Die Sache mit dem „Glücklich-Sein“

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Wir streben am Ende des Tages doch alle nach dem selben Ziel: Wir wollen glücklich sein. Wie genau das individuelle Glück dann aussieht, das könnt ihr für euch selbst entscheiden. Die einen erleben das Gefühl durch Familie, die anderen, eher auf der Karriereleiter. Manche haben beides. Es ist individuell und somit nicht zu verallgemeinern. Leider sind wir aber auch in einer Welt, in der man sich mit Anderen vergleicht oder mit Anderen verglichen wird. Manch einer ist dadurch unter Druck gesetzt, anderen ist es wiederum egal, manche leiden darunter, manche zerfressen sich selbst durch Neid oder Missgunst und stehen somit wiederum ihrem eigenen Glück im Weg. Auf die Gefahr hin nun ebenfalls eine Angriffsfläche zu bieten sage ich ganz offen und ehrlich: Ich bin gerade glücklich. Sehr glücklich sogar.

Wir suchen oft auf der ganzen Welt, dabei steht das Glück manchmal bereits genau vor uns. Doch da wir, von Natur aus skeptisch, dann doch nicht auf unseren Bauch hören, sondern vielmehr auf die verfälschten Ideen eines Ideals, das uns von unserem Kopf vorgegeben wird, schauen wir daran vorbei. Oder wir laufen mit geschlossenen Augen durch die Welt. Gott sei Dank gibt es aber oft genug Zeichen und Warnschilder, die das Bewusstsein schärfen und die Aufmerksamkeit auf die (oder den) Richtigen lenken. Wir müssen die Signale nur richtig deuten. Gelingt uns das, so werden wir auch zu sehr hoher Wahrscheinlichkeit dafür belohnt.

Oftmals ist es auch ein besonders steiniger Weg, der uns davon abhält ans Ziel zu geraten. Nicht aus dem Grund, dass er nicht zu bestreiten wäre, sondern vielmehr, da wir uns gar nicht erst wagen ihn anzutreten. Schade. Im Vorfeld bereits das Handtuch zu werfen ist feige und häufig mit späterer Reue verbunden. Ein Gefühl, dass in meinen Augen noch viel unbefriedigender ist, als ein Scheitern, obwohl man wirklich alles gegeben hat. Hat man einmal die Richtung gefunden, in die man gehen möchte und das Ziel vor Augen oder zumindest im Kopf, so heißt es: Durchhalten.

Wenn wir vor einem Berg stehen, der steil, uneben und schwer zu erklimmen ist, dann fürchten wir uns, trauen uns vielleicht nicht den Anstieg zu wagen, dabei wissen wir doch ganz genau, dass wir den Blick von ganz oben erleben wollen. Was also tun? Zurückgehen? Nein, denn da kennt man doch schon alles. Jemanden vorschicken, der einem den Weg ebnet? Schwierig, denn dann setzt derjenige dort sein Gipfelkreuz. Auf der Stelle stehen? Auch schwierig, dann wird man alt und bleibt einsam. Es gibt nur den einen Weg: Ein Fuß vor den anderen, Schritt für Schritt und sollte man stolpern, so rafft man sich wieder auf. Die Berg-Metapher ist gefühlt bereits älter, als die Menschheit selbst. Sie verliert aber nicht an Aktualität. Wird sie auch nie. Ich habe in der letzten Zeit einen ganz besonderen Menschen kennenlernen dürfen, der mir gezeigt hat, wie wichtig es ist, sich niemals von seinem Ziel abbringen zu lassen und dass Willensstärke die schärfste Waffe des Menschen ist.

Er wurde für diese Stärke belohnt. Nein, wir wurden belohnt. Ich durfte ihn auf seinem Weg begleiten, meine Hand reichen, wenn sie eine Stütze war, mein offenes Ohr bereitstellen, wenn „Zuhören“ das beste Balsam war und meine Gedanken teilen, wenn sie wohltuend und motivierend sein durften. Das alles und mehr habe ich zurückbekommen. Ein Geben und Nehmen sozusagen. Was die Zukunft bringt? Ich weiß es nicht, wir wissen das nicht, doch gerade wissen wir eines: Es hat sich gelohnt und ich habe etwas Wichtiges gelernt:

Man kann den Moment nicht festhalten, man kann nicht erzwingen, dass alles so bleibt, wie es gerade ist, man kann keine Gewissheit haben, über Dinge, die die Zeit erst zeigen wird, doch das alles ist nur dann tragisch, wenn man es nicht schafft im Moment zu leben. Einfach mal nichts in Frage zu stellen, die Eindrücke in sich aufzusaugen und das „Hier und Jetzt“ den Stellenwert von „Für immer und ewig“ einzuräumen. Dann sind die unbeantworten Fragen, die Gewissheiten, die man nicht haben kann und der Wunsch, das alles so bleibt wie es ist, schon gar nicht mehr so beängstigend.

Und am Ende, da wird eh alles gut. Wir dürfen nur nichts erzwingen.

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Linda

In Bielefeld geboren, in Hong Kong aufgewachsen und nun in Düsseldorf und Zürich zu Hause. Ich singe für mein Leben gerne, schreibe, weil es der Seele gut tut und möchte vom Leben vor allem eines: Glücklich sein.

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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