Me, Myself & I

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Manchmal, wenn ich morgens wieder einmal zu früh wach geworden bin, liege ich im Stillen auf dem Sofa, halte meinen faden Kaffee aus einer Kapselmaschine in der Hand und lasse meine Gedanken wandern. 

Ich gehe Erinnerungen durch, muss manchmal grinsen. Dann folgen weitere und  mir kullert ein Tränchen die Wange herunter. Doch zum Glück liegt mir das Kopfrechnen ganz gut und so kann ich schnell erkennen, dass die schönen Erinnerungen die schlechten bei weitem übertreffen. So lange man in diesem Verhältnis von Glück und Unglück leben darf, dann geht es einem gut.

Wenn ich die Vergangenheit abgearbeitet habe, dann widme ich mich einem viel viel gruseligerem Terrain: der Zukunft.

Denn mit dem, was ohnehin gewesen ist, kann ich umgehen, da ich nichts mehr daran ändern kann und weiß, wie die Geschichte verlaufen ist.

Bei der Zukunft ist das anders. Alles, was ich mir hier ausdenke basiert auf reinen Projektionen, die in meinem Kopf stattfinden und auf dem basieren, was ich in der Vergangenheit gelernt habe. Doch es ist ein großer Haufen von Spekulationen, Vermutungen und Hoffnung.

Wenn ich hier erneut prüfe, wie viele Szenarien mir ein Lächeln und wie viele ein Tränchen entlocken, so gefällt mir die Bilanz in diesem Fall ganz und gar nicht.

Ich führe ein Leben, in dem ich jeden Tag aufwachen und dem lieben Herrn im Himmel danken kann, denn bei mir ist es warm, der Kühlschrank ist voll und mein Auto bringt mich verlässlich von A nach B. Ich habe Familie, Liebe und Freunde. Warum also diese Panik?

Es ist gar nicht so einfach, den einen Grund dafür zu finden, doch ich glaube es trifft es gut, wenn ich sage, dass ich an sich keine Angst vor den Ereignissen in der Zukunft habe, ich habe vielmehr Angst, dass das, was ich jetzt habe dann nicht mehr da sein könnte.

Ein einfaches Praxisbeispiel:

Ich liebe einen Tag voller wohltuender Sonnenstrahlen, doch ich kann sie nicht in der Luft auffangen und zwingen immer wieder über mir zu scheinen, obwohl ich es so gerne hätte. Darüber könnte ich nun traurig sein, oder frustrieren. Ich könnte Panik haben, dass ich nach diesem Tag nie wieder die Sonne sehen darf, da was auch immer passieren könnte. Aber was bringt mir das? Höchstens Falten an den falschen Stellen, also warum nicht einfach den Moment genießen?

Somit klammere ich an den Dingen, die ich jetzt liebe und wünschte, ich könnte sie besitzen und sie somit zwingen genau da zu bleiben, wo sie jetzt sind: bei mir.

Das hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern mit dem, was sie in mir auslösen. Es ist Liebe, die mich treibt. Keine schlechten Hintergedanken.

Doch dazu kommt auch die Tatsache, dass ich (und ich glaube, dass viele das genauo tun, demnach kann ich offen darüber schreiben) mein Glück zu oft von Dingen abhängig mache, die nicht von mir selbst gesteuert werden können. Ich lege mein Glück in fremde Hände. Ein fataler Fehler, doch das erkennt man  nicht von heute auf morgen.

Wenn man etwas erkannt hat, hat man es noch längst nicht verinnerlicht.

Erst dann, wenn man es verinnerlicht, kann man anfangen es zu praktizieren.

Ich habe eine Liste der Dinge, die ich im neuen Jahr gerne erreichen würde. Doch die habe ich erst einmal dem einen neuen Ziel untergeordnet:

„Ich bin selbst für mein Glück verantwortlich und möchte immer wissen, dass es so ist“

Denn wenn nur man mit sich im Reinen ist, dann kann man bedingungslos lieben, dann hat man keine Angst vor der Zukunft, da man weiß, dass man sich selbst immer wieder glücklich machen kann, dann kann man aus Niederschlägen lernen und weiß, dass man daraus stärker denn je herauskommt.

Inzwischen ist mein Kaffee kalt, doch es ist immer noch erst 6:42Uhr am Morgen. Mein Kopf ist manchmal so laut, dass er mich aus dem Schlaf holt. Vielleicht erledigt sich dieses Problem im selben Zuge.

Musik ist immer eine gute Idee. Wie meine Playlist heute heißt? – „Happy“

Linda

In Bielefeld geboren, in Hong Kong aufgewachsen und nun in Düsseldorf und Zürich zu Hause. Ich singe für mein Leben gerne, schreibe, weil es der Seele gut tut und möchte vom Leben vor allem eines: Glücklich sein.

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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