Beiträge mit Tag ‘Hoffnungsloser Fall’

Vorfreude ist und bleibt die schönste Freude

So ich habe nun beschlossen mich künftig besonders auf eines zu freuen: Auf die Vorfreude. Das ist dann sozusagen die Freude vor der Vorfreude. Manchmal habe ich ein Bauchgefühl, dass bald tolle Dinge passieren. Wenn man dann auch noch tolle Menschen an seiner Seite hat, dann wird das Gefühl nur noch stärker. Im Idealfall bestätigt sich dieses, indem dann etwas schönes angekündigt wird.

Dann geht’s über in die Planungsphase. Hier werden wichtige Dinge besprochen und analysiert: Im Falle des kommenden Wochenendes sind das Dinge wie „Wie kommen wir dahin?“, „Wer wird dabei sein?“, „Wen will man noch treffen?“, „Ist Schlaf nicht ohnehin überbewertet?“, „Kommen die 5 Kleider aus dem Onlinestore denn auch noch rechtzeitig an?“, „Passiert das alles wirklich?!“ und nicht zuletzt: „Was ziehe ich eigentlich an?“. Denn Die Qual der Wahl ist meistens eine unüberwindbare Hürde und zwingt zum Neukauf. Ich sag’s immer wieder: Wir sind hoffnungslos in einer konsumfreudigen Überflussgesellschaft gefangen!Einfach nichts da...

Von Tag zu Tag wird sie dann größer, die gute alte Vorfreude. Heute Abend das erste Highlight des Wochenendes. 20.30Uhr, 22 Mann auf dem Platz, der Ball ist Rund, die Spielzeit beträgt 90 Minuten (+ein Bisschen). Daumen drücken und Mitfiebern.

Morgen geht’s ab in die Hauptstadt. Endlich wieder. Im Rahmen der Berlinale wird sich hier so einiges abspielen. Vor einem Trip nach Berlin bin ich immer aufgeregt, schließlich ist es die einzige richtig internationale Stadt, die wir in Deutschland haben. Mit meinen Lieblingsmenschen an meiner Seite kann nichts mehr schief gehen. Egal wie, es wird ein tolles Wochenende. Ein tolles Abenteuer. Mit den Gedanken in der Hauptstadt schlafe ich seit ein paar Tagen seelenruhig ein.

Aber warum ist sie denn nun so toll, diese Vorfreude?

Ich frage mal die Experten:

„Freuen wir uns über etwas, sorgt unser Hormonhaushalt dafür, dass unser Körper sich entspannt. Stress wird abgebaut, der Blutdruck sinkt,Schmerzen und persönliches Leid werden weniger stark wahrgenommen“, sagt Dr. Christa Roth-Sackenheim, Vorsitzende des Berufsverbandes deutscher Psychiater (BVDP): „Freude ist das wohl wichtigste Gefühl für den Menschen“. (…) „Die Phantasie spielt dabei eine große Rolle: Freuen wir uns auf etwas, malen wir uns das Ereignis in den buntesten Farben und beschäftigen uns lange damit“, so Roth-Sackenheim: „Vorfreude kann deshalb sogar glücklicher machen als Freude“.

-Aus der Apotheken-Umschau

Tatsache: Freude entspannt uns. Vorfreude ist Freude auf einer anderen Ebene. Hier kann die Realität noch schöner ausgeschmückt werden und das anstehende Ereignis wird noch wunderbarer empfunden, als es vielleicht ist. Mit einem Lächeln lässt es sich besser einschlafen. Nicht nur ein psychisches, sondern auch ein physisches Phänomen. Ein Danke an die lieben Hormone, die uns doch sonst so gerne den einen oder anderen fiesen Streich spielen. In diesen Zustand dürft ich mich gerne häufig versetzen.

Weiterer positiver Nebeneffekt: Wenn ich glücklich bin, macht es mir auch gar nichts aus, in der Gaming-Abteilung bei Saturn geparkt zu werden. Das ist doch die beste Gelegenheit so zu tun, als hätte man absolut Ahnung von FIFA 14 und den Kids in der Schlange hinter mir lässig zu sagen „Jungs, wenn ihr den Torwart ausspielen wollt, dann müsst ihr während des Sprints kurz L2 drücken und wieder loslassen!“ – Dumm nur, dass mir nicht aufgefallen ist, dass ich das Zitat mal während einer Session meines Bruder auf der PS3 aufgeschnappt habe und gerade an einer PS4 hing …  Ehmmm … kann man hier auch Punkt ein der B-Note sammeln?!FIFA FAIL

Eine glückliche Seele kann sich nur in einem gesunden Körper so richtig entfalten. Es stürmt da draußen, aus einem Lauf im Wald wird eher eine Runde Joggen am Rhein. Denn vor fallenden Ästen habe ich Angst. Tun dem Kopf nicht gut und der ist doch gerade so schön in Form.

Ich wünsche euch allen einen schönen Start ins Wochenende.

Mein Leben aus dem Koffer

„Linda, du bist zu viel unterwegs!“ – ich bin selbst erstaunt, wie oft ich diesen Satz in den letzten Monaten gehört habe. Mir ist es gar nicht so sehr aufgefallen, aber es stimmt. Ich bin wirklich (sehr) viel unterwegs. Das Reisen ist aber auch so schön! Vor allem natürlich dann, wenn ein tolles Reiseziel bevor steht.

Eine Sache gibt es jedoch, die ich bis heute nicht beherrsche: Das Kofferpacken. Beim Fliegen baumelt grundsätzlich das orangene kleine Schildchen mit der Aufschrift „Heavy“ an meinen mit einem extra mit einem Kofferband gesicherten ultraleichten Rimowakoffer (ultraleicht muss der Koffer sein, damit ich ihn maximal mit Inhalt füllen kann. Aber den würde ich niemandem empfehlen , das ist jedoch eine andere Story). Ich suche mir auch bewusst ein männliches Bodenpersonal am Schalter aus, damit ich hoffentlich mit meinem Augenaufschlag den Blick von der Waage lenken kann. Inzwischen bin ich Profi im naiven kleinen Mädchengrinsen. „Ach was – so schwer? Oh, das wusste ich natürlich nicht … Aber sie machen doch bestimmt in diesem Falle eine ganz heimliche Ausnahme?“ – Darauf folgt dann Zwinkern, bis ich Kopfschmerzen habe. Die Masche zieht. Meistens.

Schlimmer noch: Eine Autoreise, denn ich packe so viel ein, bis der Kofferraum voll ist. Egal ob Mini Cooper oder im Geländewagen. Wenn es noch reinpasst, nehme ich es mit.

Stuffed car

Aber warum kriege ich das denn nicht hin?! Ich weiß ganz genau, dass ich 14 Urlaubstage nicht mit 28 Outfits füllen kann. Und meistens trage ich dann wirklich nur 5 plus den Dingen, die ich vor Ort ergattern werde. Dennoch, ich schaffe es nicht. Ich gehe mal mit euch durch, was wirklich wichtig ist und den Weg in den Koffer finden muss:

Da wären dann (ich packe eine … Sommertasche. Sonst wird die Liste zu lang):

Ich packe meinen Koffer und nehme mit...

Mehr als diese Dinge habe ich auch in 5 wöchiger Abwesenheit nicht gebraucht. Das darf mein Vater natürlich nie erfahren, denn der lacht mich jedes Mal auf’s neue aus! Aber Papa will mir die Lüge „ich hab aber wirklich ALLES angezogen!!!“ (ja hier wieder ZWINKER ZWINKER ZWINKER) natürlich glauben und sagt nichts mehr dazu.  Wenn man länger als zwei Wochen weg ist, stehen die Chancen ohnehin sehr gut, dass man in Kontakt mit einer Waschmaschine kommt und die Lieblingsteile somit wieder in aller Frische tragen kann.

Wenn ich dann mal wieder am Flughafen ankomme, mit meiner Kofferbombe im Schlepptau (plus 15kg schwerem Handgepäck, aber psssst…) schaue ich meinen Bruder mit einem neidenden Blick an. In seiner Hand, eine leichte Nylontasche. 5 Shirts, zwei Shorts, Flipflops (Turnschuhe hat er an), 5 Unterhosen und eine Badeshorts. Zahnbürste und Rasierer. Fertig. Also behaupte ich einfach frech: Frauen können nicht packen, das liegt gar nicht an mir! Oder so… Kann mir jemand bitte diesen Koffer besorgen!?

Huge Suitcase

Inzwischen ist es aber auch soweit, dass sich meine Reisebegleitung darauf verlässt, dass „Linda eh alles dabei hat“ .Wenn das dann mal nicht der Fälle wäre, dann würde es auf einmal keinen Strom mehr für die Macbooks geben. Oder man müsste Zahnpasta vor Ort kaufen. Die schmeckt dann anders und hat auch nicht diese tollen kleinen Mikrogranulatperlen, die die Zähne so schön strahlend lassen. Und wenn die Sonne mal ganz doof steht … dann geht es nicht ohne polarisierte Gläser. Punkt.

Nur zu gerne würde ich hier eine Anleitung für das perfekte Packen eines Urlaubskoffers schreiben. Aber ich kann es nicht. Schaut mal bei Google nach. Da wird euch wohl geholfen. Ich habe nun meine Liste erstellt. Drucke sie blau auf weiß aus. Dann landet sie in der Schublade und das Chaos geht von vorne los. Meine Mutter nennt es „einen liebenswerten Dachschaden“. Mein Bruder schimpft, ist dann aber doch ganz der Gentleman und trägt meine Bomben über sämtliche Flughäfen und Bahnhöfe. Mein Vater „hat Rücken“ (ja sicher…) und lässt den Jungen machen. Der Hund tippelt hinterher (oder springt in den Koffer) und Linda kommt mit Gepäck, dass 5 mal so schwer ist, wie ihr Körpergewicht, ans Ziel. Ende gut – alles gut.

Wen es interessiert … ich denke DAS hier spiegelt wohl eher die Realität dar:

Reality

 

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

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