Ein gutes Jahr!

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6 Monate und exakt 23 Tage – So lange ist es nun her, dass ich das letzte Mal den Kopf dazu hatte, ein paar Zeilen zu verfassen, die ich hier teilen möchte. Die 23 steht da nicht nur zufällig, denn ich glaube nicht an Zufälle. Vielmehr glaube ich an’s Schicksal, also daran, dass manche Dinge passieren, weil sie passieren sollen. Ich bin nun 23 Jahre alt. Dieses Jahr ist das bislang beste meines Lebens. Mit Abstand sogar. Das habe ich schon an Silvester am Strand von Miami gefühlt. Das Feuerwerk hat in mir etwas ausgelöst, dass sich nun entfalten soll.

Es ist nicht so, dass ich in diesem Jahr in der Hängematte liege und mir die Bälle dennoch zugespielt werden. Nein! Es ist nur endlich ein Jahr, in dem all die Arbeit, das Hoffen, das Wünschen und das Rennen mit Blick auf das Ziel endlich Früchte tragen. Ich bin noch lange nicht dort, wo ich einst stehen möchte, doch wer kann das mit 23 schon behaupten? Ich glaube, das wäre sogar ungesund, denn wo wäre die Perspektive? Doch endlich den fusseligen Anfang vom verfluchten roten Faden in den Händen zu halten – Balsam für eine an einigen stellen doch etwas wunde Seele. Nun, da ich ihn gefunden habe, muss ich mich vorsichtig an ihm entlanghangeln, dabei zusehen, dass er nicht reißt, ich darf also nicht zu schnell und ruckartig daran zerren. Eher liebevoll, mit Gefühl.

In der Ruhe liegt die Kraft – in der Panik das Verderben.

Der Lieblingsspruch meiner Fahrlehrerin hallt wie ein Echo immer wieder in meinem Kopf. Sie hat Recht. Mein Dad hat auch Recht, indem er mir immer und immer wieder gut zusprach und sagte „Kind, der Ball rollt doch: Alles, was du nun brauchst, ist Geduld.“. Geduld. Ich mag es aber nicht Geduld haben zu müssen. Wenn ich weiß, was ich will, dann will ich es sofort. Noch mehr will ich es, wenn ich weiß, dass es wirklich erreichbar ist. Und noch viel mehr will ich es, wenn ich weiß, dass ich selbst dafür den Beitrag leisten muss. Doch manche Dinge brauchen ihre Zeit. Und ich brauche dann Geduld. Wackelpudding muss für ein paar Stunden in den Kühlschrank. Vorher wird er nicht fest. Auch nicht, wenn ich mich auf den Kopf stelle, die Luft anhalte, ihn anschreie und ein Stoßgebet an den Himmel sende. Doch irgendwann ist er dann fertig. Zu seiner Zeit.

Geduld – die brauchte (und brauche) ich jedoch nicht nur im Umgang mit mir selbst, sondern auch im Umgang mit Menschen, die den Weg in mein Leben finden. Manche, weil ich sie hineingelassen habe und manche, weil ich gar nicht anders konnte. Wenn ich bis hier hin etwas gelernt habe, dann dass man sein eigenes Glück niemals von jemand anderem abhängig machen sollte. Denn dann ist man nicht frei. Man wartet, man erwartet, man wird enttäuscht. Manchmal wird man auch überrascht, man bekommt Anlass sich zu freuen und ganz unverhofft steht dann doch jemand da, der einem das Lächeln ins Gesicht zaubert.  Doch auch das darf man nicht erzwingen. Man darf auch nicht darauf warten. Man muss sich darauf konzentrieren sich selbst glücklich zu machen, dann ganz unverhofft und nebensächlich stolpert jemand in dein Leben, der fortan dafür sorgt, dich noch glücklicher zu machen. Also brauchen wir mal wieder was? -Geduld.

Nun ja, Geduld habe ich bewiesen. Geduld werde ich weiterhin beweisen, doch kann ich nur dann geduldig sein, wenn ich mir sicher bin, alles getan zu haben, das in meiner Macht steht. Wenn mein eigener, Beitrag geleistet ist, ich demnach nichts mehr an der Sache drehen kann, dann kann ich auch Geduld bewahren. Denn dann wird die Zeit und dieses Ding namens „Schicksal“ zeigen, was daraus wird. Was sein soll, das wird sein. Genauso wie das, was zusammen gehört, auch zusammen sein wird. Geht gar nicht anders. Das Schicksal ist eine Macht, die höher ist, als wir.

Warum ich so extrem glücklich bin? Abgesehen von der Tatsache, dass sich nun endlich etwas tut, sind es alles Dinge, die ich von Herzen gerne mache. Die Musik ist seit jeher meine aller größte Leidenschaft – Sie spielt nun mit die größte Rolle in meinem Leben. Besser könnte es doch nicht sein. Wenn mir jemand zuhören möchte, dann erfüllt mich das. Zu wissen, dass ich in einem anderen Menschen durch meine Kunst, die von Herzen kommt, etwas schönes auslösen kann, ist ein so schönes Gefühl – eine bessere Belohnung gibt es nicht. Jede Musik, generell jede Kunst, hat ihre Berechtigung, da sie absolut subjektiv und authentisch ist. Mal sehen, wohin die Reise nun geht. Ich mache mir selbst keinen Druck, erwarte nichts und freue mich auf alles, was kommt. Ich kann nur gewinnen, denn man kann nicht verlieren, wenn man das tut, was das Herz wirklich will.

Es wird ein gutes Jahr. Das spüre ich. Hoffentlich für uns alle!

Linda

In Bielefeld geboren, in Hong Kong aufgewachsen und nun in Düsseldorf und Zürich zu Hause. Ich singe für mein Leben gerne, schreibe, weil es der Seele gut tut und möchte vom Leben vor allem eines: Glücklich sein.

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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