Mein Plan? – Kein Plan!

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Ostwestfalen – DU FLUCH UND SEGEN! Warum zum Teufel zwingst du mich stets in diese undankbare Position, in der ich meistens schmerzhaft lernen muss, dass man im Leben nicht ALLES planen kann? Struktur tut gut, ja. Doch irgendwo, da trifft auch die penibelste Planung auf ihre Grenzen. Da kann man nichts mehr planen. Da darf man vor allem nicht planen, da der Moment sonst an Wirkung verlieren würde.

In der Theorie ja schön und gut, doch möge das bitte auch von meinem Bielfelder Dickschädel akzeptiert, verarbeitet und verinnerlicht werden?

Ich ertappe mich in der letzten Zeit immer häufiger dabei, in einer ruhigen Minute in der Pinterest Handy-App hängenzubleiben und mir Lebensweisheiten durchzulesen, die als Anleitung dazu dienen sollen, CARPE DIEM vom feinsten zu leben.

Da lese ich dann einiges über „Wege“, die das „Ziel“ sind, von „Momenten“, die „geleb“t werden müssen, von „heute“ und „morgen“, von einem „damals“, das „keine Rolle“ mehr spielt und versuche mir die schönsten in den Kopf zu bekommen. Denn so möchte ich mein Leben dann führen. Doch stopp: Ich mache es schon wieder – ich plane. Ein Teufelskreis? – Vielleicht.

Wie bei den meisten Dingen ist es auch in diesem Fall so: Es ist alle eine Frage des richtigen Verhältnisses. Planen oder treiben lassen? Planos? – Nein! Verplant? – Auch nicht. Situativ? – Ja, ich denke, das trifft es am besten.

Das Dilemma ist eindeutig: Entweder ich plane alles voraus, laufe jedoch der Gefahr auf, dabei die Gegenwart zu verpassen und die Dinge zu verbissen zu sehen, oder ich warte einfach mal ab, was kommt. Doch verbaue ich mir durch andauerndes Warten denn nicht die Zukunft? Ach Mensch, das nervt doch. Ich nenne es einfach: Das Young People Syndrom, denn ich bin mir fast sicher, dass ich nicht alleine in dieser Position stecke.

In „unserem Alter“ also so grob von 20 – 30 stehen wir vor so vielen Fragen! Will ich eine Beziehung? Wenn ja, mit wem? Will ich Kinder? Oder ist Karriere erstmal wichtiger? Was will ich studieren? Wo will ich studieren? Wo will leben? Womit verdiene ich mein Geld? Wer bin ich überhaupt?

Aber eine Stimme in mir beruhigt mich stets, indem sie sagt: Kind, du bist noch auf der Suche – Du bist noch nicht angekommen. Das finde ich auch gut so, denn mit 22 schon da zu stehen, wo ich mit 52 immer noch sein werde, das wäre doch trist und langweilig.

Ich glaube an’s Schicksal, bin der Meinung, meinen noch sehr langen roten Faden nun endlich am Zipfel gepackt zu haben und freue mich auf alles, was kommt. Geplant oder ungeplant – Good things happen to good people und mein einziger unabdinglicher Plan ist es, ein gutes Auge auf mein Karma-Konto zu haben 😉 Der Weihnachtsmann sieht alles 😉

Morgen geht es in die Stadt der Liebe! Auf meinem Lebensplan auch genannt Bucket-List (ja, ich habe meinen Vorsatz des „Geschehen-lassens“ von vor zwei Sätzen bereits gebrochen) steht unter anderem: Kissing under the Eiffeltower. Mal schauen ob’s nur bei einem Pferdekuss meines Bruders auf den Oberarm bleibt … In Paris kann doch alles passieren!

Doch vorher Spiele ich noch ein Spiel, dessen ich seit früher Kindheitstage noch nie Herr geworden bin: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit …“ Vielleicht sollte ich hier mal das Planen lernen.

Have a lovely evening! Hier noch mein song of the day:

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Linda

In Bielefeld geboren, in Hong Kong aufgewachsen und nun in Düsseldorf und Zürich zu Hause. Ich singe für mein Leben gerne, schreibe, weil es der Seele gut tut und möchte vom Leben vor allem eines: Glücklich sein.

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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