UGG-ly Monday

Ihr Lieben, es ist mal wieder passiert.

Der UGG-liness Faktor hat sich eingeschlichen. Grau sind sie. Mit Knöpfen. Umklappen kann man sie auch. Und sie sind gut imprägniert.

An Tagen wie diesen will ich mir nicht die geliebten Ponyfellsneakers oder die Wildlederboots versauen.

Das passt auch gar nicht zu meiner Stimmung. Denn nach einem einzigen HOCH am Wochenende bin ich noch nicht wieder so recht im Alltag angekommen.

Die Füße sind noch schwer, die Augen..welche Augen? und die Stimme klingt nach Frenchkissing with a Reibeisen. Ein Morgenmuffel bin ich nicht. Anscheinend schlummert in mir jedoch ein kleiner Montagsmuffel. Ganz klein, aber dennoch vorhanden.

Nach dem Mittagessen hab ich ihn sicherlich überwunden und weggesperrt.

Ein Blick auf den Kalender verrät mir: Karneval rückt in bedrohliche Nähe.

Nach langem Hin und Her habe ich nun eine Entscheidung getroffen: Absoluter und 100%iger Boykott.

Saison 2013: Not for me.

Karneval wird zur falschen Jahreszeit gefeiert. Miniröcke im Winter. das ist nicht nur doof, sondern auch hässlich. Weiße Beine mit roten Kälteflecken. Igitt.

Strumpfhosen in falschen Farbnuancen. Der Horror.

Ganzkörperlämmchenkostüme sind so YESTERDAY, wie nur möglich. Den Freifahrtschein zum Saufen überlasse ich den Jecken unter Euch.

Karneval ist ein missbrauchtes Fest. So wie Weihnachten auch. Und Ostern. Und der Valentinstag. Allesamt kommen sie doch vor allem einem zu Gute: Dem lieben KONSUM.

In Rio, da tanzt man an Karneval. Man sieht knackige Körper die sich in schwindelerregender Geschwindigkeit zu aufregenden Rhythmen bewegen. Sicher fließt dazu auch das eine oder andere Tröpfen Alkohol, aber vordergründig sind die knappen Outfits der Tänzerinnen, der elegante Hüftschwung und die Musik. Aber Rio…ist mir gerade zu weit weg.

Man kauft billiger Polyesterkostüme, die Clubs Entwickeln einen nahezu unerträglichen Eigengeruch von Schweiß, Alkohol und wiedergesehenem Alkohol. Es ist Eng. Es ist dreckig. Es ist laut. Es ist JECKIG.

Helau? Nein – Hel-AUTSCH!

Während Weihnachten und Ostern einen sehr schönen familiären Bezug für mich haben, ist Karneval einfach nur nervig. Schlechte Musik trifft auf schlechten Geschmack.

Als gebürtige Ostwestfälin darf ich das sagen. Die rheinischen Wurzeln sind einfach noch nicht tief genug verankert, um anlässlich der Karnevalstage in eine hemmungslose Euphorie zu verfallen.

In der Firma feiern sie. Altweiber. Ab 15.00Uhr. Ich hab um 14.00Uhr Schluss. Es Lebe der halbe Arbeitstag! Hallelujah!

Montag hab ich frei. Ok. Nehme ich. Danke.

Meine Alternative? Da Skifahren in dieser Saison nicht mehr in den Zeitrahmen gepasst hat, werde ich in ländlichere Gegenden auswandern. Und da warte ich dann. Trinke Tee. Lese Bücher. Schreibe meine Gedanken nieder und lege die Füße hoch.

Meine Füße werden nicht frieren. Meine Haare werden nicht nach Rauch und Schweiß stinken. Meine Stimme wird vorhanden sein und ein Lächeln stellt sich schon beim Gedanken daran ein!

Die Gitarre dabei, Ideen im Kopf…vielleicht bastle ich mir ja auch ein Album mit ’nem silbernen Knopf.

Ich möchte Euch nichts madig reden und wünsche jedem, der daran teilnimmt ganz viel Freude!

Sammelt Krawatten, sammelt Handynummern oder 58 Facebook Freunde. Be young and wild and free.

Aber sollte Euch der Kragen platzen: I hate to say I TOLD YOU SO!

Love hugs and kisses

 

Eure Linni

Linda

In Bielefeld geboren, in Hong Kong aufgewachsen und nun in Düsseldorf und Zürich zu Hause. Ich singe für mein Leben gerne, schreibe, weil es der Seele gut tut und möchte vom Leben vor allem eines: Glücklich sein.

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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