Archiv für März, 2014

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Einen Besuch im Zoo…

Hamburg. Erstaunlich gutes Wetter. Sonntags. Nach einem erfolgreichen Spieleabend (GOOO GIRLS-TEAM). Joa, was nun? Mein Vorschlag: Wir gehen in den Zoo. Idee dankend angenommen und schon ist das ulkige Trio bestehend aus einem Onkel aka. „The Berufsmusiker“, einer Tante aka. „The PR-Tante“ und einer Nichte aka. „The Beinchenstellerin“ auf dem Weg in den schönen Hagenbecker Tierpark.

Da gibt es Löwen und Bären und Schlangen und Affen und… Lauter wunderschöner Lebewesen in ihren (erstaunlich artgerechten) Gehegen. Mich hat vor Allem fasziniert, wie vielfältig die Tierwelt doch ist. Angefangen bei Farben bis hin zum Lebensraum. Ich konnte mir jedoch im Stillen diese eine Frage nicht verkneifen: Was unterscheidet uns vom „Tier“. Warum sind die im Gehege und nicht wir? Sorry, falls es Euch zu 0-8-15 philosophisch wird, aber wenn ich einmal ins Grübeln komme…

Ich finde nämlich, dass wir erstaunlich viel gemeinsam haben! Schaut mal her:

Während die einen sich ohne Orientierung in der Gegend herumtreiben…

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Wollen die anderen einfach nur abhängen.

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Während die einen definitiv mit der einen oder anderen Problemzone zu kämpfen haben …

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Haben die anderen manchmal keinen Hunger. Das gibt dann dünne Waden.

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Manche mögen nicht jeden. Dann sind sie rotzfrech. Im wahrsten Sinne des Wortes.

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Einen „langen Rüssel“ … den verkneife ich mir.

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King of my Castle. So weit der Himmel blau ist, so weit geht auch ihr Reich. König sein, schon cool.

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Manche sind so richtige Rebellen…

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Und wieder andere freuen sich tierisch auf Weihnachten.

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Während die einen noch hoch hinaus wollen, sind die anderen schon längst dort angekommen.

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Schön verpackt und doch gefährlich. Wie so oft, trügt hier der Schein.

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Imponieren. Ja, dass können viele. Doch was steckt dahinter? In diesem Falle nur ein Schreihals.

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Teddybär? Kuschelig? Aber nur wenn er will, denn in diesem flauschigen Mantel hüllt sich das gefährlichste Raubtier der Welt. So mancher hüllt sich zunächst charmant ein, ehe dann erst zum Vorschein kommt, was wirklich dahinter steckt.

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Mein Highlight des Tages war ganz eindeutig die Fütterung der Elefanten und der Giraffen. Giraffendame Leila hat ganz vorsichtig die Möhre aus meiner Hand genommen. Mit einer 40cm langen „Greifzunge“. Die Elefanten haben uns Urvertrauen entgegengebracht und mit ihren Rüsseln Kohlrabi und Co. dankend entgegengenommen. Alles schön und gut, ich würde mich nur noch mehr freuen, wenn sie zu Hause sein könnten. Denn dort ist es immer am schönsten. Ich freue mich IMMER auf zu Hause. Mein Bett. Meine Dusche. Meinen Kühlschrank. Aber da werden diese lieben Kameraden wohl nie mehr hinkommen. Schade irgendwie. Man tröstet mich mit „Sie kennen es nicht anders.“. Naja …

Stellt sich nun dennoch die Frage: Wer ist hier das Tier?

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Sch… Egal, oder so!?

Nach traumhaften Stunden bei meinen Eltern, mit viel Sonne und einem wunderschönen Tag am See, starte ich nur voller Energie in ein aufregendes Wochenende. Doch vorher habe ich mir nochmals ein paar Gedanken zur letzten Zeit gemacht:

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Wenn es eine Sache gibt, die alle Menschen, deren Rat ich mir für mein Leben annehme, gemeinsam haben, dann, dass sie mir stets zu sagen pflegen: „Linda, es muss dir egal sein, was die anderen denken.“. Puhh … ein langer Satz mit vielen Kommas. Aber sie haben Recht. SOOOOOO Recht.

Mit 16 noch, da will man „Everybody’s Darling“ sein. So war es jedenfalls in meiner Clique. Man wollte beim Feiern die maximale Anzahl an Menschen kennen, denn das zeugte ja von Party-Erfahrung. Logisch, dass man dann auch zu den Menschen nett sein musste, die man eigentlich gar nicht so spannend fand.

Dazu kam dann noch das Problem, dass man, wenn man sozial veranlagt ist, schnell zum Abladeplatz der Probleme ALLER war. Ich fühle mich geschmeichelt, dass ich oft zu hören bekomme, ich würde eine so vertrauenswürdige Aura haben. Ich nehme mir jedoch die Dinge so sehr zu Herzen (schließlich will man doch EHRLICH helfen), dass sie mich belasten. Obwohl ich auf direktem Wege nichts damit zu tun habe. Aber es ist ein schmaler Grad zwischen „abgestumpft“ sein und „zu viel zu geben“. Ersteres verletzt, Weiteres macht verletzlich. Die goldene Mitte. Doch wann erreicht man die schon?

Ich fahre besser, seitdem ich gelernt habe auch mal „Nein“ zu sagen. „Nein“, ich kann nicht „mal eben“, weil es leider meinen Tagesablauf komplett sprengen würde. „Nein!“, ich habe heute ehrlich keine Lust auf ein Lunch, aber bitte sei mir nicht böse. „Nein!“, ich möchte meine Lieblingstasche nicht ausleihen, da sie einen sehr besonderen Stellenwert für mich hat. Mit einem ehrlichen „Nein“ können die Mitmenschen viel viel besser umgehen (und sie zeigen auch in der Regel wirklich Verständnis), als mit schlechter Laune, mäßiger Motivation oder – ganz schlimm – gar keiner klaren Aussage.

Also versuche ich nun den guten Rat in die Tat umzusetzen und mir wirklich weniger Gedanken um alles zu machen. Die Dinge einfach mal laufen lassen.

Okay, so ganz sollte ich mich nicht auf den neuen Ansatz stürzen: Heute Morgen ist mir leider erst an der Sicherheitskontrolle aufgefallen, dass der Pulli meiner Lieblingsfirma Defend zum fliegen eher ungeeignet ist. Denn auf der Brust prangt ein Maschinengewehr der Sorte AK-Sonstwas und ein plakativer Schriftzug „DEFEND“. Das ist auch der hysterischen Dame vom Bodenpersonal aufgefallen und ich wurde zum „stichprobenartigen“ Bombentest geladen. Ich, in der Regel überpünktlich, habe wie immer einen Zeitpuffer eingebaut und fand die Situation eher amüsant. Ich finde ich habe auch einen sehr lustigen Anblick geboten. Das rechte Bein (nach wochenendlicher Fahrlässigkeit) leider wieder wohl in die Schiene gehüllt, zwei herrliche Kratzer längs über die Stirn. Auf die Frage hin, was mir denn zugestoßen sei, habe ich nur geantwortet „Ich habe mich geprügelt, möchte aber nicht darüber reden.“ Dann fragte auch niemand mehr. Provokant war es definitiv. Aber was habe ich gelernt? – Scheiß egal 😉

Noch kurz zum Thema Schiene am Bein. Ich musste zu meiner Verwunderung feststellen, dass manche Menschen nicht in der Lage sind, eine temporäre Gehbehinderung und das Krankheitsbild „Autismus“ auseinander zu halten. Denn ich nehme meine Umwelt sehr wohl war, höre Kommentare und merke, wohin gaffende Blicke wandern. Das gibt mir zu denken. Es scheint wohl doch noch massiv an Aufklärung zu fehlen. Ich sitze nun mal wieder am Flughafen, freue mich auf die Menschen, die am anderen Ende auf mich warten, lasse mich nicht ärgern, rufe laut „Defend what you love!“ und schlafe hoffentlich noch ein Stündchen in der Luft. Happy Friday ihr lieben! Das gibt mir zu denken. Es scheint wohl doch noch massiv an Aufklärung zu fehlen.

Ich sitze nun mal wieder am Flughafen, freue mich auf die Menschen, die am anderen Ende auf mich warten, lasse mich nicht ärgern, rufe laut „Defend what you love!“ und schlafe hoffentlich noch ein Stündchen in der Luft.

Happy Friday ihr lieben!

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70 Jahre Opapa Götz

Die frühste Erinnerung an meinen Opa Götz? Nun, da muss ich weit zurück. Sehr weit zurück. Ich lande dann auf einer Pferdekoppel direkt hinter dem Haus meiner Großeltern, es ist ein spätsommerlicher Abend, der Himmel wird ganz ganz langsam dunkler. Opa baut einen gekonnten Holzhaufen auf  eine zuvor durch Blumenerde präparierte Feuerstelle und mein Bruder Louis fragt im 30-Sekunden-Takt: „Opa, Feuer, Ja?“. Wir waren damals vermutlich knapp 3 (Louis) und 6 (ich). Dann loderten die Flammen, wir kuschelten uns in Decken davor, Oma hat uns Schwarzbrot mit Philadelphia UND Gouda gebracht und Opa fing an uns die Geschichte von der schrecklichen Hexe KauKau zu erzählen, die sich im Gartenhäuschen eingenistet hat. Viele Jahre später kam dann erst die Erkenntnis, dass die Geschichte nur ein kluger Vorwand war, um uns Kinder von den gefährlichen Gartengeräten fernzuhalten.

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Springen wir nun ein paar Jahre weiter nach vorne, so erinnere ich mich nur zu gerne an die vermutlich intensivste und schmutzigste Schlammschlacht meines Lebens. Nach einem zunächst harmlosen Spaziergang über Wiesen und Felder, wurde Opa vom Hafer gestochen und so schubste er zuerst mich, dann meinen kleinen Bruder in einen (nicht tiefen, aber sehr mockigen) Tümpel kurz vor dem rettenden Wegrand. Dann rutschte er selbst hinterher. Es folgten nun Köpper in braune Tonerde und andauernd klatschte eine neue Portion Schlamm entweder in eines der drei Gesichter oder gegen den Hinterkopf des Gegenübers. Oma – sie wusste nicht ob sie bei unserem Anblick lachen oder weinen sollte – zückte ganz pragmatisch den Gartenschlauch und spritzte uns von oben bis unten mit einem kalten Wasserstrahl ab. Blitzeblank und hundemüde fielen wir in ihre kuscheligen Daunenkissen.

Wieder ein paar Jahre später erinnere ich mich an einen Ausflug auf eine Kirmes irgendwo in der Nähe von Köln. Nur Opa und ich. Das Karussell drehte sich, es überschlug sich, der Drehwurm war perfekt und Opa lag drei Tage im Bett. Natürlich war es kein Virus, sondern einzig und allein Schuld der Schausteller, die ihr Karussell einfach viel zu schnell eingestellt haben.

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Ich erinnere mich an lange Spaziergänge durch verwunschene Wälder, in denen mir zum heulen zu Mute war, da meine Welt scheinbar kurz vor dem Zusammenbruch stand. Opa fand und findet auch heute noch stets die richtigen Worte. „Alles wird gut!“ – das sagte er mir. Er hat Recht. Es wird auch alles gut. Oft ganz anders, als erwartet, aber am Ende immer gut.

De Hüng

Dann erinnere ich mich an Opas erstes Sushierlebnis, bei dem er schmerzhaft lernen musste, dass man Wasabi nicht in einem Happen in den Mund nimmt. Ich erinnere mich an bange Stunden, als er sich in den Bergen Hong Kongs verirrte und erst nach Sonnenuntergang wieder bei uns ankam. Ich liebe den zärtlichen Spitznamen „Pixelchen“, dem er seiner Enkelin verliehen hat, als sich diese im fernen Asien ganz klein und zerbrechlich fühlte. Ich freue mich alljährlich auf eine vorweihnachtliche Shoppingtour, während der in alter Tradition neue Düfte für die Familie eingekauft werden.

Mein erstes Auto suchten wir gemeinsam aus, dann setzte ich ihm ein paar Jahre später den Flausen eines Mercedessterns in den Kopf. Mein erstes Tempo 300km/h Erlebnis geht auch auf seine Kappe (nicht aufregen Papa, ist lange her, ist verjährt). Gefühlte 300000 Tankfüllungen gingen auf ihn (aber Opa, ich würde auch so immer und immer wieder den Weg zu Euch antreten).

Als du uns einmal einen Schrecken eingejagt hast, es dir nicht so gut ging, bat mein kleiner Bruder dich ans Telefon: Opa, du sagst ich solle mir keine Sorgen um Dich machen!? Sing erst dein Lied, dann glaube ich Dir! – Wie aus der Pistole geschossen kam dann „Tutti Frutti“ von Little Richard. -Alles wird gut Opa, jetzt glaube ich dir!

Er hat die Haare am schönsten, trägt Hemd und Schlips wie kein anderer. Wenn er seine „Elvis-Minuten“ hat, dann meint man „DER KING LEBT!“. Dazu hat er ein Herz für Tiere, ein noch größeres für seine Familie.

Er ist für mich mehr, als „nur “ ein Opa. Er ist für mich ein Freund, ein Berater, ein treuer Begleiter, die Rettung in der Not, ein Vater. Wow, ich bin ein so gesegnetes Mädchen, dass ich einen Mann wie Opapa Götz in meinem Leben haben darf. Heute wird er 70 Jahre alt. 70. Glaubt ihm keiner. Warum nicht? Na- Bilder sagen mehr, als tausend Worte. So sieht man nicht mit 70 aus!

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HAPPY BIRTHDAY OPAPA! ICH LIEBE DICH SO SO SO SEHR UND FREUE MICH AUF WEITERE MOMENTE, DIE ICH NIEMALS VERGESSEN WERDE!

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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