Ja, Nein.

Jeder von uns hat Sie. Eine Marotte, genauer: Eine Marotte im Sprachgebrauch, die sich immer wieder vor allem dann durchsetzt, wenn man in die Enge getrieben wird und sich außerhalb seiner „Comfort Zone“ bewegt. Mir rutschen dann Wörter, wie „total“, „einfach“ und (ganz schlimm) „halt“ aus dem Mund. Kleine, nervende Lückenbüßer, die mir tierisch auf die Nerven gehen. In der Uni mache ich mir manchmal ganz heimlich einen Spaß daraus, zu zählen, wie oft ein Dozent oder ein Kommilitone während eines Vortrags auf solche kleinen Zeichen der Unsicherheit zurückgreift. Der Rekord liegt bei 38 Mal „halt“ in 15 Minuten Vortrag. Wann, Wo und Wer – das würde ich niemals kommunizieren.

Hear-Speak-See-No-Evil

Es gibt jedoch einen Typus, den ich ganz besonders gefressen habe. Darf ich vorstellen? – Der Ja, Nein-Sager.

„Ja,  Nein ich wollte mich Deiner Meinung gerade anschließen…“. Ja oder Nein?

Genauso schlimm: Ja, Aber….

Das ist doch der größte Widerspruch in sich!? JA oder NEIN! JA und kein ABER! Oder aber doch!?

YesNo

Alles, was dem ABER folgt, macht doch die eigentliche Aussage zu Nichte? „Ja, aber“ steht für ein verstecktes NEIN! Für ein „Nein“, das man nicht ausspricht, da man sich entweder nicht traut, oder nicht über genügend Wissen verfügt, um dieses mit Fakten rechtfertigen zu können. Jeder gescheite Gesprächspartner stellt sich doch die Frage, warum das „Nein“ nicht einfach direkt ausgesprochen werden kann? Ein „ja, aber“ wirkt nicht nur unsicher, es kann auch den Eindruck erwecken, man fühle sich dem Gegenüber unterlegen und rede ihm daher nach dem Mund bzw. gehe daher jedem Konflikt aus dem Weg. Man wirkt unentschlossen, unverbindlich und vor allem wirklich sehr sehr unsicher. Einem „ja, aber“-Sager wird außerdem nachgesagt, unangenehme Dinge aufschieben zu wollen und sich immerzu durch einen Einwand (eingeleitet durch „aber“) davor bewahren möchte, sich diesen Dingen und Situationen stellen zu müssen.

Redet Euch nicht heraus. Schafft Fakten. Schafft Klarheit. SPEAK OUT LOUD. Klare Worte, offene Kommunikation! Wer „Nein“ sagen möchte, der soll das auch tun. Wer sich erklären möchte, der soll das „Nein“ an gute und stichhaltige Argumente knüpfen. Wer nicht weiß, auf welcher Seite er steht, der fragt nach oder sagt besser gar nichts dazu. It’s simple.

Sweet 16

Wenn es eine Sache gibt, die ich wirklich hasse, dann ist es Entscheidungen treffen zu müssen. Vor Allem solche, die für eine länger Zeit oder gar endgültig sind. Ich hasse es, wenn es einen genialen Schuh in gleich 3 Farben gibt. Warum macht man so etwas?! Ich mag sowohl Sprudel, als auch stilles Wasser. Warum muss ich mich entscheiden?! (Ich nehme beides, mische das dann). Warum kann ich mein Auto denn nicht einfach per Knopfdruck in eine andere Farbe tunken? Grau, Schwarz, Weiß, Braun…ich mag sie doch alle :( Genau das ist ja das Problem. Je mehr gute Alternativen es gibt, desto schwieriger fällt mir die Entscheidung. Die berühmte Qual der Wahl. Ich werfe auch Münzen. Und zwar so oft, bis mir das Ergebnis gefällt. Mein Bauch entscheidet sich recht schnell. Der Kopf quatscht ihm da jedoch immer rein. Ich gelobe Besserung.

you-decide

 

Gerade habe ich mich dazu entschieden, die Simpsons auszuschalten und meine Aufmerksamkeit der Küche zu widmen. Mein Bruderherz hat Hunger. Ran an die Lasagne!

Euch einen schönen Abend. Ohne Wenn und Aber. Okay?

 

 

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Linda

In Bielefeld geboren, in Hong Kong aufgewachsen und nun in Düsseldorf und Zürich zu Hause. Ich singe für mein Leben gerne, schreibe, weil es der Seele gut tut und möchte vom Leben vor allem eines: Glücklich sein.

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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