Die Hitzetussi! Achtung – Gefährlich

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Mist. die Erkenntnis traf mich hart und mitten ins Gesicht. Und meine arme Mama auch. Ich bin, so muss ich gestehen, die 1A Hitze-Tussi. Ihr vielleicht auch? Dann wäre ich nämlich etwas beruhigter.

Die Hitzetussi kommt erst zum Vorschein, sobald die Temperaturen mit der 30°C Marke kämpfen, diese in die Mangel nehmen und dann eiskalt, ne brennend heiß, hinter sich lässt. Bei 33°C fühlt sie sich sehr wohl, darüber wird vermutlich ein neuer Zustand erreicht (Dämon?).

Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie alle zwei Minuten theatralisch die Hand an die Schläfe legt und seufzt, als sei ihr gerade das Herz gebrochen worden. Gerne hebt sie auch die langen Haare im Nacken hoch und fächert sich – demonstrativ, denn es hilft nicht und das weiß sie auch – einen Hauch warmer Luft zu. Bei Plänen, die beinhalten, dass man sich potenziell außerhalb der Reichweite der Klimaanlage aufhalten könnte, verdreht sie genervt die Augen und versucht mit bestens einstudierten Psychotricks, die anderen einer Gehirnwäsche zu unterziehen und in ihnen das Verlangen, an einem solcher Tage in den Nikki Beach zu fahren, zu unterdrücken. Klappt aber nicht. Das weiß sie auch schon vorher.

Die Hitzetussi ist ein Profi im Bereich „Schmollen“. Wie ein Kind, das wütend vor dem Spielzeugladen auf dem Boden sitzt und den Eltern droht, nicht mehr mit nach Hause zu kommen, wenn es denn nicht wenigstens einmal in den Laden gehen dürfe. Damals wie heute – bringt nichts.

Um sich aus ihrer undankbaren Position herauszureden, druckst sie herum und beteuert, dass ihr unsoziales Verhalten lediglich auf die Schwüle der Luft zurückzuführen sei. Das könne doch jeder verstehen. Bei tropischer Luftfeuchtigkeit und einem Gewitter in der Luft, da könne nur Mickey Maus noch strahlen. Somit steht fest: Es sind die Anderen, die komisch sind.

Gibt man ihr jedoch kleine Aufgaben, die potenziell Spaß bringen könnten, so verkriecht sie sich langsam. Zieht sich in den Schatten zurück. Verlässt den besessenen Körper und macht Platz für einen gesünderen Menschenverstand. Doch Vorsicht. Dort im Schatten wartet sie nur darauf, angreifen zu können. Wie ein Vampir, der sich nicht in die Sonne traut. Er ist da, und wartet nur auf den Moment, sich über das hilflose Opfer stürzen zu können.

Eine geübte Hitzetussi sucht – und findet – immer ein Opfer, dem sie die Schuld ihrer mäßig guten Laune zuweisen kann. Im Zweifelsfall ist es der Hund Schuld. Zur besseren Veranschaulichung der Sachlage und des Schuldzuweisungsprozesses (immer entgegen der Richtung, die zu sich selbst führen könnte natürlich) – hier die vier Stufen des obersten Gebotes: DENIAL. DENIAL. DENIAL. Immer die Anderen!

© Linnis.de

© Linnis.de

Was am besten hilft? Der Sprung, oder eher der Schubser, ins kalte Wasser. (Vorsicht: Ist dieses nicht kalt genug, um einen Schrecken auszulösen, so kann der Schuss nach hinten losgehen!) Dann den Kopf für ein paar Sekunden unter Wasser halten. Geschieht das nicht freiwillig, so muss vorsichtig nachgeholfen werden. Man erkennt den erfolgreichen Exorzismus daran, dass der Patient kichernd, lachend oder mit neutraler Mine aus dem Wasser kommt. Denn die Tussi wäre nun auch innerlich auf 180°.

Weitere Methoden, um sie ruhig zu stellen: Alle Angaben ohne Gewähr

  • Schuh-Shopping
  • Noch mehr Schuh-Shopping
  • Vodka mit Zitrone
  • Rosé
  • Noch ein Vodka
  • Mats Hummels
  • Rose-N!
  • Rosen von Mats  Hummels

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Diese Tussi hier, die hat einen super Trick, um der Hitze ein wenig entgegenzuwirken und sich selbst zu heilen. Eiswürfel auf den Puls legen und im Strandclub, zwei unter die Füße legen. Sieht doch keiner unter’m Tisch. So kann auch im Schatten ein Angriff der Hitzetussi erfolgreich abgewehrt werden.

Viel Erfolg beim Kampf gegen ein Wesen, das den inneren Schweinehund blass aussehen lässt. Doch fürchtet euch nicht: Wo ein Wille ist, da ist bekanntlich ein Weg!

Sucht sie im schützenden, kühlen Dunkel ihres Zimmers. Denn sie steht sich doch nur selbst im Weg. Meint es gar nicht böse 😉

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Linda

In Bielefeld geboren, in Hong Kong aufgewachsen und nun in Düsseldorf und Zürich zu Hause. Ich singe für mein Leben gerne, schreibe, weil es der Seele gut tut und möchte vom Leben vor allem eines: Glücklich sein.

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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