Back to reality

Zu schön war doch die Vorstellung, fortan an nun an von dem sommerlichen Mekka Mallorca meine Texte schreiben zu können. Das Meeresrauschen im Ohr, die Sonne im Gesicht, den Wind um die Nase und die Raupen … naja, deren Nesseln im Gesicht. Etwas entzaubert wird das ganze dadurch. Aber heeeey, kein Grund zur Sorge: Prozessionsraupen gibt es auf der Inseln nur um Ostern herum.

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Prozessions- was? Prozessionsraupen. Das sind kleine, niedliche flauschige Wesen, die bei der bloßen Berührung ihres prachtvollen Nesselkleides ein wunderbares Feld von Pusteln, die jucken, spannen und brennen zurücklassen. So in etwa, als hätte man im Brennnesselfeld (ich liebe die drei „n“) einen wilden Tango getanzt. Mit genau einem dieser Viecher habe ich besonders intensiv gekuschelt. Wir haben wild geknutscht und sie hat nach einer heißen Nacht auch wunderbar zu erkennende Spuren in meinem Gesicht , auf meinem Dekolletee und auf meinem Bauch hinterlassen.

Aber genug mit der „schönen Verpackung“ des schlechten Inhalts: Die SCHEI* Dinger haben mir verdammt weh getan und einen riesigen Schrecken eingejagt! Mein Gesicht sah aus, als hätte eine Qualle Striemen darauf gebrannt. Es hat gejuckt, es tat weh und es wurde dann auch noch alles dunkel. Ich hatte Angst, bleibende Pigmentverschiebungen bekommen zu haben. Doch Entwarnung: Es wird besser. In meinen Mallorca-Guide muss ich also dringen aufnehmen, eine Warnung gegen diese doofen Viecher, die sich „Prozessionsraupen“ schimpfen lassen,  auszusprechen.

Die sehen in etwa so aus:

IMAG6525_1_FotorWarum ich kein Foto aus dem Internet nehme, um sie zu zeigen? Nunja, frisch aus den Verhandlungen bezüglich eines Urheberrechtsstreits kommend, lasse ich die Finger von Bildern, die ich nicht selbst geschossen habe. Es reicht, nun nicht einmal Inhaber der für mich dennoch teuersten Hühnerbrust jemals zu sein. Details dürfen gerne mündlich erfragt werden, denn darüber traue ich mich nicht mal mehr zu schreiben 😉 Nur so viel: Es müsste jedes Kind wissen, dass Google nicht automatisch die weitere Nutzung der Bilder sicherstellt 😉

Naja, das nur am Rande. Inzwischen hat mich der Alltag wieder eingeholt. Ist aber nicht so tragisch, ich kann mich selbst leiden und freue mich vor allem auf meine Freunde. Es gibt nichts schlimmeres, als mit sich selbst nicht mal für ein paar Stunden klar zu kommen. Das weist ein sehr hohes Depressionspotenzial auf. Man sollte sich dringend und intensiv mit sich auseinandersetzen. Sich zum Beispiel vor den Spiegel stellen und sich tief in die Augen gucken. Oder so in der Art.

Meine persönliche Rache an den fiesen Biester: Ein Insektenmahl. Gestern im Mongo’s in Düsseldorf. Dort bekommt man für nur 4,90€ eine Portion Heuschrecken, Mehlwürmer und Raupen. Frittiert mit Whiskey-Tomatensauce. Lecker. Wirklich! Nicht gelogen! Darf ich bitten?

Das Ende der Raupengeschichte: An Tag 3 vernesselt, am Tag 9 Dank She Uemura Concealer wieder salonfähig. Aber hey, einfach so breit lachen, dass alles andere nebensächlich wird. Eine andere Wahl hatte ich sowieso nicht!

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Tanz in den Mai steht nun vor der Tür! Tanzt ihr denn überhaupt rein? Das Attic feiert gleichzeitig seinen vierten Geburtstag – wäre doch ’ne Option oder nicht?

Kürzlich fragte mich jemand: „Sag mal, ist dieses Mai Fest in Deutschland genauso asozial, wie Karneval?“ – Frage an Euch: Ist es das? Habe das Fest als Kind häufiger bei meinen Großeltern auf dem Land erlebt. Dort wurden ganz eifrig Maibäume aufgestellt, um die ich die Dorfbeautys immer beneidet habe. Denn wer stellt schon einer kleinen brünetten Achtjährigen, die dann auch noch so komisch aus Hong Kong kommt, einen waschechten Maibaum auf? Ich armes verfluchtes Wesen musste von der Ultra-Großstadt Hong Kong direkt in die kleine Großstadt Düsseldorf ziehen und hier ist dieser Brauch ebenfalls nicht mehr gängig. So bleibt es wohl dabei, dass ich in meiner Zeit als Bachelorette nie einen Maibaum bekommen werde. Ich züchte stattdessen eine Orchidee und einen Ficus in meiner Wohnung. Da hänge ich kleine Maikäfer hinein und wenn einer fragt, dann ist das mal sowas von ein MAIBAUM. Punkt.

Naja, leider gab es in diesem Dorf auch die eine oder andere schmerzhafte und sehr grobe Auseinandersetzung zwischen den Maibaumstellenden. „Boom Boom Pow“. Ein Zähnchen hier, ein Zähnchen da … Keine schöne Erinnerung. Da lobe ich mir doch die Maifeierei in der City.

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Details zu meinem Outfit findet ihr auf Jadicted.

#Berlinani

Mein Bauchgefühl hat mich nicht getäuscht, der Trip nach Berlin war geradezu ein Rausch an Glücksgefühlen und unvergesslichen Momenten. Mit Menschen, die mich fasziniert haben, deren Botschaft an die Welt ich unterstützen und niemals vergessen möchte – Gespräche, die unter die Haut gingen, Smalltalk, der für die Seele gut ist, Aussagen, über die man sich auch herrlich ein wenig zanken konnte – O-Töne, die mir noch jetzt die Tränen vor Lachen in die Augen treiben, wenn ich mich zurückerinnere – Frühstück bei Vapiano – Taxifahrten mit Nahezu-Stunteinlagen durch das kleine große Berlin, U-Bahnstationen, Sonne, Afterparty Munchies … die Liste nimmt kein Ende.

Nach der Anreise am Samstag stand dann erstmals „Orientierung“ auf dem Programm. Briefing beim Lunch, die letzten kleinen Touch-Ups für’s Outfit bei ZARA ergattern und dann für den Abend fertig machen. Mit meiner süßen Ani an meiner Seite sind selbst so kleine Dinge ein diesen Spaß! „Unsere Berlinale“ fing dann auf der Pre-Party des Cinema for Peace Events im „Avenue“ an. Dort haben wir uns noch einmal wie 16 fühlen dürfen und haben die Tanzfläche bis in die frühen Morgenstunden für uns beansprucht. Ohne Rücksicht auf Verluste. In Big B kennt uns doch eh keiner 😀 … So meint man, denn die Welt ist so klein und ich habe mich sehr über ein paar vertraute Gesichter gefreut, die den Abend dann abgerundet haben. Danke auch, dass ich mich selbst ohne Schuhe wohlfühlen durfte. Die scheinen den Wahnsinn wohl gewohnt zu sein. In der Großstadt „kennt man das!“.

Night and Day

Nach einem Frühstück bei Vapiano, haben wir den Sonntag genutzt, um die Stadt auf uns wirken zu lassen. Die Cafe’s die Prunkgebäude (die mich jedes Mal auf’s neue sehr faszinieren) und letztendlich die Sofas der Starbucksfiliale. Denn der Jeck liebt doch das, was er kennt. Keine Ahnung, ob CARAS Kaffee auch ’ne leckere Sache ist… Wir wollten Vanille Latte und Cantuccinis a la American Franchise.

Um auch weiterhin kein Risiko einzugehen – die paar Tage sollen doch durch und durch schön sein – stand am Abend ein Besuch eines meiner liebsten Restaurants in Mitte an. Das Pan Asia. Mit meiner geliebten Tante Julia, meinem genialen Onkel S. und unserem Berlinale Drink „Prosecco mit Canberrysaft und Minze“ schaukelten wir uns hoch in einen Zustand, den man wohl ganz einfach „glücklich“ nennen darf. Carpe Diem?! Sagt Euch das was? Ich kannte es schon lange, doch musste ich glaube ich erst 21 Jahre alt werden, um es auch zu verinnerlichen. Nun kann ich das. Werde es auch nicht mehr verlernen.

Pan Asia

Weiter geht’s in dem straffen Drei-Nächte-Programm. Wir sind dicht doch Goethe war dichter…irgendwie so geht der Spruch oder? Wisst ihr was: Fack Ju Göhte. Und zwar über den Dächern Berlins im Puro. Kurz und Knapp: Gute Party, Gute Musik, Coole Leute. Ich habe schmunzelnd beobachten dürfen, dass sich das App-Phänomen „Quizduell“ nun zum prima Trinkspiel etabliert hat. Man kommuniziert auch nicht mehr über Whatsapp, sondern lediglich über den knallharten Wissenskrieg. Das Volk schreit nach Bildung – es wird erhört!

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Bei Anbruch des dritten Tages wurden definitiv jede Menge #selfies an jemanden verschickt, den man ganz besonders vermisst…

Miss you

Der Trost: Unser Highlight stand uns jedoch noch bevor: Die Cinema for Peace Gala. Eine Wohltat, nach dem Szene-Partyvolk nun ein paar Menschen kennenlernen zu dürfen, deren Arbeit und Herzenswünsche die Welt bewegen. Fasziniert haben mich die Damen von Pussy Riot. Leider konnten wir nur via Dolmetscher kommunizieren, aber die Aura, die sie umgab war so beeindruckend. Leid, Stärke, und so viel Mut. Ich bin keine Feministin, aber ich liebe Menschen, die etwas bewegen wollen und sich nicht durch so „nebensächliche“ Dinge, wie zum Beispiel die Verstimmung von Wladimir Putin von ihrem Weg abbringen lassen…

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Die Rede des Enkels des kürzlich von uns gegangenen Nelson Mandelas fand ich wunderschön. Toll, dass seine Familie so aktiv daran arbeitet, dem Vermächtnis ihres Ältesten gerecht zu werden und seine Person nicht in Vergessenheit geraten lassen. Dazu kommt noch, dass es sich hier um sehr sympathische und weltoffene Menschen handelt, die sehr bewegende Dinge zu erzählen haben.

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Doch trotz aller Tiefgründigkeit wurde der Abend gegen Mitternacht reichlich aufgelockert. Man tanzte (Mal wieder) auf gleich drei Tanzflächen, zu Live Musik, Giulia Siegels „Dj-Jane-Künsten“ und den Charts von damals und heute. Ausgelassen drehte sich sogar die Grand Madame des Abends in grüner bodenlanger Robe. Zugegeben ein witziges Bild, aber dabei ein sehr sympathisches. Auch eine „gnädige Frau von“ ist nichts, als ein Mensch.

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Auch hier bekannte Gesichter! Ich habe mich sehr über meinen lieben Bekannten Nana aus Köln gefreut, der fleißig den Abend für Lifestyler TV dokumentiert hat. Danke auch an den lieben Olaf, dafür, dass er die Party erst möglich gemacht hat!

Nana Olaf B. Linda Ani Kweyku

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Von Anfang, bis zum Ende am Flughafen Berlin Tegel – Good Vibes Happy Feelings und jede Menge Erinnerungen von denen man zehren wird! Bad Hair wird durch unsere favorite #gents Caps ganz einfach versteckt!

Abflug

Danke aber vor allem an meine liebe Ani, die mir eine ganz tolle große Schwester ist, die mich aus Tiefs herausholt, mir zeigt, dass das Leben so schön ist und vor allem so viel Herz gibt! Bald wieder, bald mehr! #linani <3

Wichtiger Nachtrag: Danke an meinen geliebten Bruder Louis für das beste Hundesitten, dass mein Wusel sich erträumen könnte! Fakt ist: Hätte jeder auf der Welt eine Lola, gäbe es nur noch Frieden. Oder so…

Lola

Big in Berlin

Berlin-

Denkt mal an „Berlin“. Was schießt euch in den Kopf?

Stellt man mir ebendiese Frage, so sehe ich derbe Boots, Parkas, ’n Bisschen Schmuddel, große repräsentative Regierungsgebäude und das Brandenburger Tor als erstes vor meinem inneren Auge. Müsste ich den Vibe beschreiben, so würde ich sagen „anti irgendwas, zu cool für dich und rotzig“. Nein, ich hatte bislang kein wirklich sympathisches Bild der Berliner verinnerlicht, hab sie tief in eine Schublade gesteckt und wollte sie da auch so schnell nicht mehr herauslassen. Doch glücklicherweise habe ich den Schlüssel zum Schubladenfach noch nicht weggeworfen, habe ihn aus den Tiefen meines Hipsterparkas, der im Keller den Krieg gegen eine Mottenplage zu verlieren scheint, gekramt und habe das rostige Schloss betätigt. Dann wurde ich von einer Welle an Höflichkeit und Happy Feelings nahezu überwältigt. Denn die haben sich seit langer langer Zeit in der Dunkelheit verkrochen und geben sich nun alle Mühe, mein vorherrschendes Bild zu korrigieren.

Food-and-drinks

Ja, ich rede gerade lange und sehr metaphorisch um den Brei herum, denn Fakt ist: WOW, Berlin kann ja auch anders.

Im einen Store schenkt man mir Getons, mit denen ich Gratis eine Hirsch-Wildschwein-Bratwurst und frischen Ingwer-Minze-Tee genießen darf. Im Hinterhof wurden dafür extra Felle und Decken ausgelegt, man kann sich einkuscheln und wird von Heizstrahlern gewärmt. Im versnobten Modeladen (Hint: An der ECKE 😉 ) ist man auf einmal suuuuper freundlich, legt „die aller letzte“ Jacke sogar für eine Bedenkzeit bis zum Abend zurück und ist dann nicht einmal sauer, wenn man sich doch dagegen entscheidet. Im Promischuppen an der Französischen Straße  hat man für „Zwei so charmante Ladies“ sogar während der Fashion Week „natürlich immer einen Tisch“ – Champagner gefällig? Die Kellnerin verrät, noch nie ein so „wunderschönes Mutter Tochter Pärchen gesehen zu haben“ (nur Zitat, keine Wertung) und der Taxifahrer verwandelt eine 35 minütige 5km Fahrt in die kurzweiligste Taxifahrt meines Lebens.  Berlin, du kannst ja nett sein!?

Tea-Time

Vielleicht braucht es erst den kunterbunten Modezirkus, dass die Menschen endlich wieder Grund zu lachen haben. Ich würde nachwievor (noch) nicht nach Berlin ziehen, so bin ich doch bislang stets ein eher skeptisch veranlagter Mensch und brauche eine gewisse Zeit, um mich überzeugen zu lassen.

Ich-bin-ein-Berliner-BB1

Aber hey, wenn sich die Hauptstadt weiterhin so freundlich entwickelt, wer weiß! Vielleicht finde ich dann doch gefallen daran. Zwei Dinge stehen den jedoch noch im Wege, die so leicht wohl auch nicht zu ändern sind: Shoppen ist dort nicht mein Ding. Vielleicht ist es zu groß und ich zu klein. Oder zu alternativ und ich zu Mainstream? Oder zu hart und ich zu soft. Ich weiß nicht, was es ist. Die Waage am Flughafen zeigt jedoch nahezu nie auch nur 1kg mehr an, als auf der Hinreise. Punkt zwei: Berlin ist soooo groß, soooo weitläufig, dass es sich schon wieder in seiner Weitläufigkeit verliert, bzw. für mich mehr eine Ansammlung kleiner Städte darstellt, als eine imposante, große Weltstadt. Der Großstadtflare ist dort längst nicht so angekommen, wie in London oder Paris. Vielleicht fehlen dazu die Leute? Vielleicht sind wir zu Deutsch. Vielleicht liegt’s an mir.

Mein Fashionweek Resümee? – Es war cool. People watching, weniger guten Modeinput (aber immerhin doch genug, um ein paar Anreize zu bekommen), gutes Essen und coole Locations. SOHO House, Borchardt , Bocca di Bacco , Tausend Bar, Katerholzig, Avenue … Been there, had fun. Thanks and I will come again!

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Dani

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A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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