O’zapft is!

Es ist so weit, es ist so weit! Tag des Anstichs auf dem größten Volksfest der Welt! Die Wiesn 2013 werden heute um Punkt 12.00Uhr offiziell eröffnet. Schon jetzt ziehen die festlich geschmückten Wiesen-Wagen ihr Runde und versprühen vor allem eins: Jede Menge Vorfreude auf alles, was uns in den nächsten Wochen erwarten wird.

Da ich tolle Freunde habe, darf ich schon stolz die ersten Aufnahmen der Wiesn präsentieren:

Schützenzelt Wagen Schützenwagen

Ich bin schon ganz aufgeregt, es dauert nur noch ein paar Tage und auch ich darf am Geschehen teilhaben. Das Wiesn’programm steht 🙂

Im letzten Jahr stand ich jedoch vor der Wiesn unter Stress. Das Dirndl ist auf dem Postweg hängen geblieben, die Schuhe waren nicht bequem genug, um einen langen Festtag zu überleben, die Hotels waren brechend voll. Kopfstress vom feinsten, den ich in diesem Jahr nicht zulassen – denn schließlich möchte ich eine unbeschwerte Zeit genießen können.

In diesem Jahr, so habe ich mir bereits damals geschworen, wird das alles nicht so sein. Das Dirndl hängt bereit, wurde vom Schneider optimiert, Schuhe sind vorhanden  (passen und gefallen), das Hotel ist gebucht (wenn auch viel zu teuer … die Schweine) und auch sonst wird alles um einiges entspannter ablaufen. Dann heißt es wieder O’zapft is!

Da ich weder aus München komme, noch ein Profi in der Thematik „Trachten“ bin , muss ich in jedem Jahr aufs neue herausfinden, wie ich denn nun die Dirndschleife zu binden habe. Denn es gibt unterschiedliche Positionierungen für „vergeben“, „single“ oder gar „verwitwet“.  Ich habe meine Recherchen einmal zusammengefasst (die Bilder sind von Pinterest), damit wir alle sofort wissen, was Sache ist:

Bildschirmfoto 2013-09-13 um 09.05.41

 

Also Ladies, es war noch nie so einfach, klare Signale zu senden. Hoffentlich wissen die Männer nun auch um deren Bedeutung bescheid 😀

Wer noch auf den letzten Drücker hin ein Dirndl braucht, der darf gerne hier danach stöbern. German Princess Dirndl sind super, das weiß ich aus Erfahrung. Ich schätze Dirndl ohnehin dafür, dass sie den weiblichen Körper schön in Szene setzen. Klar, Frau zeigt, was sie hat, aber das gehört einfach dazu. Wem das zu aufreizend ist, der muss ja nicht hinschauen, oder der bleibt besser zu Hause. Peinlich finde ich jedoch die Polyester-Micro-Dirndl, die nun wirklich gar keinen Raum mehr für die Phantasie lassen. Das hat dann auch nichts mehr mit Tracht, sondern nur noch mit Proll zu tun. Diese Signale, sind dann doch zu eindeutig. Mich erinnert das eher an eine Bavaria-Swingerparty, als an einen Volksfest-Look.

Proll Dirndl

 

Natürlich soll man Spaß haben, aber trotz allem ist es ein Fest mit Traditionen, denen man mit etwas Respekt gegenübertreten sollte. Anständige Tracht und dann die maximale Gaudi – Wiesen 2013, ich freu mich drauf.

Kurz mal Hallo aus Malle…

Spa

Damit ihr nicht meint, ich sei verschollen, melde ich mich kurz zu Wort: Mallorca hat mich zurück und ich habe entschieden, dass der September nun zu meinem Lieblingsmonat im Sommer ernannt wird. Tagsüber heiß, abends kühl. Man schläft super, es ist nicht überfüllt. Vino und Essen schmecken nachwievor köstlich, wenn nicht sogar besser. Die Stadt lädt zum Shoppen ein (armer Papa) und alle sind gut drauf.

Lubina

Mein Rat: Raus aus Germany, raus aus dem Regen. Auch wenn’s nur für eine Wochenende ist. Tankt genügend Sonne, um dem Grau im Winter im wahrsten Sinne des Wortes die kalte Schulter zu zeigen!

Lolda

Lola kann inzwischen mit Messer und Gabel essen und ist VIP Gast in jedem it-Restaurant.

So. Das war’s schon wieder. Das Meer ruft meinen Namen!

Besos!

 

Ein Mal in den Osten bitte.

Deutschland. Ja, es ist groß. Wie groß es ist, dessen war ich mir bis vor ein paar Tagen wirklich nicht bewusst. Ja klar, ich war schon in den meisten großen Städten. Ich habe in München geschunkelt und die Wiesn genossen, ich habe in Berlin vom Brandenburger Tor gestanden. Die Elbe in Hamburg ist wunderbar und der Kölnerdom bietet einen ganz tollen Blick über die Stadt – been there, done that.

Mein Vater predigt stets, dass es sehr wichtig ist, seine Wurzeln zu kennen. Dazu gehört natürlich auch ein gewisses Level an kultureller Bildung. Ich bin nie östlicher als Berlin gekommen und somit stand das Reisziel fest: Ab ins ehemalige DDR Gebiet. Ab in den Osten. (Ich will ja auch sehen, wohin unsere Förderungsgelder fließen und woher die lustigen Kennzeichen mit den drei Buchstaben stammen).

Unsere Reiseroute (kurz gefasst): Start ab Düsseldorf nach Leipzig. Dann Meißen und Dresden. Darauf zur Moritzburg, zum Senftenberger See und nach Berlin. Von Berlin aus zur Müritz und weiter nach Rügen. Von Rügen aus dann wieder nach Hause.

Die Karte des OstensDa ich Euch nicht mit Details über jede einzelne Stadt nerven möchte, habe ich hier einfach ein paar Bilder und Highlights herausgesucht.

Senftenberger SeeAm Senftenberger See habe ich mich gefühlt, wie an einem Strand am Meer. Okay, der FKK-Kult ist nachwievor nicht so mein Ding. Es sind leider nicht die knackigen Baywatchkörper, von denen Mann und Frau nachts träumen. Aber ich bin stolz auf die deutschen Rentner, denn so tief ist der Hagelschaden an deren Popos gar nicht. Sehen möchte ich das trotzdem nicht.

Moritzburg

Anhand der Moritzburg nahe Dresden habe ich ein Gefühl dafür bekommen können, dass auch die Monarchie keine volksfreundliche Führungstruktur darstellt.  Oder was meint ihr, woher August der Starke das Geld für den Bau seines imposanten Jagdanwesens genommen hat?

Meißen

Porzellankacheln – Fein bemalt. Mein Lieblingsmotiv!

In Meißen durfte ich einen Einblick in die hohe Kunst des Porzellans bekommen. Ich wusste ja, dass Handwerkskunst teuer ist. Nicht bewusst war mir jedoch, dass eine einfach schöne Espressotasse hier erst ab 530€ zu bekommen ist. So manch eine kitschige Vase in prunkvollen Hotelfoiers wird fortan durch andere Augen gesehen. Wusstet ihr, dass diese „simplen“ Porzellanfiguren mindestens zwei mal bei um die 1000°C gebrannt werden? Und wusstet ihr, dass diese während des Brennens um 16% ihrer Gesamtmasse schrumpfen? Ich wusste es nicht. Nun weiß ich es. Wissen macht mich reicher.

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Die Frauenkirche in Dresden ist wirklich traumhaft schön. Sie wurde durch viele privaten Förderungsgelder wieder in den Status ihres vollen Prunkdaseins zurückversetzt. Die Semperoper ist gigantisch und gehört zu den Dingen, die man „mal gesehen haben muss“.  Dresden an einem Spätsommerabend – man fühlt sich fast so, als sei man in Italien. Naja, in jedem Falle ein ganzes Stück mediterraner, als es tatsächlich der Fall ist. Hier sind jedoch fast so viele Sandalendeutsche, wie auf Mallorca. Hier haben sie sogar den Heimvorteil … na, ob das nun wirklich gut ist?

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Ich liebe Berlin! Sehr doll sogar. Von den vielen Städten in Deutschland gehört Berlin definitiv zu denen, mit denen ich bezüglich der Neuwahl eines Wohnortes sympathisieren könnte. Berlin lebt. Tag und Nacht. Montags wie Sonntags. Freitags, wie Samstags. Immer. Natürlich sind wir, als traditionsbewusste Touristen, zum Lunch an die Krustentierbar im KaDeWe und zum Abendessen ins Borchardts gegangen. Kobe vom Feinsten. I just can’t get enough. Berlin – Immer wieder gerne.

Rügen ist sehr schön, aber aufgrund des leider sehr schlechten Wetters (ausgerechnet nur am Tag des Rügenbesuchs) habe ich davon nicht viel sehen können. Das Essen im Cliff Hotel (so ein richtiges DDR 5 Sterne Politiker Hotel, ja inklusive Sofas aus dem Gründungsjahr) war genial. Feiner Fisch, leckere Desserts und ein riesiges Frühstücksbuffet. Ein Spaziergang über den verregneten Strand war irgendwie auch romantisch. Leider nur viel zu kalt.

Ich habe meine Portion „Kultur“ für diesen Monat nun intus. Eines gibt mir jedoch zu Denken … Die Anzahl an NPD und MLPD Plakaten ist erschreckend groß. Kleine blonde Mädchen mit großen blauen Augen sind wirklich zuckersüß, sollen mir aber bitte nicht als deutsches, arisches Rassevorbild auf hunderten von Wahlplakaten suggeriert werden. Zum Glück schreibe ich keinen Polit-Blog. Sonst müsste ich das nun an dieser Stelle ausdiskutieren.

Danke an Papa für eine wirklich schöne Reise und die vielen sehr guten Gespräche. Danke für das gute Essen, die langen Spaziergänge und den vielen Prosecco. Danke auch für die neuen paar Schuhe und dafür, dass Du mir über das Berliner Kopfsteinpflaster geholfen hast.

 

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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