Big Brother is watching you …

Style: "Dazed05r

Ich schreibe keinen Politblog – dazu bin ich nicht tief genug im Thema. Dennoch bilde ich mir eine Meinung zu den Dingen, die in den Medien kursieren. Manchmal gebe ich diese Meinung kund, oft behalte ich sie für mich. Heute jedoch kurz etwas zum omnipräsenten Überwachungsskandal. Man kommt auch schlecht daran vorbei, sich ein, zwei Gedanken darüber zu machen, denn es ist in ALLEN Medien, in aller Munde und betrifft uns letztendlich auch alle.Wem der Name Snowden kein Begriff ist, der zeigt kein Interesse an der Welt, in der wir alle leben. Oder der wohnt im Wald. Ganz einsam und alleine zwischen Laubfröschen und Wildschweinen. Da braucht man kein Handy, da kennt man dieses „Internet“ nicht. Manchmal frage ich mich, ob es sich ohne das ganze vielleicht besser leben würde. Natürlich nicht. Ich liebe die Schnellebigkeit unserer Gesellschaft, wenn ich auch bemängeln muss, dass dadurch in Punkto Verbindlichkeit einige Abstriche gemacht werden müssen. Das nervt.

Skandal: Wir werden überwacht. Jeder von uns ist potenziell kriminell, wenn nicht sogar gefährlich. Das ist natürlich Blödsinn und gefällt mir nicht. Ein Blick in meine E-Mails ist langweilig, wenn man auf der Suche nach geheimen Informationen ist, die den Weltfrieden gefährden könnten. Demnach dürfte es auch keinen Geheimdienst dieser Welt wirklich interessieren, was ich dort kommuniziere. Grundsätzlich bin ich natürlich der Meinung, dass mir das Recht auf eine geschützte Privatsphäre zusteht. Ist doch doof, wenn man so transparent wird und nicht weiß, welche Information an welche Stelle ankommt. Grundsätzlich bin ich jedoch der Meinung, dass diese Transparenz doch ein offenes Geheimnis darstellt. Wenn ich wirklich vertrauliche Informationen kommunizieren möchte, dann doch bitte nicht über einen Yahoo! Server. Versteht sich doch von selbst. Wenn man schon so viel darüber zu hören bekommt, zeugt es doch von eigener Blödheit, wenn man dennoch sämtliche Informationen der Kreditkarte in eine E-Mail packt und auf gut Glück versendet. Datenklau … für mich ist das nichts anderes als „Gelegenheit macht Diebe“.

Ich könnte ohne Plattformen wie Facebook und Co. meiner Leidenschaft nicht nachgehen. Wo sollte ich denn sonst kommunizieren, dass ich einen neuen Eintrag geschrieben habe, der gerne gelesenen werden darf? Wo sonst kann ich so gezielt die richtigen Menschen mit meinen Inhalten konfrontieren? Auf Facebook zahlt man in der Währung seiner Daten, nicht monetär aber dafür viel intimer. Ja, das mag sein, aber man bekommt doch heutzutage nichts geschenkt. Man weiß das vorher und entweder man nimmt die Tatsache, dass man ein wenig von sich preisgeben muss in Kauf, oder man enthält sich der Thematik. In jedem Falle hat man eine gewisse Kontrolle über die Inhalte, die der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Wenn Freunde evt. ein ungünstiges Foto von Euch hochladen, dann habt ihr auf einer anderen Ebene (außerhalb der Cyberwelt) ohnehin Gesprächsbedarf. Ich kann (und will) nicht ohne das Internet.

Geheim!

Gewusst wie – ein wichtiger Punkt! Denn wenn ich weiß, wie und wo ich Bilder und co. veröffentlichen kann, ohne das Schindluder damit getrieben wird, so kann mir kaum schlimmeres passieren. Es hapert meiner Meinung nach an der Aufklärung der Nutzer, die dann auf einmal überrascht tun, wenn Lieschen Müller Inhalte gesehen hat, die vermeintlich privat ins Netz gestellt wurden. Das finde ich ohnehin lustig „etwas privat ins Netz stellen“. Geht denn das überhaupt? (Ich spreche hier nicht von Internet -Freaks , die alles achtfach verschlüsseln können, sondern von ganz normalen Nutzern, wie Du und ich).

Facebook

Alle schreien nun und zeigen mit dem Finger auf die Cyber-Bösewichte. Wenn die Kontrolle meiner E-Mail (Denn es gilt ja bekanntlich „Gleiches Recht für Alle“) dafür sorgt, dass der Terrorismus auf der Welt etwas in Schacht gehalten werden kann … so darf auf die USA anhand meiner letzten Amazon Bestellung meine Schuhgröße erfahren, solange sie das dann für sich behält. Muss ja nicht jeder wissen, dass ich mit 36,5 eine Zwischengröße trage und zwischen 36 und 37 auswählen muss. Ohewei, nun habe ich’s gesagt.

Egal wie man das Blatt dreht und wendet, irgendwer ist immer unzufrieden. Ich finde es grundsätzlich doof, überwacht zu werden, muss das jedoch in Kauf nehmen, wenn ich mich frei im Netz bewegen möchte. Aber der Tatsache bin ich mir bewusst – ich nehme sie hin. Vorsicht sei zu jeder Zeit geboten, aber das gilt in jeder Situation des Alltags. Ob on- oder offline. Immer schön nach „Rechts und links schauen“ keine zu privaten Inhalte ins ganz und gar nicht private Internet stellen und (ganz wichtig) die Sicherheitseinstellungen JEDER Plattform regelmäßig überprüfen. Ganz intime Inhalte sind wohl in einem Tagebuch am besten aufgehoben. Das man in einen Tresor schließt. Den man hinter einem Bild versteckt.

Augen auf! Egal wo!

Linda

In Bielefeld geboren, in Hong Kong aufgewachsen und nun in Düsseldorf und Zürich zu Hause. Ich singe für mein Leben gerne, schreibe, weil es der Seele gut tut und möchte vom Leben vor allem eines: Glücklich sein.

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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