Archiv für August, 2013

Das Ding mit der Eitelkeit.

Die gute alte Eitelkeit – Des Menschen ständiger Begleiter und manchmal größter Feind. In der christlichen Theorie ist die Eitelkeit eine Hauptsünde, denn die Eitelkeit lenke wohl von Gott ab. Ich finde Eitelkeit keinesfalls sündig, sondern nur menschlich. Wir alle sind eitel. Das muss nicht immer im Bezug auf unser Äußeres sein, ganz im Gegenteil. Das kann zum Beispiel auch auf Fähigkeiten bezogen sein, die man besitzt. Kann man Klavier spielen, so wollen die Leute einen spielen hören. Ich würde nicht spielen, wenn ich nicht wüsste, dass ich meinem Publikum etwas zeigen könnte, dass ich mit meinen Ansprüchen an mich selbst vereinbaren kann. Leider kommt es dennoch oft dazu, dass ich dann nicht zeige, was ich kann. Die Eitelkeit steht mir im Weg. Aber muss man immer unter Druck gesetzt werden, um seine Eitelkeit abzulegen? Ist man im „Überraschungszustand“ ehrlicher, als im Normalfall, auf den man sich vorbereiten kann? Der berühmte Sprung ins kalte Wasser … Vor allem, wenn es die Musik geht, ist er oft das einzige Mittel, das mich dazu bringt, einfach zu singen. Besser noch, wenn man jemanden hat, der das Problem verstanden hat und einen immer wieder ins Wasser schubst. Danke dafür :* Hört mal auf den Text:

Man kann im Leben nicht perfekt sein. Leider streben wir (also ich in jedem Falle…) danach so nah an „perfekt“ heran zu kommen, wie nur irgendwie möglich. Das setzt mich manchmal so unter Druck, dass ich es im selben Moment wieder verfluche. Ein ewiger Teufelskreis? Es gibt jedoch auch Momente, in denen jede Eitelkeit von selbst verfliegt:

In der Not lassen wir sämtliche Eitelkeit fallen. Ob bewusst, oder unbewusst, wir haben ja keine andere Wahl. Wenn euch der Löwe jagt, dann schaut ihr nicht vorher in den Taschenspiegel, um sicherzustellen, dass die Frisur für einen Sprint gewappnet ist, auch auf euren Laufstil achtet ihr nicht – ihr rennt.

Allisvanity

Aber widmen wir uns doch den alltäglicheren und wesentlich weniger radikalen Erlebnissen. Aus Not können wir „spontane Ereignisse“ machen. Heute Morgen um 9.10 Uhr (an einem Samstag … Really?!?!)  klingelt’s an der Tür … Paketpost! Ich renne aus der Küche zur Haustür, lege mich in der Kurve fast längs und drücke auf den Buzzer. Der Brieftäger kommt, sieht mich, verkneift sich ein Lachen, überreicht mir die Post und geht. „Was will der denn?!“ – Blödmann, denke ich mir und haue die Tür zu. Dann schlendere ich gemütlich wieder ins Badezimmer, schaue in den Spiegel – und fange lauthals an zu lachen. Wie eine schlimme Krankheit, mehr oder weniger gleichmäßig verteilt, ist mein Gesicht von Penatencremetupfern übersäht, die ich etwas übereifrig und schon schlaftrunken vor dem zu Bett gehen in meinem Gesicht verteilt habe. Abgeschminkt habe ich meine Wimpern nicht und somit ist das Gesamtbild perfekt: Hautkranker Zombie mit kurzem Jogginghöschen und Stoppersocken an den Füßen.

Was lernen wir daraus? Ein Blick in den Spiegel wirkt manchmal wunder. Zum Glück habe ich gelernt, über mich selbst zu lachen. Dennoch brauche ich nun erstmal einen Kaffee.

Spieglein Spieglein

Ich frage mich nun zwei Dinge: Sind wir ehrlicher, wenn wir, unter Druck gesetzt, die Eitelkeit ablegen bzw. sind wir dann in der Lage, die Dinge im richtigen Verhältnis zu priorisieren ( Der Look ist nicht wichtig, die Post aber schon!).

Und sind wir besonders Eitel, wenn es um Dinge geht, in denen wir entweder besonders gut sind und auch demnach besonders gute Leistungen erbringen wollen, oder aber in Situationen in denen wir uns nicht wohl fühlen und unsicher sind, die Eitelkeit also als Schutzschild benutzen und evtl. von anderen nicht so geglückten Umständen ablenken wollen?

You look fine

Mein Rat: Sich selbst nicht zu ernst nehmen, ruhig auch mal eitel sein, sich aber auch im Jogginganzug wohl fühlen. Manchmal kann man die Dinge nicht ändern . Sie kommen, wie sie kommen. Ob im Abendkleid, oder im Hoodie!

 

IMG_6487

Beeren-Baiser Blechkuchen – Perfekt im Sommer.

Geschafft! Endlich wieder Wochenende. Den Freitag gut überstanden? Ist der letzte in der Ferienzeit, nächste Woche geht in NRW die Schule wieder los.

Sonntag ist doch ein idealer Tag, um im Kreise der Familie ein Kaffeechen und einen leckeren selbstgebackenen Kuchen zu genießen. Ich habe mich dazu entschlossen, die Beerensaison noch einmal auszunutzen und habe einen sommerlichen leichten Baiser-Beeren Kuchen gebacken. Der macht definitiv lust auf mehr und schlägt mit nur 200g Butter für ein ganzes Blech auch gar nicht so sehr auf die Hüften 😉

Ihr braucht:
  • 500g Johannisbeeren
  • 300g Heidelbeeren
  • 200g Himberren
  • 7 Eier (Kl. M)
  • 200g Butter
  • 200g Zucker & 170g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 60g Speisestärke
  • 1 Pck. Backpulver
  • 150ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • Ein Backblech
  • Backpapier
So geht’s:

Den Ofen auf 160°C Umluft vorheizen.

Die Beeren waschen, und die Johannisbeeren von den Rispen streifen. 4 Eier trennen.

IMG_6462

Eiweiß kalt stellen. 200 g Butter, 170 g Zucker, 1 Pk. Vanillezucker und 1 Prise Salz mit den Quirlen des Handmixers schaumig schlagen.Eigelb und 3 ganze Eier nacheinander unterrühren.

IMG_6469

300 g Mehl, 60 g Speisestärke und 1 Pk. Backpulver mischen und abwechselnd mit 150 ml Milch unterrühren.

IMG_6466

Ein Backblech mit dem Backpapier auslegen (ich gebe immer ein paar Tupfer Butter unter das Backpapier, damit es haften bleibt).

IMG_6470

Teig auf einem gefetteten Backblech gleichmäßig verteilen.

IMG_6471

Und zwar mit Liebe!

IMG_6473

1/3 der Beeren darüber streuen. Im heißen Ofen auf der mittleren Schiene 20 Minuten backen.

IMG_6476

Inzwischen Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen.

IMG_6477

200 g Zucker nach und nach unter Rühren einrieseln lassen, 2 Min. weiterschlagen.

IMG_6478

1/2 der übrigen Beeren vorsichtig unterheben.

IMG_6479

Den ersten Teig aus dem Ofen nehmen.

IMG_6480

Die Masse auf dem vorgebackenen Teig locker verteilen.

IMG_6481

Restliche Beeren darüber streuen.

IMG_6482

Mit 2 El Puderzucker bestreuen und im heißen Ofen wie oben 15-20 Min. weiterbacken.

IMG_6484

Mein Küchenmotto: „Keep the kitchen clean!“. Das hat mir meine Mutter beigebracht. Während der Kuchen im Ofen ist, mache ich ruckzuck den Abwasch, denn man freut sich doch so sehr über eine blitze blanke Küchen J

Mit Puderzucker bestreut servieren.

IMG_6487

 

Tadaaaaa

Mein Leben aus dem Koffer

„Linda, du bist zu viel unterwegs!“ – ich bin selbst erstaunt, wie oft ich diesen Satz in den letzten Monaten gehört habe. Mir ist es gar nicht so sehr aufgefallen, aber es stimmt. Ich bin wirklich (sehr) viel unterwegs. Das Reisen ist aber auch so schön! Vor allem natürlich dann, wenn ein tolles Reiseziel bevor steht.

Eine Sache gibt es jedoch, die ich bis heute nicht beherrsche: Das Kofferpacken. Beim Fliegen baumelt grundsätzlich das orangene kleine Schildchen mit der Aufschrift „Heavy“ an meinen mit einem extra mit einem Kofferband gesicherten ultraleichten Rimowakoffer (ultraleicht muss der Koffer sein, damit ich ihn maximal mit Inhalt füllen kann. Aber den würde ich niemandem empfehlen , das ist jedoch eine andere Story). Ich suche mir auch bewusst ein männliches Bodenpersonal am Schalter aus, damit ich hoffentlich mit meinem Augenaufschlag den Blick von der Waage lenken kann. Inzwischen bin ich Profi im naiven kleinen Mädchengrinsen. „Ach was – so schwer? Oh, das wusste ich natürlich nicht … Aber sie machen doch bestimmt in diesem Falle eine ganz heimliche Ausnahme?“ – Darauf folgt dann Zwinkern, bis ich Kopfschmerzen habe. Die Masche zieht. Meistens.

Schlimmer noch: Eine Autoreise, denn ich packe so viel ein, bis der Kofferraum voll ist. Egal ob Mini Cooper oder im Geländewagen. Wenn es noch reinpasst, nehme ich es mit.

Stuffed car

Aber warum kriege ich das denn nicht hin?! Ich weiß ganz genau, dass ich 14 Urlaubstage nicht mit 28 Outfits füllen kann. Und meistens trage ich dann wirklich nur 5 plus den Dingen, die ich vor Ort ergattern werde. Dennoch, ich schaffe es nicht. Ich gehe mal mit euch durch, was wirklich wichtig ist und den Weg in den Koffer finden muss:

Da wären dann (ich packe eine … Sommertasche. Sonst wird die Liste zu lang):

Ich packe meinen Koffer und nehme mit...

Mehr als diese Dinge habe ich auch in 5 wöchiger Abwesenheit nicht gebraucht. Das darf mein Vater natürlich nie erfahren, denn der lacht mich jedes Mal auf’s neue aus! Aber Papa will mir die Lüge „ich hab aber wirklich ALLES angezogen!!!“ (ja hier wieder ZWINKER ZWINKER ZWINKER) natürlich glauben und sagt nichts mehr dazu.  Wenn man länger als zwei Wochen weg ist, stehen die Chancen ohnehin sehr gut, dass man in Kontakt mit einer Waschmaschine kommt und die Lieblingsteile somit wieder in aller Frische tragen kann.

Wenn ich dann mal wieder am Flughafen ankomme, mit meiner Kofferbombe im Schlepptau (plus 15kg schwerem Handgepäck, aber psssst…) schaue ich meinen Bruder mit einem neidenden Blick an. In seiner Hand, eine leichte Nylontasche. 5 Shirts, zwei Shorts, Flipflops (Turnschuhe hat er an), 5 Unterhosen und eine Badeshorts. Zahnbürste und Rasierer. Fertig. Also behaupte ich einfach frech: Frauen können nicht packen, das liegt gar nicht an mir! Oder so… Kann mir jemand bitte diesen Koffer besorgen!?

Huge Suitcase

Inzwischen ist es aber auch soweit, dass sich meine Reisebegleitung darauf verlässt, dass „Linda eh alles dabei hat“ .Wenn das dann mal nicht der Fälle wäre, dann würde es auf einmal keinen Strom mehr für die Macbooks geben. Oder man müsste Zahnpasta vor Ort kaufen. Die schmeckt dann anders und hat auch nicht diese tollen kleinen Mikrogranulatperlen, die die Zähne so schön strahlend lassen. Und wenn die Sonne mal ganz doof steht … dann geht es nicht ohne polarisierte Gläser. Punkt.

Nur zu gerne würde ich hier eine Anleitung für das perfekte Packen eines Urlaubskoffers schreiben. Aber ich kann es nicht. Schaut mal bei Google nach. Da wird euch wohl geholfen. Ich habe nun meine Liste erstellt. Drucke sie blau auf weiß aus. Dann landet sie in der Schublade und das Chaos geht von vorne los. Meine Mutter nennt es „einen liebenswerten Dachschaden“. Mein Bruder schimpft, ist dann aber doch ganz der Gentleman und trägt meine Bomben über sämtliche Flughäfen und Bahnhöfe. Mein Vater „hat Rücken“ (ja sicher…) und lässt den Jungen machen. Der Hund tippelt hinterher (oder springt in den Koffer) und Linda kommt mit Gepäck, dass 5 mal so schwer ist, wie ihr Körpergewicht, ans Ziel. Ende gut – alles gut.

Wen es interessiert … ich denke DAS hier spiegelt wohl eher die Realität dar:

Reality

 

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

Date?

August 2013
M D M D F S S
« Jul   Sep »
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  
  • IMG_1620_Fotor

  • cloud

Love