ich dann ganz herrlich streiten kann. Denn ein kleiner (manchmal auch nur gefühlter) Sieg kann sehr beflügelnd wirken.

Ich, als bekennender LISTENLIEBHABER, habe im Kopf natürlich direkt angefangen bewusst über die schönen Momente der letzten Zeit nachzudenken. Dann habe ich sie den schlechten gegenüber gestellt. Die Schönen haben nicht nur in der Kategorie „Häufigkeit“ sondern auch in den Kategorien „Relevanz und Nachhaltigkeit“ ganz klar gewonnen.

FAZIT: Mein Leben ist wunderschön. Ich muss mich nur manchmal dazu zwingen, diese Tatsache nicht zu vergessen. Denn an angenehme Umstände gewöhnt man sich nur allzu gerne. Gewohnheit tötet das Besondere. Ist etwas nicht besonders, so wird es trist, farblos, langweilig…der Teufelskreis geht von Vorne los 😉

Sonntag habe ich sehr tief und zufrieden geschlafen. Den Montag fand ich dann auch gar nicht mehr so schlimm.

Denn wenn jeder Tag ein toller Samstag wäre, dann würde ich die tollen Samstage ja nicht mehr als diese Erkennen.

Sidos „Bilder im Kopf“ hat mir natürlich ein Grinsen ins Gesicht gezaubert.

„In einem schwarzen Fotoalbum mit ’nem silbernen Knopf….Bewahr‘ ich alle diese Bilder im Kopf….“

Auch der gute Herr mit der silbernen Maske besinnt sich eines Besseren und schreibt nun gute Texte.

Ein weniger schöner Moment wartet jedoch auf mich, wenn ich mich jetzt nicht wieder meiner Arbeit widme. Denn was gibt es nervigeres als einen Berg aufgeschobener, unerledigter Arbeit? 😉

SMILE!

Love hugs and kisses

Linni

Linda

In Bielefeld geboren, in Hong Kong aufgewachsen und nun in Düsseldorf und Zürich zu Hause. Ich singe für mein Leben gerne, schreibe, weil es der Seele gut tut und möchte vom Leben vor allem eines: Glücklich sein.

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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