Beiträge mit Tag ‘Zeit’

WhatsApp? Gerne, aber nicht jetzt!

Whatsapp1

Heute widme ich meine Aufmerksamkeit einem inzwischen omnipräsenten Kommunikationsmedium des „Hier und Jetzt“ oder vielmehr der „Digital Natives“ (Yes, packt euch alle nun an die Nase):

WhatsApp

Nein, dieses werde ich nicht löschen. Dann wäre der nächste Schritt ja, auf die Kommunikation via Rauchzeichen und Brieftauben umzusteigen 😉

Mein neuer bester Freund.

Und auf einmal war sie da. Ich hab sie so lange nicht mehr erleben dürfen, mich hat die geballte Ladung zunächst etwas überfordert. Dadurch wusste ich nicht, ob ich gut oder schlecht gelaunt sein sollte. Es war nämlich ein so schönes Gefühl, dass ich dem Braten nicht so recht trauen wollte. Aber nach kurzer Wirkungsphase habe ich mich von meinen Glückshormonen steuern lassen und ein Lächeln macht sich seitdem auf meinen Lippen breit. Inzwischen verstehen wir uns sogar so gut, dass wir keinen Tag mehr ohne einander auskommen wollen. Denn sie gibt mir den Anstoß, Dinge zu tun, die ich seit geschätzten vier, vielleicht auch mehr, Wochen nicht mehr getan habe. Ein unsichtbarer Käfig, wie gläsern, und sie kam, um ihn zu zerschlagen.

Shattered

Ach sorry, ihr wisst nicht, um wen es geht? Na, um die ZEIT natürlich. Unser wertvollstes Gut. Um den ULTIMATIVEN Luxusfaktor. Um das, was man in Geld nicht aufwiegen kann.

Woher die auf einmal kommt? Darf ich stolz verkünden, einen Haken hinter die Klausuren meines Bachelorstudiums machen zu dürfen? Bald sind drei Jahre um. DREI JAHRE.

Mir scheint, dass es ein Modetrend ist, keine Zeit zu haben und das auch möglichst erfolgreich nach außen hin zu kommunizieren. Dann wirkt man fleißig, strebsam, vorbildlich, unglaublich beschäftigt und vor allem sehr wichtig. Denn die Welt hört auf, sich zu rotieren, wenn man denn nicht vermeintlich sein ganzen Zeitpensum für sie einplant. Leider traut man sich gar nicht mehr richtig zu sagen, dass man gerade doch genug Zeit hat, da man in der schnelllebigen Ära, in der wir uns befinden vor allem durch schnelles Reagieren auf gefühlte zehntausend Reize, denen wir täglich ausgesetzt sind, charakterisiert werden. Wow, langer, verschachtelter Satz. Leider vergessen viele, dass „Zeit haben“ nicht synonym zu „Faul sein“ steht. Ich traue mich: JAAAAAA! GERADE HABE ICH ZEIT.

Was ich seit Freitag , 12:00Uhr damit alles habe? NORMALE Sachen. Die man im Alltag macht. Ich habe mich ganz vorsichtig an den neuen Freiraum herangetastet und als erstes ist das dabei herumgekommen:

Espresso

©Nespresso und Instyle. Besser geht’s wohl kaum. Ich kaufe mir morgen auch so eine Hose. Denn da steht, dass man die jetzt braucht. Das werde ich natürlich in die Tat umsetzen.

Lola freut sich, denn nun sind nicht mehr nur kurze Runden um den Block, sondern schöne Spaziergänge durch heimische Wälder an der Tagesordnung. Dabei macht man doch so schnell neue Freunde:

Bug

Aber das mit der Zeit ist echt super, für den Moment jetzt. Ich schreibe nun in Ruhe meine Bachelorarbeit und organisiere den nächsten Abschnitt. Denn wir alle wissen, wie schnell der Sommer kommt, hochgelebt wird und dann leider auch sehr schnell wieder vorbeigeht. Zeit kann Fluch und Segen zugleich sein. Ich mag es nicht, mich unproduktiv zu fühlen. Manchmal ist es jedoch nicht einfach zu viel Zeit mit sinnvollen Inhalten zu füllen. Doch noch sind genügend Aufgaben vorhanden. Zum Beispiel ein Wochenprojekt beginnen: Kleiderschrank auf- im Idealfall auch ausräumen. Dann bin ich inzwischen Profi an der Autowaschanlage bei Aral. Doch langsam gehen mir dafür die Autos aus, bei meinem schrubbe ich sonst noch den Lack herunter. Auf die Frage hin, warum ich das so früh morgens mache: WEIL ICH HEUTE ZEIT HABE.

Keine Frage, dass wir am Freitag Abend bei einem schönen Dinner in meiner Lieblingslocation darauf angestoßen haben! Das hier kam mir vor, wie mein eigener Holy Grail:

DrinkIch neige dazu schon knapp 3 Tage nach der neu gewonnenen Freiheit wieder mit den Hufen, ne Füßen, zu scharren und hibbelig neue Pläne schmieden zu wollen. Danke an meine süßen, die mich in solchen Augenblicken (die mindestens ein Mal am Tag vorkommen) mit strengem Ton daran erinnern, dass man auch mal kurz luftholen darf, bevor es dann weitergeht. „Kind, dein Ehrgeiz in allen Ehren, aber dein Tatendrang ist nur was für Nerds und Streber. Passt nicht zum Gesamtbild. Atme und trink‘ deinen Prosecco!“. Okay. Ja. Danke. Mache ich.

3 Chicas der Familie WillmsDeutlich angeheitert verfalle ich immer in eine Art verbalen Wasserfall und führe Monologe, die es auch keiner zu unterbrechen wagt, da ich dann nur lauter werde und noch schneller rede. Aber ihr habt es ja so gewollt. Bevor ich hier in Geschwafel abdrifte (ist mir glaube ich ohnehin schon gelungen) wünsche ich euch einen schönen Start in die Woche.

Nehmt euch auch mal ein wenig Zeit um durchzuatmen. Danach ist man doppelt so produktiv. Versprochen!

Tick Tock … Time is running NOWHERE

Nein,  ich streike nicht. Nein, ich habe meinen geliebten Blog auch nicht vergessen. Ich wurde aufgehalten. Massiv. Klausurenphase – Das bedeutet Stress. Mein Gehirn beherrscht die Kunst der „inneren Barrieren“ wirklich hervorragend und es kostet mich stets einen Batzen an eigener Überzeugungskraft, mich gänzlich abzuseilen und mich dem wirklich Wesentlichen zu widmen. Denn was gibt es schon wichtigeres im Leben, als Werbewirkungen und KANO-Modelle? Okay, die Preis-Absatz-Funktion kommt nahe dran. Grüße aus dem Land des Marketing. Nach drei Panikattacken mit hysterischen „ich lass mich krankschreiben: Diagnose Dachschaden“-Anfällen hab ich alles hinter mich gebracht und darf meinen Kopf nun wieder abschweifen und das Leben genießen lassen. Dankbar war ich für eine sehr willkommene Abwechslung an einem verregneten Freitag Vormittag: Ein Hauch von Schminke (Danke an die Make Up Schule in Düsseldorf) sorgt dafür, dass das blasse Näschen gut kaschiert wird. Zumindest für den Moment:

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Hier eine offizielle Ankündigung: Nach meinem Abschluss drehe ich dem deutschen Hochschulsystem dem Rücken zu und bin mal eben vogelfrei. Nicht faul (ich will doch so viele Dinge umsetzen, doch fehlt mir oft die Zeit), nur frei um die Dinge zu tun, die mir wirklich am Herzen liegen. Vom Leben lernt man so viel mehr, als in jeder Vorlesung. Stumpfes auswendiglernen ist „so yesterday“. Zu Zeiten des Web 2.0 ist ohnehin jeder andauernd online, eine fehlende Information wird aus dem Netz gezogen. Besser dran ist derjenige, der weiß, wie man gezielt und möglichst fix an die erforderlichen Informationen gelangt. Ich verlange eine Reformation der Studienbedingungen. Wer macht mit? Aber mal ganz ehrlich und ohne zu klagen, dieser ewige Leistungsdruck und dazu die Fülle an Unnützem wissen, die die Kapazitäten des Hirns belegen, das ist doch auf Dauer nicht gesund. Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Kreislaufprobleme … Höre ich in der Uni an jeder Ecke. Nach den Power-Phasen wartet dann auf einen Großteil eine Erschöpfungsgrippe. Der Körper schaltet in den „Keinen Bock“ Modus und fesselt einen ans Bett, um sich durch ganz viel Schlaf die Energie wiederzuholen, die im zuvor aus dem Leib gesaugt wurde. Ich bin in den Klausurphasen so hektisch, schmeiße alle Gläser um, rede zu viel kreuz und quer, vergesse den Hund beim Friseur oder vorm REWE. Druck macht den Menschen nicht unbedingt besser. Vor allem künstlich erzeugter Druck. Alle sprechen immer von „Zeit, mein Kind, du musst das nun zügig erledigen“. Muss ich das? Müssen wir uns alle so beeilen? Wir werden doch statistisch gesehen älter, haben mehr Stunden, die wir auf dieser schönen Erde verbringen dürfen. Der Zeitdruck, der ist ein Trend, der sich vor allem durch die permanente Erreichbarkeit und somit die maximale Beschleunigung des Informationsaustausches entwickelt hat.

Beantwortet man eine Email nicht innerst 24 Stunden so gilt man als „lahm“. Darf ich daran erinnern, dass man früher Briefe schreiben musste und auch gut und gerne mal eine Woche vergangen ist, eh man eine Antwort erhalten hat? Der Kopf soll die Informationen durch ordentlich verarbeiten und analysieren können. Die Übertragungsmethoden sind vielleicht schneller, das menschliche Hirn ist jedoch noch, wie es vor 20 Jahren war. Kennt ihr schon die Bild der Blogshphäre? AMY&PINK? NICHT? Denn manchmal schreiben die ganz coole Sachen… so auch zu diesem Thema!

Nachdem ich nun „ganz zeitig“ mein Studium irgendwann im Laufe des Jahres beendet haben werde: Dann nehme ich sie mir. Alle Zeit, die ich brauche, um mich an einen Punkt zu bringen, an dem ich mich wohlfühlen kann. Solltet ihr auch tun. Nehmt euch zumindest genug Zeit, auch mal einen kuscheligen Abend im Kino zu verbringen. Oder ganz gemütlich beim Italiener um die Ecke zu sitzen. Zeit zum Atmen, Zeit den Kopf frei zu kriegen. Zeit für Eure Liebsten.

ZwischenZEITlich habe meine beiden Lieblingsmenschen „so mal eben“ Geburtstag gefeiert. Ein ganz besonderes Jahr in der ohnehin sehr innigen Beziehung zwischen meiner Mutter und mir. Ich bin einmal und nie wieder genau halb so alt wie sie. Oder sie doppelt so jung, wie ich. Also an die beiden nochmals: Happy Happy Birthday. You Rock. Danke für Alles. Ohne euch ist alles doof.

Hier noch mein Song of the Moment:

 

A wise person once said to me:

"Never let it be said that to dream is a waste of one's time. For dreams are our realities in waiting. In dreams, we plant the seeds of the future."

Keep on dreaming until dreams come true!

Date?

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