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Sch… Egal, oder so!?

Nach traumhaften Stunden bei meinen Eltern, mit viel Sonne und einem wunderschönen Tag am See, starte ich nur voller Energie in ein aufregendes Wochenende. Doch vorher habe ich mir nochmals ein paar Gedanken zur letzten Zeit gemacht:

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Wenn es eine Sache gibt, die alle Menschen, deren Rat ich mir für mein Leben annehme, gemeinsam haben, dann, dass sie mir stets zu sagen pflegen: „Linda, es muss dir egal sein, was die anderen denken.“. Puhh … ein langer Satz mit vielen Kommas. Aber sie haben Recht. SOOOOOO Recht.

Mit 16 noch, da will man „Everybody’s Darling“ sein. So war es jedenfalls in meiner Clique. Man wollte beim Feiern die maximale Anzahl an Menschen kennen, denn das zeugte ja von Party-Erfahrung. Logisch, dass man dann auch zu den Menschen nett sein musste, die man eigentlich gar nicht so spannend fand.

Dazu kam dann noch das Problem, dass man, wenn man sozial veranlagt ist, schnell zum Abladeplatz der Probleme ALLER war. Ich fühle mich geschmeichelt, dass ich oft zu hören bekomme, ich würde eine so vertrauenswürdige Aura haben. Ich nehme mir jedoch die Dinge so sehr zu Herzen (schließlich will man doch EHRLICH helfen), dass sie mich belasten. Obwohl ich auf direktem Wege nichts damit zu tun habe. Aber es ist ein schmaler Grad zwischen „abgestumpft“ sein und „zu viel zu geben“. Ersteres verletzt, Weiteres macht verletzlich. Die goldene Mitte. Doch wann erreicht man die schon?

Ich fahre besser, seitdem ich gelernt habe auch mal „Nein“ zu sagen. „Nein“, ich kann nicht „mal eben“, weil es leider meinen Tagesablauf komplett sprengen würde. „Nein!“, ich habe heute ehrlich keine Lust auf ein Lunch, aber bitte sei mir nicht böse. „Nein!“, ich möchte meine Lieblingstasche nicht ausleihen, da sie einen sehr besonderen Stellenwert für mich hat. Mit einem ehrlichen „Nein“ können die Mitmenschen viel viel besser umgehen (und sie zeigen auch in der Regel wirklich Verständnis), als mit schlechter Laune, mäßiger Motivation oder – ganz schlimm – gar keiner klaren Aussage.

Also versuche ich nun den guten Rat in die Tat umzusetzen und mir wirklich weniger Gedanken um alles zu machen. Die Dinge einfach mal laufen lassen.

Okay, so ganz sollte ich mich nicht auf den neuen Ansatz stürzen: Heute Morgen ist mir leider erst an der Sicherheitskontrolle aufgefallen, dass der Pulli meiner Lieblingsfirma Defend zum fliegen eher ungeeignet ist. Denn auf der Brust prangt ein Maschinengewehr der Sorte AK-Sonstwas und ein plakativer Schriftzug „DEFEND“. Das ist auch der hysterischen Dame vom Bodenpersonal aufgefallen und ich wurde zum „stichprobenartigen“ Bombentest geladen. Ich, in der Regel überpünktlich, habe wie immer einen Zeitpuffer eingebaut und fand die Situation eher amüsant. Ich finde ich habe auch einen sehr lustigen Anblick geboten. Das rechte Bein (nach wochenendlicher Fahrlässigkeit) leider wieder wohl in die Schiene gehüllt, zwei herrliche Kratzer längs über die Stirn. Auf die Frage hin, was mir denn zugestoßen sei, habe ich nur geantwortet „Ich habe mich geprügelt, möchte aber nicht darüber reden.“ Dann fragte auch niemand mehr. Provokant war es definitiv. Aber was habe ich gelernt? – Scheiß egal 😉

Noch kurz zum Thema Schiene am Bein. Ich musste zu meiner Verwunderung feststellen, dass manche Menschen nicht in der Lage sind, eine temporäre Gehbehinderung und das Krankheitsbild „Autismus“ auseinander zu halten. Denn ich nehme meine Umwelt sehr wohl war, höre Kommentare und merke, wohin gaffende Blicke wandern. Das gibt mir zu denken. Es scheint wohl doch noch massiv an Aufklärung zu fehlen. Ich sitze nun mal wieder am Flughafen, freue mich auf die Menschen, die am anderen Ende auf mich warten, lasse mich nicht ärgern, rufe laut „Defend what you love!“ und schlafe hoffentlich noch ein Stündchen in der Luft. Happy Friday ihr lieben! Das gibt mir zu denken. Es scheint wohl doch noch massiv an Aufklärung zu fehlen.

Ich sitze nun mal wieder am Flughafen, freue mich auf die Menschen, die am anderen Ende auf mich warten, lasse mich nicht ärgern, rufe laut „Defend what you love!“ und schlafe hoffentlich noch ein Stündchen in der Luft.

Happy Friday ihr lieben!

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Linda

In Bielefeld geboren, in Hong Kong aufgewachsen und nun in Düsseldorf und Zürich zu Hause. Ich singe für mein Leben gerne, schreibe, weil es der Seele gut tut und möchte vom Leben vor allem eines: Glücklich sein.

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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